Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1301
Startups

Regulatorik verhindert große Erfolge

Startups, die radikale Innovationen hervorbringen und damit schnell zu großen Konzernen heranwachsen wie etwa Google, Amazon, Microsoft oder Apple, sind in Deutschland kaum möglich. Die starke Regulierung in fast allen Bereichen verhindert derartige Erfolge...

Die starke Regulierung in Deutschland verhindert die Entstehung großer Startups wie Google oder Amazon. Mit dieser heiklen Feststellung konfrontiert IFM (Institut für Mittelstandsforschung) die Politik. Die Gründung von Unternehmen, die radikale Innovatoren sind, ist in Deutschland kaum möglich. Diese setzen auf neue Technologien, starkes Wachstum und nehmen ein hohes Risiko zu scheitern in Kauf.

Dafür stimmen die Voraussetzungen in Deutschland nicht. Die Hauptargumente sind:
Die Arbeitsmarktgesetze der USA erlauben schnelle Entlassungen, Mitarbeiter sind kaum geschützt.
Der häufige Arbeitsplatzwechsel konfrontiert sie immer wieder mit neuen Ideen und erhöht so ihr Innovationspotenzial.
Das Kapitaldeckungsverfahren des US-Rentensystems versorgt Risikokapitalgeber mit großen Mitteln.
Manager können schnell weitreichende Entscheidungen für ihr Unternehmen treffen, ohne einen mitbestimmten Aufsichtsrat überzeugen zu müssen.

Viele deutsche Gründer ziehen die Konsequenzen und starten ihre Unternehmen im Ausland.
Das E-Health-Startup Klara hatte regulatorische Probleme, seinen Bewertungsservice für Muttermale in Deutschland erfolgreich zu machen. Jetzt startet das Unternehmen in den USA durch.
Der Ride-Sharing-Anbieter Wunder kapitulierte vor dem deutschen Personen-Beförderungsgesetz und hat mit ihrem Service in Osteuropa, Asien und Südamerika Erfolg.
Einen Trost bietet das IfM. Bei den inkrementellen Innovationen, kleinen Verbesserungen bestehender Technologien, bietet Deutschland gute Startbedingungen. Die Unternehmen benötigen weniger Geld zur Gründung. Sie wachsen aber auch nicht so stark.

Fazit

Die starke Regulierung fast aller Märkte und gesellschaftlichen Bereiche verhindert hier den Erfolg großer Neugründungen, die radikale Innovationen auf den Markt bringen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Wochentendenzen vom 7.1.22

Fed bewegt die Märkte

Dollar-Scheine. © 3alexd / Getty Images / iStock
Die US-Notenbank hat die Devisenmärkte mit ihrem Sitzungsprotokoll aufgeschreckt. Nun sind einige Währungen in Bewegung geraten.
  • Fuchs plus
  • Bodenbildung abgeschlossen

Sojabohnen gefragt

Soybean in hands with soy field in background. © sima / stock.adobe.com
Ein Wetterphänomen, das früher als erwartet auftritt, katapultiert die Soja-Preise nach oben. Die Anbauprognosen sind eindeutig - und wer sie lesen kann, hat eine Handelsidee.
  • Fuchs plus
  • Günstige Selfmade-Möbel in Studierenden-WGs

Paletten bei eBay Kleinanzeigen einsammeln

Übereinandergestapelte Europaletten. © PhotoSG / stock.adobe.com
Wegen der Lieferengpässe und der gestiegenen Holzpreise haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, an Holzpaletten zu gelangen. Eine Möglichkeit für Kleinunternehmen, um immerhin die größten Engpässe abzufedern, kann eBay-Kleinanzeigen sein.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Wirtschaft im Land der aufgehenden Sonne "dümpelt" vor sich hin

Auf die japanisch-angelsächsische Divergenz spekulieren

Abwärtstendenz beim Yen. © adri76 / Fotolia
Die Inflation ist derzeit in aller Munde - in Europa notiert sie bei über 5%, die USA kommen auf 7%, in der Türkei (offiziell) sogar bei 36%. Japan sticht mit nur 0,6% deutlich heraus. Das hat Einfluss auf Nippons Geldpolitik und damit auch auf die Stärke des Yen.
  • Fuchs plus
  • Schwellenländer-Währungen unter der Lupe

Der faire Wert der Lira

Geldscheine verschiedener Schwellenländer-Währungen. (c) B. Wylezich/Fotolia
What goes up must come down – und umgekehrt. Daher lohnt es sich immer wieder, einen Blick auf über- und unterbewertete Schwellenländer-Währungen zu werfen. Das Institute of International Finance tut dies seit 2018 regelmäßig. Wo ergeben sich daraus Chancen, in welchen Schwellenländern liegen große Risiken?
  • Fuchs plus
  • Viele Spediteure erfüllen das nötige Nutzungsmuster

E-Lkw teilweise schon günstiger als Diesel

Elektromobilität. © bluedesign / stock.adobe.com
Sind E-Lkw heute schon günstiger als Diesel-Lkw? Dieser Frage ist das Fraunhofer-Institut nachgegangen. Die Antwort: Ja, aber nur mit Fördergeld und unter bestimmten Bedingungen. Die allerdings erfüllen sehr viele Spediteure.
Zum Seitenanfang