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Zahlungsabwickler steigt erfolgreich ins Kreditgeschäft ein

PayPal Inc. bietet viele neue Services an

Die PayPal Headquarters. Copyright: PayPal Media Resources
Wer im Internet einkauft und dort online bezahlt, nutzt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Dienstleistungen von PayPal. Der Online-Zahlungsabwickler bleibt auf Wachstumskurs und bietet viele neuen Dienstleistungen an. Auch der Einstieg ins Kreditgeschäft scheint geglückt. Angesichts steigender Zinsen könnte das ein besonderer Gewinnhebel werden.

Weihnachtsgeschenke werden heutzutage meist über das Internet geordert. Im stationären Einzelhandel lassen sich Kunden zumeist noch inspirieren, der eigentliche Kauf erfolgt jedoch meist bequem vom heimischen Sofa aus. Zahlungsabwickler wie PayPal profitieren vom Trend zum bargeldlosen Bezahlen über das Internet. 

PayPal betreibt ein Online-Bezahlsystem und bietet seinen Kunden vor allem im Online-Handel eine sichere Möglichkeit für Geld-Transfers. Die werden über ein PayPal-Konto, per Lastschrift oder Kreditkarte abgewickelt. Die Corona-Pandemie hat dem US-Finanzdienstleister einen neuen Wachstumsschub beschert. Inzwischen werden über mehr als 400 Millionen aktive PayPal-Konten weltweit Bezahlvorgänge abgewickelt.

Viele neue Angebote für Kunden

PayPal bleibt innovativ. Im August letzten Jahres hatte PayPal seine Plattform „Buy now, pay later“ (BNPL) und die Plattform „Buy in 4“ eingeführt und damit den Einstieg in das Kreditgeschäft geschafft. Dieser Schritt zahlt sich inzwischen aus. Wie das Unternehmen am Wochenende meldete, waren die Umsätze auf der BNPL-Plattform an diesem Black Friday fünfmal höher als vor einem Jahr. 

PayPal-CEO Dan Schuman sprach von einem regelrechten Boom. Mehr als neun Millionen Menschen hatten in diesem Jahr diesen Dienst genutzt. Im November hatte der Zahlungsabwickler erstmals mehr als eine Million Erstnutzer auf der BNPL-Plattform. 

Erfolgreicher Eintritt ins Kreditgeschäft

Nun beschert PayPal seinen Kunden pünktlich zum Start der Weihnachtssaison eine neue Dienstleistung. Beträge für Online-Käufe müssen nun erst innerhalb von 30 statt bislang 15 Tagen überwiesen werden. Um seine Klientel über die klassische Zahlungsabwicklung hinaus an sich zu binden, setzt das Unternehmen auf zusätzliche Funktionen und Apps. Dazu gehören auch Konsumentenkredite und Ratenzahlungen oder eine eigene Kreditkarte für die Cash-Transfer-App Venmo. Darüber hinaus arbeitet PayPal an einer Art „Super-App“ mit einer Vielzahl an Funktionen – angefangen von Geldanlagen und Spendenüberweisungen über das Versenden von Nachrichten bis hin zum Handel mit Kryptowährungen.

Die zuletzt kräftige Rally der PayPal-Aktie wurde im Sommer jäh ausgebremst. Einerseits enttäuschte das Unternehmen mit der Ankündigung, dass die bisherigen Wachstumsraten künftig abflauen könnten. Andererseits kam die Spekulation über eine 45 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Social Media Plattform Pinterest gar nicht gut an. Die ist allerdings längst dementiert und glaubwürdig abgeräumt. 

Einstiegsgelegenheit für Strategen

Vom Höchstkurs bei 310 US-Dollar ist der Titel inzwischen dennoch meilenweit entfernt. Ein für 2022 geschätztes KGV von rund 34 macht das Papier zwar noch immer nicht zu einem Value-Schnäppchen. Auf dem aktuellen Kursniveau ist der Zahlungsabwickler jedoch für Strategen ein Einstiegsinvestment.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 246,80 USD Stop-Loss: unter 166,60 USD

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