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Wie transparent sind die Compliance-Maßnahmen?

Merck hat zahlreiche blinde Flecken im Umgang mit der Compliance

Bei Merck tragen Investoren aus Compliancesicht ein noch mittleres, beinahe hohes Risiko.
Beim Verhaltenskodex und der Kommunikation zeigt Merck durchaus gute Ansätze. Leider gilt das nicht für alle Bereiche der Compliance gleichermaßen.

Merck hat sich in den letzten 18 Monaten so stark verändert wie lange nicht mehr. Vor allem durch die 13 Mrd. Euro teure Übernahme des amerikanischen Laborzulieferers Sigma-Aldrich Ende 2015. Aber Umbauten bergen auch immer neue Risiken, die man sich da möglicherweise eingekauft hat. Und in Deutschland werden dem Labormedizinmarkt immerhin kartellähnliche Strukturen nachgesagt. Prompt rügt die EU Kommission Merck wegen einer „Verpackungstechnologie, die von Sigma-Aldrich entwickelt wurde."

Leider will Merck „den Sachverhalt zu diesem Zeitpunkt nicht weiter kommentieren." Merck war in den letzten Jahren mehrmals wegen Absprachen in der Preisbildung sowie in der Abwehr von Generika in der Kritik. Für einen Pharmakonzern ist Merck aber ziemlich offen und geht auf ausgewählte Hotspot Themen ein.

Verhaltenskodex

Ein solider, ausführlicher und ansprechend gestalteter Verhaltenskodex, der die wesentlichen Standardthemen teils umfangreich abdeckt und in acht (!) Sprachen erhältlich ist.

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