Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1011
Produktcheck: WWAM Marathon Renten

Rendite mit Unternehmensanleihen

Wer sein Geld auf einem Sparkonto deponiert, der kann ihm derzeit sprichwörtlich beim Schmelzen zuschauen. Unternehmensanleihen können gerade so noch einen Werterhalt bei überschaubaren Risiken generieren. Schwierig, aber möglich. Genau das beweist der WWAM Marathon Renten Fonds.

Anleger, die kurz- oder mittelfristig Geld parken wollen, werden noch lange Zeit schlechte Karten haben. Klassische Tages- und Festgelder rentieren nahe null. Die Minizinsen gleichen schon lange nicht mehr die Geldentwertung (Inflation) aus.

Viele Anleger schichten ihr Geld daher in Geldmarktfonds um und erhoffen sich eine bessere Verzinsung als bei Tagesgeld. Laut aktueller BVI Investmentstatistik sind derzeit rund 17,6 Mrd. Euro in diesen täglich verfügbaren Fonds investiert. Doch auch hier hinterlässt die akute Niedrigzinspolitik ihre Spuren.

Die Rechnung geht aber leider nicht auf. Rentabel sind Euro-Geldmarktfonds seit geraumer Zeit nicht mehr. Im vorigen Jahr haben Anleger mit Euro-Geldmarktfonds im Schnitt rund 0,3% verloren. Während der letzten drei Jahre lag die durchschnittliche jährliche Rendite bei minus 0,28% p.a. – vor Inflation.

Auf dem Girokonto sollte dennoch nur eine absolut nötige Liquiditätsreserve geparkt werden. Freie Mittel, die nicht für das kurzfristige Tagesgeschäft verwendet werden, sollten in gut gemanagte Rentenfonds investiert werden. Hier sind zwar die Anlagerisiken etwas höher als bei Tagesgeld und Geldmarktfonds. Auf mittlere Sicht sind aber auch positive Realrenditen erzielbar.

Expertise aus Frankfurt am Start

Ein sehr guter Rentenfonds mit einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung ist der WWAM Marathon Renten. Der Fonds wurde von der Frankfurter Vermögensverwaltung Wallrich Wolf Asset Management AG initiierte. Er richtet sich vor allem an Zinssparer, die auch im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine attraktive und auskömmliche Rendite anstreben und bereits sind, auf kurze Sicht gewisse Risiken einzugehen.

Anlageschwerpunkt des breit gestreuten Rentenportfolios bilden Senior-Unternehmensanleihen aus Europa mit einem Non-Investmentgrade-Rating (BB- und B-Rating). Diese beinhalten zwar ein höheres Ausfallrisiko, bieten im Ausgleich dazu aber entsprechend höhere Zinszahlungen als klassische Anleihen erster Bonität. Darüber hinaus kann der Fonds in Nachrang-Anleihen von Industrie- und Finanzunternehmen investieren. Die Beimischung von Investmentgrade-Bonds sowie das Halten einer strategischen Cash-Reserve sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Anlagestrategie.

Eigens entwickeltes Modell zur Titelauswahl

Fondsmanager Ottmar Wolf verlässt sich bei der Bewertung von Unternehmensanleihen auf ein selbst entwickeltes Credit-Scoring-Modell. Während die führenden Rating-Agenturen zur Beurteilung der Bonität in der Regel eine Finanzanalyse durchführen, die sich auf die letzten drei Jahresabschlüsse sowie die jüngsten Quartalsberichte konzentriert, richtet Wolf seinen Blick in die Zukunft. Das qualitativ ausgerichtete Scoring-Modell fokussiert auf die Stärke des Geschäftsmodells und erst in zweiter Linie auf die Bilanz.

Mit knapp 50 Einzeltiteln ist das Rentenportfolio des Fonds breit diversifiziert. Gut ein Viertel des Fondsvermögens steckt in den zehn größten Einzelpositionen. Darunter befinden sich z. B. Anleihen der Norddeutsche Landesbank Girozentrale, des israelischen Pharmariesen Teva Pharmaceutical und der Parfümeriekette Douglas. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Bonds beträgt rund 8,2 Jahre, die offene Fremdwährungsquote liegt bei ca. 8%.

Beeindruckende Entwicklung

Seit Auflage des Fonds im September 2015 ist der Wert der Fondsanteile um rund 19% gestiegen. Damit ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Rendite von etwa 4,8%. Zinserträge sowie Kursgewinne werden einmal im Jahr an die Fondsinhaber ausgeschüttet. In diesem Jahr lag die Ausschüttung bei 4,00 Euro je Anteil. Gemessen am aktuellen Fondspreis errechnet sich damit eine Ausschüttungsrendite von rund 3,77%.

Der WWAM Marathon Renten Investmentfonds kann ohne Ausgabekosten börsentäglich direkt über die KVG erworben werden. Die jährlichen laufenden Kosten (TER) liegen bei etwa 0,71%.

kap190606_5-6

i

WWAM Marathon Renten

Auflagedatum: 15.09.2015

Stärken-Schwächen-Profil

  • breit diversifiziertes Rentenportfolio

FUCHS-Bewertung 5/5

Bewertungsfazit: Der vermögensverwaltende Anlageansatz des WWAM Marathon Renten zielt auf eine über dem Tagesgeld liegende Rendite ab. Dieses Ziel wurde seit Auflage des Fonds im Jahr 2015 bislang deutlich übertroffen. Hier spielt das hauseigene Scoring-System zum Auffinden attraktiver Unternehmensanleihen seine Trümpfe aus. Positiv hervorzuheben ist darüber hinaus die schlanke Kostenstruktur (kein AA, günstige TER). Dafür gibt es volle Punktzahl.

Produktcharakteristika

Fondsvolumen: 11,86 Mio. EUR

  • regelmäßige Ausschüttungen

Ausschüttungsart: ausschüttend

  • keine Ausgabekosten

Börsenhandel: ja (Fondsbörse Hamburg)

  • vergleichsweise niedrige laufende Kosten (TER)

Gesamtkostenquote (TER): 0,71 % p.a.

  • höheres Risiko, aber auch höhere Chance als bei bonitätsstarken Anleihen

Anlagestrategie: Rentenfonds, Fokus auf höher verzinste Non-Investmentgrade-Anleihen + Nachrang-Anleihen

  • kurzfristig höhere Schwankungen (Volatilität) möglich

Fazit: Der WWAM Marathon Renten eignet sich für mittel- und langfristige Investoren, die eine chancenorientierte Anlage im Rentenbereich als „Tagesgeld-Ersatz suchen und etwas höhere Risiken akzeptieren.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • So rechnet der Betrieb richtig

Wenn Urlaub zu Geld wird

Urlaub ist laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) zur Erholung da. Daher darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter diese Zeit eigentlich auch nicht in Geld umwandeln. Aber es gibt Ausnahmen: Wird das Arbeitsverhältnis beendet und es gibt noch ungenutzte Ansprüche, sind diese in Geld auszuzahlen. Nur: Wie berechnen sich die abgegoltenen Urlaubtage?
  • Fuchs plus
  • BMWi schüttet das Füllhorn aus

Neues Förderprogramm zur Digitalisierung

Ein neues Programm des BMWi fördert Digitalisierungsvorhaben. Die Palette reicht von Hardware, über Software bis hin zu Fortbildungen.
  • Im Fokus: Vegane Aktien

Alternative Ernährung bringt Gewinn

Immer mehr Menschen leben vegan. Copyright: Pexels
Vegane Lebensmittel erleben einen wahren Boom. Abgesehen von einigen Highflyern wie Beyond Meat profitieren aber noch einige mehr Unternehmen von dem Trend. Viele davon sind einer breiten Masse von Anlegern aber noch nicht bekannt. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Beseitigungspflicht besteht auch bei typischem Nutzerverhalten

Dübellöcher beim Auszug gehen gar nicht

Sie sind klein, rund, häßlich und meist auch nicht selten – Dübellöcher. Wer Bilder, Lampen, Schränke und Regale befestigen will, der kommt um sie nicht herum. Die Frage ist nur, was mit ihnen geschieht, wenn ein Mietverhältnis endet. Muss der Mieter vor dem Auszug die Löcher in der Wand verschließen oder nicht?
  • Fuchs plus
  • Fahrstuhl zählt zum vertragsmäßigen Gebrauch einer Wohnung

Kaputter Aufzug begründet Mietminderung

Anstatt viele Stufen im Treppenhaus zu steigen, ist das Leben mit einem Lift viel angenehmer. Was früher Luxus war, ist inzwischen durch die Bauordnungen der Länder vorgeschrieben. In Berlin beispielsweise bei Neubauten mit mehr als Stockwerken. Ausgesprochen ärgerlich ist allerdings, wenn der Aufzug defekt ist und ausfällt. Welche Pflichten hat der Vermieter in diesem Fall?
  • Fuchs plus
  • Mit Vertical Sky können Bebauungslücken geschlossen werden

Das Windrad wird neu erfunden

Die neue Windturbine Vertical Sky von Agile Wind Power. Copyright: Agile Wind Power
Strom in Deutschland ist teuer. Immer mehr Unternehmen und Kommunen setzen daher auf Eigengewinnung. Das ist oft mit hohem Aufwand insbesondere wegen des Emissionsschutzrechtes und der Abstandsgebote verbunden. Ein Startup aus der Schweiz kann nun Abhilfe schaffen.
Zum Seitenanfang