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Nach Einbruch in zweiten Halbjahr

Trübe Aussichten für Investitionen

Rauchendes Kraftwerk © Julian Stratenschulte / dpa / picture alliance
Die Anlageinvestitionen der Unternehmen weltweit sind im zweiten Halbjahr 2022 nach einem guten Start ins Jahr regelrecht eingebrochen. Viele Unternehmen haben ihre Investitionspläne vom Jahresanfang zusammengekürzt. Die Aussichten für das nächste Jahr sind schlecht. Deutschland sticht negativ heraus.

Nachdem im zweiten Halbjahr die Anlageinvestitionen der Industrie eingebrochen sind, werden sie auch im kommenden Jahr schwach bleiben. Dem Mittelstandsbericht der Förderbank KfW zufolge werden nur knapp über die Hälfte der mittelständischen Unternehmen ihre Investitionen in diesem Jahr wie geplant durchführen. 32% haben ihre Investitionen auf später verschoben, 18% haben sie ganz aufgegeben.

Auch die Hälfte der Großunternehmen hat ihre Investitionen zurückgefahren oder aufgegeben

Bei den Großunternehmen sieht es genauso aus. Das zeigt eine Studie des Wirtschaftsprüfers EY. 50% der deutschen Vorstandsvorsitzenden sagen, dass sie geplante Investitionen nicht tätigen oder verringern. Weltweit sind es 43% der Vorstandschefs, die Investitionen zurückfahren müssen. 2022 könnte somit ähnlich schwach werden wie 2020, als in Deutschland insgesamt 216,9 Mrd. Euro in neue Maschinen und Anlagen investiert wurden. Das waren 24 Mrd. Euro oder 10% weniger als 2019 (damals 241,12 Mrd. Euro).

2023 werden die Unternehmen noch weniger investieren

2023 werden die Investitionen sogar noch geringer ausfallen. Die schwache Konjunktur, steigende Kreditzinsen und die hohe Unsicherheit werden dafür sorgen, dass die Unternehmen nicht notwendige Investitionen zurückstellen. Das erwartet der Unternehmensexperte am ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim), Christian Rammer. Besonders gering werden die Investition im ersten Halbjahr sein. In der zweiten Jahreshälfte 2023 werden aller Voraussicht nach sinkende Gaspreise und eine nachlassende Inflation für bessere wirtschaftliche Aussichten und wieder leicht steigende Investitionen sorgen.

Fazit: Frühestens 2024 werden die Unternehmen bei Investitionen die Bremsen wieder lösen. Das wirft Europa im internationalen Wettbewerb zurück.
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