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Chinas Politik trifft Fernost

Bonität: Vorsicht vor den Tigerstaaten

Chinas neue Wirtschaftspolitik trifft die Nachbarregionen. Namentlich Tigerstaaten wie Hongkong, Singapur und Taiwan leiden.
Hüten Sie sich bei Geschäften mit „Tigerstaaten“. Namentlich Hongkong, Singapur und Taiwan leiden nach Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes unter den Folgen der Umstrukturierung der chinesischen Volkswirtschaft. Befürchtet wird ein beträchtlicher Anstieg der Insolvenzen um etwa ein Sechstel. Jedes Land ist dabei anders betroffen. Am meisten leidet Hongkong. Hier ist es vor allem der Elektronikexport, der schrumpft. Vorsicht geboten ist laut Euler Hermes auch im Einzelhandel sowie im Logistiksektor. Auch die Elektro- und Elektronikindustrie in Taiwan schwächelt. Dazu kommen Probleme am Immobilienmarkt und in der Baubranche. Singapur wiederum leidet als Rohstoff-, Erdöl- und Gasumschlagplatz. Auch die Tourismusbranche bekommt die wegen der Renminbi-Abwertung verminderte Kaufkraft chinesischer Konsumenten zu spüren. Alle drei Tiger könnten sich zudem als zu schwach für die Folgen einer Finanzmarktkrise erweisen. Diese würde im Zuge einer Zinsanhebung in den USA durch verringerte Kapitalzu- und stärkere -abflüsse ausgelöst. Die Börsen haben in Fernost deutlich größere Bedeutung als beispielsweise in der Eurozone. Hier droht ein Kollaps auch für die Realwirtschaft.

Fazit: Chinas Umsteuern wirkt sich auch auf die Nachbarstaaten negativ aus. Striktere Bonitätsprüfungen sind das Gebot der Stunde.

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