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Aktie wieder auf Niveau des Corona-Tiefs

Hochtief hat volle Auftragsbücher

Tunnel, gegraben von der Hochtief AG. (c) Hochtief AG
Der weltweit agierende Baudienstleister Hochtief AG kann in letzter Zeit nicht über zu wenig Arbeit klagen. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Die allgemeine Verunsicherung an den Börsen und eine "teures Urteil" aus Chile drücken nun den Kurs jedoch tief. Zurecht?

Die Aktie des Baudienstleisters Hochtief ist sehr aussichtsreich. Die Börsenturbulenzen wegen des Krieges in der Ukraine hatten den Aktienkurs in die Nähe des Corona-Crash-Tiefs gedrückt. Wir halten das für ein langfristig gutes Einstiegsniveau.  

Hochtief ist einer der international führenden Baukonzerne. Das Unternehmen realisiert weltweit Infrastrukturprojekte und ist dabei in den Bereichen Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie im Minengeschäft tätig. Mit seinen Tochtergesellschaften ist Hochtief auf allen wichtigen Märkten der Welt präsent. In Europa plant, entwickelt und betreibt die Hochtief Solutions AG Infrastrukturprojekte, Immobilien und Anlagen. Zum Leistungsspektrum gehört neben Hoch-, Tief- und Ingenieurbau auch das PPP-Geschäft (Public Private Partnership).

Gewinnrückgang wegen Sondereffekten

Im vorigen Jahr musste der Konzern einen kräftigen Gewinnrückgang hinnehmen. Der um rund ein Drittel auf knapp 208 Millionen Euro im vergangenen Jahr ist jedoch maßgeblich auf eine Sonderbelastung in Chile zurückzuführen. Hier führte eine Entscheidung in einem Schiedsgerichtsverfahren bezüglich einer Beteiligung an dem Bau eines Wasserkraftwerks in Chile zu einer Ergebnisbelastung von rund 195 Mio. Euro.  

Rechnet man diese Sondereffekte heraus, kletterte der Überschuss der Essener um satte 26,4% auf rund 454 Millionen Euro. So zeigt sich Unternehmenslenker Marcelino Fernandez Verdes für das laufende Jahr denn auch weiterhin zuversichtlich und peilt einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn von 475 bis 520 Millionen Euro an. Dies wären rund 15% mehr als im Vorjahr. 

Prall gefüllte Auftragsbücher

Zuversichtlich stimmen vor allem prall gefüllte Auftragsbücher. Im vergangenen Jahr stieg der Auftragseingang um 36% auf gut 30 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand betrug per Ende Dezember rund 52 Milliarden Euro. Selbst ohne zusätzliche Orders aus der Ukraine haben die Essener also alle Hände voll zu tun.

Wegen des kräftigen Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr wird der Baukonzern für 2021 deutlich weniger Geld an die Aktionäre ausschütten. Wie das Unternehmen Ende Februar mitteilte, schlägt der Vorstand eine Dividende in Höhe von 1,91 Euro je Aktie (Vorjahr: 3,93 Euro) vor. Die Dividendenrendite liegt somit noch bei über 3%. Inzwischen handelt der Titel mit einem für 2023 geschätzten KGV unter 9 auf einem aus fundamentaler Sicht günstigen Niveau. Die momentan hohe Volatilität an den Börsen macht einen Einstieg in die Aktie nicht ganz einfach. Zwischen 53 und 60 Euro ist der Titel für uns jedoch ein Kauf.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 72,50 EUR, Stop-Loss unter 46,80 EUR
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