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Wie transparent sind die Compliance-Maßnahmen?

Lufthansa: Schlimmer geht’s immer - aber nicht viel

Bei der Deutsche Lufthansa tragen Investoren aus Compliancesicht ein sehr hohes Risiko.
Bei der Übernahme der AirBerlin hat die Deutsche Lufthansa noch einmal ihre Wettbewerbsstellung deutlich gestärkt. Doch so wenig Rücksicht sie auf Ex-Kunden von Air Berlin genommen hat, so wenig nimmt sie auf Investoren Rücksicht, die sich genauer über die Compliance-Maßnahmen des Flugunternehmens informieren wollen.

Die Lufthansa ist eines der wenigen weltweit führenden Luftfahrtunternehmen, das nicht direkt vom Staat unterstützt wird. Das ist besonders bei den außereuropäischen Konkurrenten anders, die teilweise in Staatsbesitz sind. Ein ungleiches Rennen, in dem vom Einkauf bis zum operativen Geschäft mit harten Bandagen gekämpft wird. Ob sich die Lufthansa deshalb nicht mal einen Verhaltenskodex leistet? Oder ist der geheim? Aber was will das Unternehmen dem Investor damit sagen? 

Unterirdisch schlecht ist der Lieferantenkodex. Dabei könnte sich die private Lufthansa damit positiv von den Staatsairlines abheben. Immerhin, bei der Risikodarstellung leistet sich die Lufthansa Offenheit. Aber beim Thema CO2 ist sie wenig selbstkritisch: 30 Millionen Liter Kerosin verbraucht sie pro Tag und schädigt mit ihren Emissionen die Atmosphäre.

Verhaltenskodex

Nach allen öffentlich zugänglichen Informationen hat das Unternehmen keinen Verhaltenskodex. Nicht einmal die gesonderte „Compliance" Website benennt einen solchen. Auch die Fachzeitschrift Compliance Manager (2016) meldet: Nichts. Das gibt Null Punkte. 

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