Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1226
Produktcheck: Aktia EM Frontier Bond+

Frontier-Staaten im Fokus

Das aktuelle Marktumfeld wird zunehmend volatil, daher suchen Anleger nach Märkten, die nach wie vor Wachstum versprechen. Frontier-Staaten - also Staaten knapp unterhalb der Schwellenländer - bieten solche Wachstumschancen. Mit dem Aktia EM Frontier Bond+ kann man in diese investieren.

Anleger müssen auf der Suche nach attraktiven Renditechancen inzwischen weit über den Tellerrand schauen. Trotz moderater Zinserhöhungen in den USA werfen bonitätsstarke Anleihen noch immer keine adäquaten Zinsen ab. Aktieninvestments notieren in der Nähe historischer Höchststände. Und nach zehn Jahren Dauerhausse sind vor allem US-Dividendentitel nicht mehr günstig. Hier steigt die Gefahr von Kursschwankungen und Kursverlusten an.

Anleihen aus sogenannten Frontier-Staaten in lokaler Währung können eine Anlagealternative sein. Einerseits sind diese Bonds attraktiv verzinst, andererseits partizipieren Investoren an möglichen Währungsgewinnen. Frontier-Staaten sind Länder, die sich wirtschaftlich ähnlich stark entwickeln können wie die Schwellenländer Brasilien oder Indien. Zur Gruppe der Frontier-Staaten zählen z. B. Nigeria, Ägypten, Uganda, Argentinien, Sri Lanka, Pakistan. Daneben gehören auch Bulgarien, Rumänien oder Kasachstan dazu.

Diese Länder weisen ein dynamisches Wirtschaftswachstum auf. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet z. b. für Ghana mit Wachstumsraten von jährlich rund sieben Prozent. Allerdings benötigen alle Frontier-Staaten Geld für Investitionen in Infrastruktur oder Bildung, um ihr Potential nutzen zu können und den wirtschaftlichen Sprung nach vorn zu schaffen. Das nötige Geld für diese Projekte beschaffen sich die Staaten am Kapitalmarkt. Die in lokaler Währung ausgegebenen Anleihen werden zum größten Teil von regional tätigen Banken oder heimischen Investoren erworben.

Chancen und gleichzeitig Diversifikation

Lokal-Währungsanleihen dieser Länder eignen sich gut zur Diversifikation des Portfolios. Neben attraktiven Zinseinkünften durch hohe Kupons gibt es auch noch die Chance auf Währungsgewinne. Der finnische Fondsmanager Aktia Asset Management hat sich in Skandinavien einen sehr guten Namen in dem Metier gemacht. Insbesondere die große Expertise für das Risikomanagement in Schwellenländern ist sehr gut. Nun hat das Haus gemeinsam mit Universal-Investments eine Anlagelösung entwickelt, die auf Lokal-Währungsanleihen dieser Frontier Staaten fokussiert. Mit dem

Aktia EM Frontier Bond+ Investmentfonds können Anleger an den Chancen dieser Assetklasse partizipieren.
Fondsmanager Jetro Siekkinen verfolgt bei der Auswahl der Investments einen makrogetriebenen fundamentalen Ansatz. So spielen die ESG-Kriterien bei der Auswahl der investierbaren Länder eine große Rolle. Länder, deren ethische, sozialen oder Umweltstandards nicht ausreichend entwickelt sind, finden keinen Eingang in das Portfolio. Investiert wird auch nur in Staatsanleihen oder Papiere supranationaler Organisationen. Der Fokus der Investments liegt auf lukrativen Realrenditen in den Frontier Markets unter Berücksichtigung von Inflationserwartungen und dem jeweiligen Zyklus der Geldpolitik des Landes.

So entsteht ein diversifiziertes Bondportfolio aus Anleihen in lokaler Währung von aktuell rund 45 Einzeltiteln. Auf die zehn größten Einzelinvestments entfällt rund ein Fünftel des Fondsvermögens, darunter Staatsanleihen aus Nigeria (ca. 3,86%), der Dominikanischen Republik (ca. 1,95%), Ghana (ca. 2,5%) oder Namibia (ca. 2%) und Uruguay (ca. 2,4%).
Der durchschnittliche Kupon beträgt 5,86%. Die durationsgewichtete Durchschnittsrendite liegt sogar über 7%. Die Staatsanleihen des Local Currencies Debt-Portfolios weisen ein durchschnittliches Rating von „BBB" (lower medium grade) aus und haben eine durchschnittliche Restlaufzeit von knapp drei Jahren.

Der Aktia EM Froniert Bond+ kann zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von max. 5% börsentäglich direkt über die KVG erworben werden. Ein Börsenhandel der Fondsanteile findet nicht statt. Die laufenden Kosten betragen rund 1,93% p.a. Zinseinkünfte werden einmal jährlich ausgeschüttet.

kap190314_5-6

i

Aktia EM Frontier Bond+

Auflagedatum: 16.11.2017

Stärken-Schwächen-Profil

  • breit diversifiziertes Anleiheportfolio aus Anleihen von Frontier Staaten in lokaler Währung

FUCHS-Bewertung 3/5A

Bewertungsfazit: Das Anlagekonzept des Aktia EM Frontier Bond+ gefällt uns gut. Anleger bekommen hier einen Zugang zu Frontier-Anleihen in Lokaler Währung, der sonst eher institutionellen Investoren vorbehalten ist. Das noch junge Alter des Fonds lässt noch keine valide Einschätzung hinsichtlich des Chance/Risiko-Profils zu. Aufgrund des Fokus auf Investments in exotischen Währungen müssen Investoren sich jedoch auf höhere Kursschwankungen einstellen.

Produktcharakteristika

Fondsvolumen: 278,77 Mio. EUR

  • Asset Manager (Aktia AM) mit langjähriger Erfahrung und Expertise im Bereich Schwellenländerbonds

Ausschüttungsart: ausschüttend

  • Zinsanteile werden ausgeschüttet

Börsenhandel: nein

  • kein Börsenhandel der Anteile

Gesamtkostenquote (TER): 1,93% p.a.

  • höheres Währungsrisiko (gleich höhere Chance)

Anlagestrategie: Rentenfonds, investiert fokussiert in Anleihen aus Frontier-Staaten in lokaler Währung

Fazit: Der Aktia EM Frontier Bond+ Investmentfonds eignet sich für risikobereite Anleger, die die Chancen von Frontier-Anleihen in lokaler Währung nutzen möchten. Aufgrund der geringen Korrelation mit anderen Assetklassen diversifiziert der Fonds ein Portfolio sehr gut.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • HypoVereinsbank, TOPS 2022, Beratungsgespräch und Vorauswahl

HypoVereinsbank: Viele Fragen, doch wenige Antworten

Wie schlägt sich die HypoVereinsbank im Markttest TOPS 2022? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Lange Tradition, schon viele Umbruchsituationen mitgemacht, den Kunden sauber abgeklopft – und doch reicht es nicht zur Qualifikation für die Endrunde bei der HVB. Das Haus ist einfach nicht bereit, die "letzte Meile" für den Kunden zu gehen.
  • Fuchs plus
  • Gericht erweitert Pflichtinformationen

Massenentlassungen: Aus Soll wird Muss

Eine Büroangestellte packt ihre Sachen in eine Kiste. Symbol für Kündigung. Copyright: Pexels
Die Wirksamkeit einer ordentlichen Kündigung kann von der Vollständigkeit der Massenentlassungsanzeige (notwendig bei fünf Entlassungen in einem Monat) gegenüber dem Arbeitsamt abhängen. Ein Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts (LAG) sorgt jetzt für Irritationen bei dem eingespielten Verfahren.
  • Fuchs plus
  • „Ich habe keine Ahnung und mich hat auch niemand gefragt“

Probleme bei der Umsetzung nachhaltiger Anlagestrategien

Pflanzen formen ein Fragezeichen auf einer einsamen Insel. Copyright: Pixabay
Nachhaltigkeit in der Geldanlage ist ein großer Trend. Viele Anleger wollen auf den Zug aufspringen, stoßen dabei aber auf hohe Hürden. Das sind zum Teil ganz banale Gründe. Vor allem in der Finanzberatung ist noch erheblich Luft nach oben.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • ODDO BHF Aktiengesellschaft, TOPS 2022, Beratungsgespräch und Vorauswahl

ODDO BHF: Professionell aber nicht individuell

Wie schlägt sich ODDO BHF im aktuellen Markttest der Prüfinstanz? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Die ODDO BHF Aktiengesellschaft ist einer der großen europäischen Player in der Finanzwelt. Durch taktische Übernahmen wächst die ODDO Gruppe stetig weiter. Kann ein so großes und starkes Institut einem beunruhigten Kunden die Sicherheit geben, die er sich wünscht?
  • Fuchs plus
  • Pan American Silver Corp.

Ertragreiche Mine vor Wieder-Eröffnung

Eine Mine aus der Vogelperspektive. Copyright: Pexels
Pan American ist einer der größten Silber-Explorer der Welt. Nun deutet sich an, dass eine ihrer größten und effizientesten Minen bald wieder eröffnet werden könnte. Das dürfte das Ergebnis und die Aktie noch beflügeln.
  • Fuchs plus
  • HypoVereinsbank, TOPS 2022, Beratungsgespräch und Vorauswahl

HypoVereinsbank: Viele Fragen, doch wenige Antworten

Wie schlägt sich die HypoVereinsbank im Markttest TOPS 2022? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Lange Tradition, schon viele Umbruchsituationen mitgemacht, den Kunden sauber abgeklopft – und doch reicht es nicht zur Qualifikation für die Endrunde bei der HVB. Das Haus ist einfach nicht bereit, die "letzte Meile" für den Kunden zu gehen.
Zum Seitenanfang