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Corona sorgte beim E-Commerce-Spezialisten für Schub

Shopify durchläuft eine Effizienz-Kur

© Shopify
Wer während der Pandemie etwas verkaufen wollte, war dafür in vielen Fällen auf einen Online-Shop angewiesen. Davon profitierte Shopify, das seinen Kunden eine Software anbietet, um solche Shops zu erstellen. Nach der Pandemie laufen die Geschäfte aber wieder schlechter. Nun trimmt der Shopify-CEO sein Geschäft auf Effizienz.

Shopify profitiert direkt vom Online-Bestellboom. Die Shopify-Kunden verzeichneten am Black Friday einen Umsatzrekord in Höhe von 4,1 Mrd. US-Dollar. Das kommt Shopify zugute: Das Unternehmen bietet verschiedene Tools sowie eine E-Commerce-Software für den Ausbau, die Vermarktung und Verwaltung eines Onlineshops. 1,7 Mio. Händler in mehr als 75 Ländern nutzen das Angebot, darunter beispielsweise PepsiCo, Staples und Allbirds.

Ernüchterung nach Corona-Rekordjahr

Das junge Unternehmen – Shopify wurde 2006 gegründet – ist in den zurückliegenden Jahren stark gewachsen. So hat sich der Konzernumsatz seit 2018 von 1,39 Mrd. CAD auf 7,29 Mrd. CAD mehr als verfünffacht. Während der Pandemie gab es bei Shopify einen regelrechten Boom, da gerade Kleinunternehmen gezwungen waren auf eine Internetpräsenz auszuweichen. Im Rekordjahr 2021 blieben rund 3,6 Mrd. CAD in der Kasse. 2022 rutschte der Softwareanbieter dann jedoch wieder in die roten Zahlen. Am Ende stand ein Verlust von rund 4,7 Mrd. CAD zu Buche. 

Nun will Shopify-Gründer Tobi Lütke sein Unternehmen auf Effektivität trimmen. Personal wurde entlassen, auf unnötige Meetings soll verzichtet werden. Um mehr Zeit für die Arbeit zu haben, wird ein besprechungsfreier Mittwoch eingeführt. Große Meetings mit mehr als 50 Personen sollen nur in einem sechsstündigen Zeitfenster am Donnerstag abgehalten werden. Laut Unternehmensangaben werden dadurch fast 10.000 Ereignisse aus den Kalendern der Mitarbeiter gestrichen und über 76.500 Arbeitsstunden „frei“. 

85% Kursverlust gemessen vom Allzeithoch 

Aus Sicht von FUCHS-Kapital kommt Shopify damit wieder langsam auf Kurs. Die Aktie notierte während des Corona-Booms noch vor zwei Jahren auf einem Allzeithoch bei rund 176 US-Dollar. Bis in den Oktober hinein fiel sie dann aber auf rund 25 US-Dollar. So schnell dürfte dem Unternehmen das Geld nicht ausgehen: Liquiden Mitteln (Cash) in Höhe von 4,92 Mrd. US-Dollar stehen Schulden in Höhe von 1,12 Mrd. US-Dollar gegenüber. Langfristig orientierte Anleger legen sich erste Stücke ins Depot.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 99,90 USD; Stopp-Loss unter 54,20 USD
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