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Wie transparent sind die Compliance-Maßnahmen?

Beiersdorf ganz ohne Schminke

Beiersdorf kann aus Compliancesicht nicht überzeugen. Investoren tragen aufgrund hoher Intransparenz der Maßnahmen ein hohes Risiko.
Eigentlich versteht Beiersdorf doch viel von Kosmetik. Doch bei der Darstellung der Compliance-Maßnahmen wird nicht einmal die diesbezügliche schwache Performance geschminkt.

Die Börse kennt Beiersdorf als profitablen Kosmetik-Hersteller, mit hoher Eigenkapitalquote und solidem Umsatz vor allem durch die Kosmetikmarken Nivea, Eucerin und 8x4. Doch so vertrauenswürdig die Marke Nivea auch ist, die Kritik zu Inhaltsstoffen (z.B. Aluminium, Parabene, Nanopigmente) und die Klagen über Verbrauchertäuschung sind doch Zeichen, dass das nicht immer so bleiben muss.

Das Motto „We care" zielt auf die Bereiche „Products, Planet, People" und will den Verbraucher mit dem sogenannten „Nivea-Versprechen" binden. Damit bleibt man beim Marketing stehen. Nötig wäre aber eine aussagefähige Darstellung des Compliance Risikomanagement-Systems im Geschäftsbericht. Auch der Vorstand sollte sich des Themas besser annehmen und seine Awareness kommunizieren.

Verhaltenskodex

Jeder Mitarbeiter möge sich so tadellos verhalten, dass darüber morgen ein Bericht in der Zeitung stehen könnte, heißt es sinngemäß im Verhaltenscodex (S. 7).

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