Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1079
EU macht Wind

Offshore-Strategie bis Oktober

Die EU will bis Oktober des Jahres eine Offshore-Windstrategie ausarbeiten. Bis 2040 soll diese Energie zur wichtigsten in Europa werden. Dazu soll unter anderem die internationale Kooperation beim Bau von Windparks geregelt werden.

Die EU wird bis Oktober des Jahres eine Offshore-Windstrategie ausarbeiten. Um die Ziele des Green Deals zu erfüllen, soll massiv in Offshore-Windkraft investiert werden. Bis 2050 sollen Anlagen mit 230 GW bis 450 GW Nennleistung auf See aufgestellt werden. Derzeit sind es erst 22 GW. Um das Ziel zu erreichen, müsste bis 2030 jedes Jahr sieben GW zugebaut werden, danach 18 GW jährlich. Schon Anfang der 40er Jahre kann Offshore- Windkraft zur wichtigsten Energiequelle in Europa werden, so die europäischen Energieagentur (fb vom 16.3.2020).

Internationale Kooperation beim Bau Von Windparks

Mit der Strategie soll ein rechtlicher Rahmen für internationale Kooperationen beim Bau von Windparks erarbeitet werden. Derzeit gibt es mit Kriegers Flak in der Nordsee weltweit nur einen internationalen Windpark. Deutschland, Dänemark und demnächst auch Schweden sind daran angeschlossen.

Mehrfachnutzung in der maritimen Raumplanung

In der maritimen Raumplanung ist ein neuer Ansatz nötig. Wassergebiete müssen eine Mehrfachnutzung aufweisen, etwa gleichzeitig für Windkraft und Fischerei ausgewiesen werden. Nur so können ausreichend Flächen bereitgestellt werden. Um eine optimale Effizienz zu erreichen, muss der Bau von Meereswindparks international koordiniert werden. Während Wind an Land durch die Erhitzung der Landesoberfläche eher auf kleinem Raum entsteht, sind Seewindsysteme großräumig. Wird ein Offshore-Windpark aber nicht unter Beachtung anderer Windparks geplant, kann es dazu kommen, dass sie sich gegenseitig den Wind wegnehmen. Das soll künftig verhindert werden.  

Fazit: Die EU Offshore-Wind-Strategie ist ein wichtiger Schritt, um die riesigen Erzeugungspotenziale von Offshore-Wind in Europa koordinierte und effizienter als bisher zu realisieren. Hoffentlich vergessen die Planer in Brüssel aber nicht, die Anbindung ans Leitungsnetz mit zu bedenken. Denn das ist und bleibt der relevante Engpass.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
  • Fuchs plus
  • Dekarbonisierung: Andere Standorte attraktiver als Deutschland

Skandinavien bei Dekarbonisierung weit vorn

Obwohl die deutsche Regierung die ganze Wirtschaft auf Klimaneutralität trimmen will - wie die EU - bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine Dekarbonisierungsstrategie. Das zeigt eine Umfrage von EY unter Unternehmen. Andere Standorte sind attraktiver.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • USA und UK beschließen neue Sanktionen

Sanktionen gegen russische Industriemetalle

Die USA und Großbritannien geht gehen russische Industrie-Metalle vor. Den großen Rohstoffbörsen ist jetzt verboten, Ware aus Russland zu kaufen. Die Preise der betroffenen Industriemetalle haben sofort reagiert. Unternehmen müssen sich auf eine unsicher Versorgung und steigende Preise einrichten. Auch den Währungshütern wird das nicht gefallen.
  • Fuchs plus
  • Die Inflationsprognose der Fed

Inflation: Es sind die Löhne, Dummkopf

303.000 neue Jobs sind im März außerhalb der Landwirtschaft entstanden. 200.000 waren vom Markt erwartet worden. Zudem hat der Konsumentenpreisindex im März um 3,5% auf Jahresbasis zugelegt. Bei der Fed gehen deshalb die Warnsignale an. Die Fed Cleveland hat aufgedeckt, warum das so ist.
  • Fuchs plus
  • Europa schwächelt, China holt Schwung

Trendwende für den Yuan voraus

Das große Bild für den Wechselkurs von Euro und Yuan verändert sich. Die fundamentalen und geldpolitischen Faktoren in der Eurozone und in China deuten auf eine Trendwende bei EUR|CNY hin. Anleger und Unternehmer sollten das antizipieren.
Zum Seitenanfang