Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
9600
Immobilien

Ungebremster Preisanstieg in Europa

In ganz Europa klettern die Immobilienpreise kräftig. Trotzdem deuten viele Faktoren darauf hin, dass der aktuelle Preisboom noch ein ganzes Weilchen weiterläuft. Besonders dynamisch klettern die Preise bei einigen deutschen Nachbarn.

Der Immobilienmarkt in Europa boomt. Das zeigt eine Studie von Deloitte. Der zufolge liegt Deutschland bei den Preissteigerungen mit etwa 18% sogar nur im Mittelfeld. Seit vorigem Jahr liegt Großbritannien (16%) darunter.

In Süd- und Osteuropa explodieren die Preise. Die Preissteigerungen in Spanien (21%), Österreich (22%), den Niederlanden (27%) und Portugal (32%) liegen deutlich über den Preissteigerungen in Deuschland. Besonders auffällig war die Preisentwicklung in den osteuropäischen Staaten Lettland (33%), Tschechien (33%) und Ungarn (35%). Einzige Ausnahme ist Italien. Dort sinken die Preise inzwischen seit 2009 kontinuierlich mit einer geringen Rate.

In den gefragtesten Städten Europas sind die Preise stets deutlich höher als im jeweiligen Landesdurchschnitt. So lagen die Immobilienpreise in Barcelona und Amsterdam 2018 beim doppelten des im Land üblichen. In Kopenhagen liegen sie beim 2,3-fachen, in London sogar beim dreifachen des Landesdurchschnitts. In Deutschland ragt München mit dem 2,3-Fachen des durchschnittlichen Landespreises heraus. Spitzenreiter in Europa sind Paris und Lissabon. Die Preise liegen beim 3,2-Fachen des Landesschnitts.

Der Preisboom wird weiter anhalten. Darauf deuten die Entwicklungen in den einzelnen Ländern hin. In Spanien stieg die Zahl der Jobs im Immobiliensektor seit 2013 um 63%. Die Wohnungspreise liegen über dem Vorkrisenlevel. In Frankreich lag die Zahl der Transaktionen 2018 zum zweiten Mal in Folge bei über 950.000, eine hohe Zahl. Großbritannien hat trotz des Brexits nur leichte Rückgänge von 0,5% beim Bau neuer Wohnungen zu verzeichnen. In Österreich zeugen die stark gestiegenen Baukosten, in Belgien die stark gestiegenen Transaktionen vom anhaltenden Boom. In den Niederlanden wurde 2018 so viel gebaut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Trotzdem liegt die Nachfrage darüber. Die Preise stiegen um 9%.

Immopreistab

Segment

Preissteigerung seit 2004

Quelle: empirica, Grundlage öffentlich inserierte Immobilienpreise; EZFH = Ein- und Zweifamilienhäuser Neubau, ETW = Eigentumswohnungen Neubau

EZFH Bundesgebiet

+52,0%

EZFH kreisfreie Städte

+67,1%

EZFH Landkreise

+43,0%

ETW Bundesgebiet

+63,4%

ETW kreisfreie Städte

+88,2%

ETW Landkreise

+49,2%

Mieten Bundesgebiet

+43,9%

Mieten kreisfreie Städte

+42,5%

Mieten Landkreise

+30,8%

Weitere Informationen

Fazit:

Die Immobilienpreise in Europa werden trotz teilweise bereits hoher Niveaus weiter klettern. Die hohe Dynamik in Osteuropa dürfte anhalten. Außerdem wird die absehbar wieder expansivere Geldpolitik der Euorpäischen Zentralbank die Immobiliennachfrage zusätzlich anschieben.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Anglogold taktisch reduzieren

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ging gut auf. Wir hatten dazu auf Anglogold gesetzt, die auf Basis der automatischen Bilanzanalyse von Finanzoo fundamental unterbewertet waren. Das hat gut funktioniert. Jetzt sendet die Software aber ein anderes Signal.
  • Fuchs plus
  • Tauwetter nach sechs Jahren Eiszeit

Australien und China wollen wieder miteinander sprechen

Südsee-Atoll. © senaiaksoy / Getty Images / iStock
Den G20-Gipfel wird Australiens Premierminister auch zu offiziellen Gesprächen mit Chinas Präsidenten nutzen. Das ist auch ein Signal an eine dritte Partei, die in der Region um Einfluss buhlt.
  • Inhalte, Angebote und Diskussionen

Verlag Fuchsbriefe jetzt auch bei LinkedIn

Icon von LinkedIn auf dem Bildschirm eines Smartphones. © scyther5 / Getty Images / iStock
Mit unserer erweiterten Social Media Präsenz erreichen Sie die FUCHSBRIEFE jetzt auch bei LinkedIn.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bank of Canada deutet weitere Drosselung des Zinstempos an

Tauben-Töne aus Ottawa

© metrokom / iStock / Thinkstock
Die Inflation ist noch nicht auf "Wunsch-Niveau". Dennoch deutet Kanadas Notenbankchef eine Drosselung des Zinserhöhungstempos an. Das hat Auswirkungen auf die Währungskurse und eröffnet weitere interessante Anlageperspektiven in Kanada.
  • Fuchs plus
  • Euro-Geldhüter laufen der Entwicklung hinterher

EZB laviert sich in die Stagflation

Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main. © Bernd Wittelsbach / iStock
Die EZB sucht den richtigen geldpolitischen Pfad in der aktuellen Krise. Ihr Problem ist, dass sie extrem politisiert ist und darum der realen Entwicklung hinterher läuft. Das führt zu einem Lavieren in der Geldpolitik, das dauerhaft sehr teuer wird.
  • Fuchs plus
  • Wird das "Weiße Gold" bald wieder günstiger?

Zuckerpreis bekommt Gegenwind

Zuckersorten. © Printemps - Fotolia
Der Zuckerpreis springt wild auf und ab. Nach kräftigen Kursgewinnen geht es nun wieder zügig abwärts. Ist das eine Kaufgelegenheit oder lohnt es sich, auf weiter fallende Preise zu setzen?
Zum Seitenanfang