Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
927
Ausland | USA

Zuckerbrot und Peitsche

Die USA wollen die Steuerflucht ihrer Konzerne bekämpfen. Das geht vor allem auch zu Lasten der EU-Finanzminister.
Nach den Banken will US-Präsident Barack Obama jetzt die Konzerne insgesamt zur Kasse bitten. In seiner Rede zur Lage der Nation sprach er sich klar dafür aus, die großen US-Konzerne wieder stärker im eigenen Land zu besteuern. Obama will an die in Steueroasen wie Luxemburg oder Irland gebunkerten Konzerngewinne heran. Die EU hat sich zu früh gefreut. EU-Kommissar Günther Oettinger forderte gerade erst die Besteuerung von US-Konzernen wie Google, Amazon oder Starbucks, die teilweise mit nur 1% Steuerlast in der Europäischen Gemeinschaft davonkommen. Vom Steuer-Kuchen will die USA das größere Stück abhaben. Die gigantischen Schulden der USA müssen schließlich bedient werden, besonders wenn die amerikanischen Zinsen ab dem Sommer steigen. Vorteil für die USA: Ihr Plan steht, während die Europäer erst noch die Lage prüfen. Bereits im Herbst 2014 beschloss der Kongress Maßnahmen gegen die Verlegung von Steuersitzen. Die Steuerstundung beim Halten von Auslandsgewinnen soll abgeschafft werden. Im Gegenzug wird die Körperschaftssteuer in den USA gesenkt. Darüber besteht zwischen Republikanern und Demokraten im Kongress bereits Einigkeit, berichtet Germany Trade&Invest. Flankiert wird das Paket von Steueranreizen für Forschung und Entwicklung oder Investitionen in Energieeffizienz.

Fazit: Die USA haben bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehung von Banken bewiesen, wie stark ihr Zugriff ist, wenn sie es nur wollen. Jetzt bekommen dies die übrigen Konzerne zu spüren. Europa wird sich mit Brosamen vom Steuerkuchen zufrieden geben müssen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Tauwetter nach sechs Jahren Eiszeit

Australien und China wollen wieder miteinander sprechen

Südsee-Atoll. © senaiaksoy / Getty Images / iStock
Den G20-Gipfel wird Australiens Premierminister auch zu offiziellen Gesprächen mit Chinas Präsidenten nutzen. Das ist auch ein Signal an eine dritte Partei, die in der Region um Einfluss buhlt.
  • Inhalte, Angebote und Diskussionen

Verlag Fuchsbriefe jetzt auch bei LinkedIn

Icon von LinkedIn auf dem Bildschirm eines Smartphones. © scyther5 / Getty Images / iStock
Mit unserer erweiterten Social Media Präsenz erreichen Sie die FUCHSBRIEFE jetzt auch bei LinkedIn.
  • Fuchs plus
  • Freiberufler-Personengesellschaften als Vorbild

BFH entwickelt Geringfügigkeitsgrenze für Vermögensverwaltende Personengesellschaften

Mehrere 2-Euro-Münzen © Olivier Le Moal / stock.adobe.com
Eine vermögensverwaltend z.B. durch Vermietung oder Kapitalanlagen tätige Personengesellschaft (z.B. OHG, KG, GbR) erzielt grundsätzliche private Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Kapitalvermögen und keine gewerbesteuerpflichtigen „gewerblichen“ Einkünfte. Doch der BFH entwickelt gerade eine Grenze, wann die Schwelle zur gewerblichkeit überschritten wird.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Heiße Dachgeschosswohnung sorgte für Streit

Gehört eine Klimaanlage zur Wohnung?

Der Klimawandel führt dazu, dass immer mehr Wohnungen und Häuser auch mit Klimaanlagen ausgestattet werden. Doch was, wenn die Anlage defekt oder nicht nutzbar ist: Hat ein Mieter Anspruch darauf, die Anlage nutzen zu können?
  • Fuchs plus
  • Gute-Laune-Nachrichten vom 28. November 2022

Der Optimismus kehrt zurück

Die Unternehmen scheinen ihre "Stimmungstiefs" überwunden zu haben. Von überall aus der Welt erreichen die FUCHSBRIEFE-Redaktion entsprechende Nachrichten, die optimistisch stimmen.
  • Fuchs plus
  • Länderblick Schweiz - TOPS 2023

Die Schweiz zeigt sich zugeknöpft

Symbolbild TOPS 2023 Länderblick. © FUCHS | RICHTER Prüfinstanz
Die Schweiz stand einst für einen Finanzplatz allererster Güte - den sucht man bei den aktuellen Beratungserlebnissen der FUCHS|RICHTER Prüfinstanz aber oftmals vergeblich. Hier ist viel Arbeit notwendig.
Zum Seitenanfang