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Der Nachfolger von ThyssenKrupp

MTU Aero Engines steigt in den DAX auf

ThyssenKrupp muss den Deutschen Aktien Index verlassen. An deren Stelle rückt MTU Aero Engines. Nahezu unbemerkt hat sich MTU in den vergangenen Jahren vom kleinen Komponentenhersteller zu einem echten Global Player entwickelt. Der Kurs der Aktie spiegelt das eindrucksvoll wider.

Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines ist ein DAX-Aufsteiger. Kontinuierlich, aber beinahe unbemerkt, hat sich MTU vom kleinen Komponentenhersteller zu einem echten Global Player entwickelt. Inzwischen steckt in jedem dritten Passagierflugzeug auf der Welt Triebwerkstechnik von MTU.

Neben Triebwerksmodulen und -komponenten entwickelt MTU auch Industriegasturbinen. Zu den Kunden zählen zivile und militärische Unternehmen. Umfangreiche Wartungs- und Serviceverträge zur Instandhaltung von Triebwerken runden das Geschäft des Unternehmens ab. Attraktiv: Bei steigenden Auslieferungszahlen für Triebwerkskomponenten wächst das Servicegeschäft proportional mit.

Flugzeugteile für die zivile und militärische Luftfahrt

Die Bandbreite der hergestellten Produkte ist groß. Sie erstreckt sich von Großraumflugzeugen (Boeing 747) über große Passagiermaschinen wie den Airbus A320. Im Militärbereich gilt MTU auf nationaler Ebene als Systempartner für fast alle Flugtriebwerke der Bundeswehr und ist im europäischen Bereich auch an Antrieben für den Tornado, den Eurofighter oder den Militärtransporter A400M beteiligt.

Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Airbus und Boeing haben Bestellungen für rund 14.000 Maschinen in den Büchern. Rechnerisch ist die Branche für die nächsten acht Jahre damit voll ausgelastet. Im vergangenen Jahr erzielte MTU einen Konzernumsatz von 4,6 Mrd. Euro und kam auf eine EBIT-Marge von 14,7%. Vor wenigen Wochen erhöhte MTU die Prognose für die EBIT-Marge auf 16%.

Starke Kursentwicklung

Der dynamische Geschäftsverlauf spiegelt sich im Kursverlauf der Aktie eindrucksvoll wider. Allein während der letzten fünf Jahre hat sich der Kurs des Triebwerksherstellers beinahe vervierfacht. Mit einem für 2020 geschätzten KGV von rund 21,5 ist der Titel kein Schnäppchen mehr. Doch das stabile Geschäft und volle Auftragsbücher dürften den Aktienkurs weiter beflügeln.

Kurzfristig erscheint der Titel ein wenig heiß gelaufen. Auf lange und mittlere Sicht bleibt MTU Aero Engines jedoch ein Kauf. Geduldige Anleger nutzen Rücksetzer in den Bereich um 225 Euro für Investments.

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Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2018):* 4,57 Mrd.

Gewinn je Aktie (2018)*: 9,29

Marktkapitalisierung*: 13,22 Mrd.

KGV (2020e): 21,4

Div.-Rendite: 1,11%

* in EUR

Empfehlung: an schwachen Börsentagen kaufen

Kursziel: 320 EUR, Stop-Loss unter 175 Euro

ISIN: DE 000 A0D 9PT 0| Kurs: 256,40 EUR

Kurschance: 25% | Verlustrisiko: 32%

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