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Fachkräftemangel abfedern

Standort Portugal für Unternehmer interessant

Portugiesische Flagge wehend vor blauem Himmel. © Martin Schlecht/Panthermedia
Wegen des Fachkräftemangels bleiben in 51% aller deutschen Unternehmen Stellen unbesetzt. Immer mehr Firmen lagen daher Teile ihrer Produktion aus oder suchen sich ausländische Dienstleister. Der Standort Portugal ist dafür sehr interessant.

Portugal ist ein interessanter Standort für deutsche Unternehmen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Denn in Portugal grassiert der Fachkräftemangel noch bei weitem so stark wie in Deutschland. "Insbesondere im Ingenieurwesen und in der IT hat sich das Land als Standort für hochausgebildete Fachkräfte ausgezeichnet,“ teilt die Deutsch-Portugiesische Handelskammer auf Anfrage von FUCHSBRIEFE mit.

Gute Möglichkeiten für Unternehmen jeder Größe

Viele Unternehmen nehmen Portugal derzeit „ins Visier“. Automobilunternehmen und ihre Zulieferer wie BMW, Borg Warner, Continental, Mercedes oder VW betreiben in Lissabon und Porto Tech- und Software-Center für eMobility-Lösungen. Microsoft und das Telekommunikations-Unternehmen Cisco machen von Lissabon aus den Kundenservice für Europa, Afrika, den Nahen Osten und Russland. Weitere bekannte Unternehmen mit Standorten in Portugal sind Bosch, Nestlé, Nokia, SAP, Siemens, SKY oder Springer Nature.

Auch für kleine Unternehmen und Gründer ist Portugal interessant. Viele Startups nutzen die Region, um dort günstig aber dennoch qualitativ hochwertig produzieren zu lassen. Das Berliner Unternehmen Paprcuts, ein vor allem für seine Portemonnaies bekanntes Startup, nutzt Portugal, um dort Turnschuhe zu produzieren. Das Kölner Startup Onomao stellt seit seiner Gründung 2018 in Portugal nachhaltige Keramik und Teppiche her. Auch die Medizintechniker in Portugal haben sich inzwischen einen Namen gemacht. Daneben ist für zahlreiche Modelabels, ganz gleich welcher Größe, der Slogan „Made in Portugal“ Synonym für hochwertig und nachhaltig.

Entspannte Fachkräftesituation und geringere Lohnkosten

Die Fachkräftesituation ist längst nicht so angespannt wie hierzulande. Im wenig industrialisierten Portugal liegt die Arbeitslosenquote bei über 6%. Die Jugendarbeitslosigkeit notiert bei 21,2%. Das Ausbildungsniveau der Portugiesen hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert. Zudem gibt es in den beiden großen Städten Lissabon und Porto zahlreiche Forschungseinrichtungen und Universitäten, die ein junges, hochqualifiziertes internationales Publikum anziehen.

Trotz des guten Ausbildungsniveaus sind die Lohnkosten in Portugal deutlich geringer als in Deutschland. Der monatliche Durchschnittslohn liegt bei 1.340 Euro (Deutschland 3.975 Euro). Das Jahresgehalt eines portugiesischen Programmierers liegt zwischen 21.000 und 48.000 (Deutschland 40.000 bis 95.000 Euro). Ein Helpdesk-Techniker erhält im Jahr zwischen 14.000 und 28.000 (Deutschland 30.000 bis 43.000).

Politisch stabil und geografisch gut gelegen

Weitere Vorteile ergeben sich aus der EU- und Euro-Mitgliedschaft Portugals. Das ist mit Blick auf Bürokratie, Zölle, Währung und die Gesetzeslage von Vorteil. Das politische System in Portugal ist stabil. Die Investitionen in Erneuerbare Energien, Umweltschutz und grüne Technologien sind hoch.

Ein Pluspunkt ist auch die geografische Lage. Durch den Zugang zum Atlantik hat Portugal eine direkte Anbindung an wichtige Schifffahrtsrouten. Auch die Nähe zu Afrika ist hinsichtlich der Rohstoff- und Mitarbeitersicherung von Vorteil. Wer in Portugal Fuß gefasst hat, hat es zum ebenfalls portugiesisch sprachigen brasilianischen Markt nicht mehr weit.

Fazit: Portugal ist ein interessanter Standort für Unternehmen aus den Bereichen IT, Technik, erneuerbare Energien, Engineering, Textil und Mode, Papier, Medizintechnik und Landwirtschaft.

Hinweis: Die Deutsch-Portugiesische Industrie- und Handelskammer ist für interessierte Unternehmen ein kompetenter Ansprechpartner.

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