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Batterietechnik in vielen Facetten

Varta liefert von Smart Labels bis zur Autobatterie für Apple

Varta wagt den Einstieg in die Produktion von Batterien für E-Autos. Copyright Pixabay
Ein echter Batterie-Profi ist Varta aus Baden-Württemberg. Ob drahtlose Kopfhörer, Akkus für Bohrmaschinen und Mähroboter oder Strom für Insulinpumpen und Messgeräte in der Industrie – all dies funktioniert mit Batterien von Varta. Demnächst sollen auch Akkumodule für Elektroautos aus den Werkshallen rollen. Das ist aber nur ein kleiner Teil des lukrativen Varta-Geschäfts.

Das Geschäft mit der Elektromobilität ist derzeit der größte Hoffnungsträger für Varta. Bereits im März kündigte Varta den Einstieg in die Produktion von Batterien für E-Autos an. Neuartige Zellen sollen zum Ende des Jahres am Stammsitz in Ellwangen auf einer Pilotlinie produziert werden. Die neue Batterie könnte vor allem bei Fahrzeugen im Premiumsegment zum Einsatz kommen. Einen ersten Kunden aus der Autoindustrie haben die Schwaben bereits an Land gezogen. Dem Vernehmen nach soll es "ein Premium-Autohersteller aus Süddeutschland" sein.

Daneben stehen noch weitere Interessenten auf der Matte. So soll es Gespräche mit Apple geben. Die Kalifornier treiben offensichtlich die Entwicklung eines Elektroautomobils voran. Die Batterien mit der Bezeichnung V4 Drive erzielen außergewöhnliche Leistungsdaten. So soll das Laden in sechs Minuten möglich sein. Varta steht hier technologisch weit an der Spitze. Davon zeugt auch die geplante Zusammenarbeit mit dem Roboterhersteller Softbank Robotics. Die Schwaben statten hier einen Roboter mit ihren Batterien aus, der Gesichter erkennen und mit dem Nutzer kommunizieren kann.

Von Smart Labels bis zu Autobatterien für Apple

Ein weiteres extrem spannendes Geschäftsfeld, an dem Varta gerade arbeitet, sind sogenannte Smart Labels. Bei denen wird die Batterie direkt auf  Papier gedruckt. Selbst gedruckte Lithium-Ionen-Zellen sind schon in Arbeit. Die Anwendungsgebieten sind riesig, etwa für intelligente Pflaster am Handgelenk um verschiedene Körperfunktionen überwachen zu können.

Das extrem dynamische Wachstum der vergangenen Jahre hat sich inzwischen etwas beruhigt. Im ersten Quartal 2021 stieg der Umsatz lediglich um 2,9% auf 204 Millionen Euro. Der Nettogewinn lag mit 24 Mio. Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Doch Großaktionär (ca. 56%) und Aufsichtsratschef Dr. Michael Tojner gibt sich für die zweite Jahreshälfte optimistisch. Dank neuer Aufträge für Lithium-Ionen-Knopfzellen soll wieder größeren bringen. 

Erstmals Dividende und noch viel Phantasie

Erstmals seit dem Börsengang zahlt Varta nun eine Dividende von 2,48 Euro. Gemessen am aktuellen Kurs errechnet sich eine Ausschüttungsrendite von rund 1,8%. Günstig ist die Aktie zwar nicht (KGV: 31,44). Doch vom Batterie-Profi dürfen wir wohl noch so einiges erwarten, daher sukzessive einsteigen.

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