Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1082
Produktcheck: grundbesitz europa RC

Immobilienfonds mit fast 50 Jahren Geschichte

Wenn ein Fonds seit fast 50 jahren besteht, dann spricht allein das dafür, dass dieser wohl einiges richtig zu machen scheint. Tatsächlich kann der Fonds mit einer stabilen Entwicklung bei geringer Volatilität glänzen. Chapeau und weiter so.

Anleger, die Wert auf regelmäßige Rückflüsse aus ihren Investments legen, haben es aktuell schwer. Bei Festverzinslichen decken die Zinsen die Inflationsrate schon lange nicht mehr ab. Dividendenpapiere können die Lücke zwar teilweise füllen. Doch viele dieser Titel sind inzwischen fundamental nicht mehr günstig. Zudem steht das Risiko einer heftigen Börsenkorrektur im Raum. Somit drohen Kapitalverluste.

Eine Alternative ist die Anlage in Sachwerte wie Wohn- und Gewerbeimmobilien. Diese sind langfristig wertstabil und bieten durch regelmäßige Mieteinnahmen ebenfalls kontinuierliche Mittelrückflüsse. Für private Anleger ist hier vor allem die Investition in offene Immobilienfonds interessant. Über solche Fonds erhalten sie Zugang zu einem breit diversifizierten Immobilienportfolio, das darüber hinaus von professionellen Immobilien-Experten verwaltet und bewirtschaftet wird.

Jahrzehntelange Erfahrung

Ein offener Immobilienfonds, der bereits seit knapp 50 Jahren mit stabilen und regelmäßig attraktiven Erträgen aufwarten kann, ist der „grundbesitz europa". Der von der DWS aufgelegte Fonds konzentriert sich auf lukrative Gewerbe- und Büroimmobilien innerhalb Europas.

Aktuell besteht das breit diversifizierte Fondsportfolio aus 67 Objekten in zehn Ländern. Die Mehrzahl der Investments (ca. 56,5%) sind Büro & Praxis-Immobilien. Rund ein Drittel des Fonds besteht aus Einzelhandelsimmobilien, auf Lager- und Logistikimmobilien entfallen rund 5,2%. Der Rest verteilt sich auf Hotels (0,7%) sowie sonstige Immobilien. Das können Stellplätze, Kommunikationsanlagen, Wohnungen usw. sein (Anteil 6,3%).

Deutschland im Fokus

Regional konzentriert sich der grundbesitz europa auf Deutschland. Hierzulande sind ca. 27,1% des Fondsvolumens investiert. In Großbritannien sind es 26%, in Frankreich 14,4% sowie Spanien und Portugal 11,3%. Gewerbeimmobilien in aufstrebenden Staaten wie Polen oder Ungarn machen rund aktuell 10,5% des Fondsvermögens aus. Die Vermietungsquote der Objekte beträgt rund 95%.

Der Fonds verfolgt eine aktive Anlagepolitik. Im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 wurden insgesamt 7 neue Objekte in vier Ländern mit einem Volumen von rund 690 Mio. Euro für das Immobilienportfolio erworben. Dem gegenüber steht der Verkauf einer Immobilie in Frankreich für rund 80 Mio. Euro.

Die Ankaufpolitik des Fonds, die sowohl auf sektorale und geografische Diversifikation als auch auf unterschiedliche Risikoklassen setzt, zahlt sich aus. So überzeugt der grundbesitz europa seit Jahren mit soliden Wertsteigerungen. Seit Auflegung des Fonds im Oktober 1970 hat der Fonds für seine Anleger rund 1.300% Rendite erwirtschaftet. Pro Jahr entsprecht das im Durchschnitt immerhin 5,6%. Die Wertschwankungen (Volatilität) ist bei solchen Immobilienfonds erfahrungsgemäß gering. Im grundbesitz europa liegt die 10-Jahres-Volatilität gerade einmal bei 0,66% p.a.

Regelmäßige und solide Ausschüttungen

Einmal im Kalenderjahr schüttet der Fonds die Erlöse aus Immobilienverkäufen und Mieterträgen an die Fondsinhaber aus. Zuletzt gab es 1,04 Euro je Fondsanteil. Gemessen am aktuellen Preis entspricht dies einer Ausschüttungsrendite von soliden 2,6%.

Fondsanteile des offenen Immobilienfonds können zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von max. 5,00% börsentäglich über die KVG erworben werden. Mit einem Kauf über einen deutschen Börsenplatz lassen sich die Anlagekosten sogar noch deutlich reduzieren. Hier liegt der Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis) gerade einmal bei etwa 0,1%. Die laufenden Kosten (TER) betragen schmale 1,05% p.a. Erfolgsabhängige Vergütungen oder ähnliche Zusatzgebühren fallen ebenfalls nicht an.

kap190529_5-6

i

grundbesitz europa RC

Auflagedatum: 27.10.1970

Stärken-Schwächen-Profil

  • erstragsorientierte Anlagestrategie

FUCHS-Bewertung 4/5

Bewertungsfazit: Der Anlageansatz des offenen Immobilienfonds grundbesitz europa überzeugt seit Jahren mit einer soliden Wertentwicklung bei zugleich niedriger Volatilität. Anleger erhalten hier eine Beteiligung an einem regional und sektoral breit diversifizierten Immobilienportfolio an substanzstarken und rentablen europäischen Gewerbeimmobilien. Regelmäßige und stabile Ausschüttungen machen den Fonds vor allem für einkommensorientierte Investoren interessant.

Produktcharakteristika

Fondsvolumen: 7,113 Mrd. EUR

  • regelmäßige und stabile Ausschüttungen

Ausschüttungsart: ausschüttend

  • breit diversifiziertes Immobilienportfolio

Börsenhandel: ja

  • günstige Kostenquote

Gesamtkostenquote (TER): 1,05 % p.a.

Anlagestrategie: offener Immobilienfonds mit Fokus auf europäische Gewerbeimmobilien

Fazit: Der grundbesitz europa RC eignet sich für langfristig orientierte und konservative Investoren, die neben einer stabilen Wertentwicklung des Portfolios großen Wert auf kontinuierliche und attraktive Ausschüttungen legen. Der Fonds eignet sich als stabilisierende Komponente in einem breit diversifiziertem Investmentdepot. Auch für Stiftungen ist der Fonds langfristig interessant.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Strukturwandel bewältigt

Essen bietet Investitionschancen

Essen hat den Strukturwandel gut bewältigt. Besonders als Verwaltungsstadt, in der viele große Unternehmen ihren Sitz haben, bietet die Stadt viele gut bezahlte Arbeitsplätze. Der Südteil der Stadt bietet viele Grünanlagen und zieht Einwohner an.
  • Fuchs plus
  • Betriebsräte können Personalakten nur mit Zustimmung der Arbeitnehmer einsehen

Personalakte ist auch für den Betriebsrat tabu

Elektronische Personalakten sollen dabei helfen, den Verwaltungsaufwand zu verringern und zu beschleunigen. Ganz praktisch ist dann, wenn bei mitbestimmungspflichtigen Vorgängen auch der Betriebsrat einen unmittelbaren Zugang zur Personalakte hat. Aber lässt sich das mit den Persönlichkeitsrechten des Beschäftigten überhaupt vereinbaren?
  • Fuchs plus
  • EU-Projekt soll Digitalisierung voranbringen

Neue Standards für Einkaufssoftware

Fehlende sowie zu viele unterschiedliche technische Standards werden oft als Hemmnisse ins Feld geführt, wenn es mit der Digitalisierung im Unternehmen nicht so recht vorangeht. 9 Länder erarbeiten in einem Projekt, wie Einkauf und elektronische Beschaffungslösungen diverser Dienstleister endlich vernünftig harmonieren.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Strukturwandel bewältigt

Essen bietet Investitionschancen

Essen hat den Strukturwandel gut bewältigt. Besonders als Verwaltungsstadt, in der viele große Unternehmen ihren Sitz haben, bietet die Stadt viele gut bezahlte Arbeitsplätze. Der Südteil der Stadt bietet viele Grünanlagen und zieht Einwohner an.
  • Fuchs plus
  • Kleinreparaturklausel hilft beiden Mietvertragsparteien

Grundsatzentscheidung: Welche Reparaturen muss der Mieter bezahlen?

Wer übernimmt welche Instandhaltungskosten in der Mietwohnung, das ist ein ewiger Streitpunkt mit dem Vermieter. Ausgesprochen hilfreich ist deshalb eine verabredete Kleinreparaturklausel im Mietervertrag. Nur wie sollte die aussehen?
  • Fuchs plus
  • Kein gesondertes Kündigungsrecht für vom Vermieter zur Verfügung gestellten Breitbandkabelanschluss

Kabelanschluss kann der Mieter nicht einfach kündigen

Mehr als 33 Mio. Haushalte haben einen Breitbandkabelanschluss. In vielen vermieteten Wohnungen ist das inzwischen Standard. Ein selbsternannter Robinhood des Wettbewerbs wollte nun erreichen, dass nach Ablauf von zwei Jahren Mieter ihren Vertrag kündigen können. Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm blitzte der Kämpfer allerdings ab.
Zum Seitenanfang