Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1427
Produktcheck: WWAM Marathon Renten

Rendite mit Unternehmensanleihen

Wer sein Geld auf einem Sparkonto deponiert, der kann ihm derzeit sprichwörtlich beim Schmelzen zuschauen. Unternehmensanleihen können gerade so noch einen Werterhalt bei überschaubaren Risiken generieren. Schwierig, aber möglich. Genau das beweist der WWAM Marathon Renten Fonds.

Anleger, die kurz- oder mittelfristig Geld parken wollen, werden noch lange Zeit schlechte Karten haben. Klassische Tages- und Festgelder rentieren nahe null. Die Minizinsen gleichen schon lange nicht mehr die Geldentwertung (Inflation) aus.

Viele Anleger schichten ihr Geld daher in Geldmarktfonds um und erhoffen sich eine bessere Verzinsung als bei Tagesgeld. Laut aktueller BVI Investmentstatistik sind derzeit rund 17,6 Mrd. Euro in diesen täglich verfügbaren Fonds investiert. Doch auch hier hinterlässt die akute Niedrigzinspolitik ihre Spuren.

Die Rechnung geht aber leider nicht auf. Rentabel sind Euro-Geldmarktfonds seit geraumer Zeit nicht mehr. Im vorigen Jahr haben Anleger mit Euro-Geldmarktfonds im Schnitt rund 0,3% verloren. Während der letzten drei Jahre lag die durchschnittliche jährliche Rendite bei minus 0,28% p.a. – vor Inflation.

Auf dem Girokonto sollte dennoch nur eine absolut nötige Liquiditätsreserve geparkt werden. Freie Mittel, die nicht für das kurzfristige Tagesgeschäft verwendet werden, sollten in gut gemanagte Rentenfonds investiert werden. Hier sind zwar die Anlagerisiken etwas höher als bei Tagesgeld und Geldmarktfonds. Auf mittlere Sicht sind aber auch positive Realrenditen erzielbar.

Expertise aus Frankfurt am Start

Ein sehr guter Rentenfonds mit einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung ist der WWAM Marathon Renten. Der Fonds wurde von der Frankfurter Vermögensverwaltung Wallrich Wolf Asset Management AG initiierte. Er richtet sich vor allem an Zinssparer, die auch im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine attraktive und auskömmliche Rendite anstreben und bereits sind, auf kurze Sicht gewisse Risiken einzugehen.

Anlageschwerpunkt des breit gestreuten Rentenportfolios bilden Senior-Unternehmensanleihen aus Europa mit einem Non-Investmentgrade-Rating (BB- und B-Rating). Diese beinhalten zwar ein höheres Ausfallrisiko, bieten im Ausgleich dazu aber entsprechend höhere Zinszahlungen als klassische Anleihen erster Bonität. Darüber hinaus kann der Fonds in Nachrang-Anleihen von Industrie- und Finanzunternehmen investieren. Die Beimischung von Investmentgrade-Bonds sowie das Halten einer strategischen Cash-Reserve sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Anlagestrategie.

Eigens entwickeltes Modell zur Titelauswahl

Fondsmanager Ottmar Wolf verlässt sich bei der Bewertung von Unternehmensanleihen auf ein selbst entwickeltes Credit-Scoring-Modell. Während die führenden Rating-Agenturen zur Beurteilung der Bonität in der Regel eine Finanzanalyse durchführen, die sich auf die letzten drei Jahresabschlüsse sowie die jüngsten Quartalsberichte konzentriert, richtet Wolf seinen Blick in die Zukunft. Das qualitativ ausgerichtete Scoring-Modell fokussiert auf die Stärke des Geschäftsmodells und erst in zweiter Linie auf die Bilanz.

Mit knapp 50 Einzeltiteln ist das Rentenportfolio des Fonds breit diversifiziert. Gut ein Viertel des Fondsvermögens steckt in den zehn größten Einzelpositionen. Darunter befinden sich z. B. Anleihen der Norddeutsche Landesbank Girozentrale, des israelischen Pharmariesen Teva Pharmaceutical und der Parfümeriekette Douglas. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Bonds beträgt rund 8,2 Jahre, die offene Fremdwährungsquote liegt bei ca. 8%.

Beeindruckende Entwicklung

Seit Auflage des Fonds im September 2015 ist der Wert der Fondsanteile um rund 19% gestiegen. Damit ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Rendite von etwa 4,8%. Zinserträge sowie Kursgewinne werden einmal im Jahr an die Fondsinhaber ausgeschüttet. In diesem Jahr lag die Ausschüttung bei 4,00 Euro je Anteil. Gemessen am aktuellen Fondspreis errechnet sich damit eine Ausschüttungsrendite von rund 3,77%.

Der WWAM Marathon Renten Investmentfonds kann ohne Ausgabekosten börsentäglich direkt über die KVG erworben werden. Die jährlichen laufenden Kosten (TER) liegen bei etwa 0,71%.

kap190606_5-6

i

WWAM Marathon Renten

Auflagedatum: 15.09.2015

Stärken-Schwächen-Profil

  • breit diversifiziertes Rentenportfolio

FUCHS-Bewertung 5/5

Bewertungsfazit: Der vermögensverwaltende Anlageansatz des WWAM Marathon Renten zielt auf eine über dem Tagesgeld liegende Rendite ab. Dieses Ziel wurde seit Auflage des Fonds im Jahr 2015 bislang deutlich übertroffen. Hier spielt das hauseigene Scoring-System zum Auffinden attraktiver Unternehmensanleihen seine Trümpfe aus. Positiv hervorzuheben ist darüber hinaus die schlanke Kostenstruktur (kein AA, günstige TER). Dafür gibt es volle Punktzahl.

Produktcharakteristika

Fondsvolumen: 11,86 Mio. EUR

  • regelmäßige Ausschüttungen

Ausschüttungsart: ausschüttend

  • keine Ausgabekosten

Börsenhandel: ja (Fondsbörse Hamburg)

  • vergleichsweise niedrige laufende Kosten (TER)

Gesamtkostenquote (TER): 0,71 % p.a.

  • höheres Risiko, aber auch höhere Chance als bei bonitätsstarken Anleihen

Anlagestrategie: Rentenfonds, Fokus auf höher verzinste Non-Investmentgrade-Anleihen + Nachrang-Anleihen

  • kurzfristig höhere Schwankungen (Volatilität) möglich

Fazit: Der WWAM Marathon Renten eignet sich für mittel- und langfristige Investoren, die eine chancenorientierte Anlage im Rentenbereich als „Tagesgeld-Ersatz suchen und etwas höhere Risiken akzeptieren.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • DIHK lädt zur Diskussion ein

Investitionsschutz für den Ukraine-Aufbau

Ukraine. © Harvepino / Getty Images / iStock
Noch tobt der Ukraine-Krieg, aber bereits jetzt gibt es Überlegungen, wie die Ukraine wieder aufgebaut werden kann. Für Unternehmen eine relevante Frage: Wie lassen sich Risiken abmildern? Um diese Fragen zu klären, lädt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Ende Januar zum Gespräch ein.
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit Finanzoo

Anglogold verkaufen

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ist sogar noch weiter gelaufen. Die automatische Bilanzanalyse von Finanzoo zeigt nun aber an, dass die Aktie fundamental in die Überbewertung hineinläuft. Wir realisieren unseren Gewinn.
  • Fuchs plus
  • Moskau fragt in Stockholm nach Ermittlungsergebnissen

Schweden schweigt zu Anschlag auf Nord Stream

(c) picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner
Was geschah bei der Sprengung von Nord Stream 2 und wer ist dafür verantwortlich? Diese Frage beschäftigt noch immer viele Menschen und auch den russischen Generalstaatsanwalt. Der hatte jetzt erneut eine Anfrage an die schwedischen Ermittlungsbehörden gestellt. Doch die ignorieren die Anfrage wiederholt. Eine Antwort an Moskau würde Schweden massiv gefährden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Währung Tschechiens hängt Euro und Dollar ab

Gutes Umfeld, aber Widerstand voraus

Tschechische Krone. © cnb.cz
Die tschechische Krone kennt weiter nur eine Richtung: nach oben. Seit unseren jüngsten Empfehlungen ist die CZK kräftig gestiegen. Erstaunlich: Die Währung legte sowohl gegenüber dem Euro als auch gegenüber dem Dollar kräftig zu. Wie ist nun die weitere Perspektive?
  • Fuchs plus
  • Gute Nachrichten für Brasiliens Kaffee-Bauern

Preis-Rallye bei Kaffee auf tönernen Füßen

© mica chouette / Fotolia
Das untypische Wetter der vergangenen Wochen führt plötzlich dazu, dass aus einem Jahr mit erwartet geringer Kaffee-Ernte ein unerwartet gutes Jahr werden dürfte. Das wird auch auf den Preis durchschlagen.
  • Fuchs plus
  • Peru und China sind Preistreiber

Kupferpreis steigt deutlich

© magann / stock.adobe.com
Chinas Rohstoffhunger erwacht, gleichzeitig gibt es Ausfälle beim wichtigen Kupferlieferanten Peru. Das alles treibt die Preise. Anleger fragen sich nun aber, wie lange sie die Rallye noch fahren sollten. FUCHS-Devisen liefert Antworten.
Zum Seitenanfang