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2023: Ein durchwachsenes Aktienjahr

Starke DAX-Performance cachiert Schwächen des deutschen Aktienmarkts

Schriftzug DAX. Im Hintergrund Wolken, hinter denen die Sonne hervorlugt. © KI-generiertes Bild, erstellt mit Adobe Firefly
Im Jahr 2023 gewann der deutsche Aktienindex DAX gut 20% an Wert. War das zurückliegende Jahr also ein gutes Aktienjahr? Ganz so einfach liegt die Sache leider nicht…

Obwohl der deutsche Aktienindex DAX im Jahr 2023 gut 20% an Wert gewann, war es trotzdem nur ein durchwachsenes Jahr deutsche Aktien. Darauf verweist ein aktueller Kommentar des Flossbach von Storch Research Instituts. Denn die positive Performance des gesamten deutschen Aktienmarktes (368 Aktien) wird von einigen wenigen Einzeltiteln getragen. So entfiel ein Viertel des 2023 geschaffenen Wertes am deutschen Aktienmarkt allein auf SAP. Weitere 14% entfallen auf Siemens. 18 Unternehmen reichten aus, um den gesamten deutschen Wertzuwachs 2023 zu erwirtschaften.

Hätte ein Anleger nur in die übrigen 368 Unternehmen investiert, hätten sich Kurszuwächse und Verluste die Waage gehalten. Insgesamt schafften es nur 44% bzw. 168 deutsche Aktien eine höhere Rendite als kurzlaufende Bundesanleihen zu erwirtschaften. 56% bzw. 218 Aktien schafften das nicht.

Erholungspotenzial für deutsche Mid-Caps auf wackeligen Beinen

Damit weisen die kleineren deutschen Aktien zumindest in der Theorie Erholungspotenzial auf. FUCHSBRIEFE bleiben aber dennoch sehr vorsichtig. Denn während der DAX nur mit einem KGV von 12,97 bewertet ist, sind es beim MDAX trotz der schwachen Performance 2023 17,27. Angesichts der schwierigen Situation am Wirtschaftsstandort D ist vor allem bei den Unternehmen, deren Geschäft sich auf den deutschen Markt konzentriert, aber erhöhte Vorsicht geboten.

Vor diesem Hintergrund raten FUCHSBRIEFE nicht dazu "blind" einen ETF auf den MDAX zu kaufen. Aussichtsreicher sind unseres Erachtens aktiv gemanagte Mittelstandsfonds (z.B. ISIN: DE 000 A14 XN5 9). Auch die regelmäßigen Empfehlungen von FUCHS-Kapital ermöglichen es Ihnen fundiert die Chancen kleinerer Unternehmen wahrzunehmen.

Ähnlicher Befund in den USA

Ein ähnliches Bild zeigt sich ebenso in den USA. Hier waren die „Magnificient 7“, also die sieben größten Unternehmen des S&P 500, maßgeblich für die Rendite verantwortlich (FB vom 22.10.2023). Sie sind für zwei Drittel des Wertzuwachses des US-Börsenindex verantwortlich.

Fazit: Der Befund unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung von Qualitätskriterien und fundamentalen Marktdaten bei der Auswahl von Einzelaktien.
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