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Bank Julius Bär & Co. AG | TOPs 2016 - Beratungsgespräch

Beratung, die auch Laien verstehen

Erfahren und Kompetent: Grün für Julius Bär
„Solid. Passioniert. Engagiert. Der Excellence verpflichtet. Das ist Julius Bär.“ Das soll die Schweizer Privatbank gern unter Beweis stellen. Sind wir am Ende wohl bullish für die Bären?
„Solid. Passioniert. Engagiert. Der Excellence verpflichtet. Das ist Julius Bär.“ Mit diesen starken Worten, platziert unter einer beeindruckenden Schweizer Berglandschaft, empfängt uns die Bank Julius Bär auf ihren Internetseiten. Das Motiv begleitet den Besucher, auch wenn sich die Berge auf den Folgeseiten zurückziehen. Auch andere Inhalte verschwinden und wechseln ihren Platz, während man sie betrachtet. Das ist sicherlich modern, kann den Betrachter aber auch anstrengen. Offenbar will uns die Traditionsbank Julius Bär, die schon seit 125 Jahren den Markt für Private Banking in Europa mitbestimmt, signalisieren: Wir gehen mit der Zeit. Der Einstieg in den Internetauftritt ist jedenfalls übersichtlich gestaltet, wir finden sofort unter dem Punkt „Dienstleistungen und Lösungen“ erste Informationen und Hinweise. Auch die Berater entdecken wir nach einigem Suchen, leider sind zu den Namen der Betreffenden keine Fotos gestellt worden. Das ist schade, weil es sicher vielen Kunden so wie uns geht: Wir wollen gern vorher einen Eindruck von der Person bekommen, die wir in einer so speziellen Angelegenheit wie der Anlage einer größeren Geldsumme kontaktieren wollen. International beschäftigt die Julius Bär Gruppe, die sich in der Hand verschiedener Aktionäre befindet, mehr als 5.000 Mitarbeiter, davon gut 1.000 Berater in 25 Ländern. Vor allem der Kauf und die Integration des Merrill Lynchs International-Wealth-Management-Geschäft außerhalb der USA hat der Bank wichtige Impulse verliehen. Trotz Größe, lesen wir, will man dem Prinzip der persönlichen Betreuung treu bleiben. Und das außer in Zürich auch in Dubai, Frankfurt, Genf, Hongkong, London, Lugano, Monaco, Montevideo, Moskau, Singapur bis Tokio. Unseren Transparenzfragebogen beantwortet die Bank.

Sie nimmt jedoch nicht am FUCHS Performance-Pprojekt von Dr. Jörg Richter und Verlag Fuchsbriefe teil, in dem sich 110 Vermögensverwalter über den Zeitraum von 5 Jahren in ihrem Können messen.

Der Kunde und sein Anliegen

Die Testkunden der Private Banking Prüfinstanz sind vermögend und Multimillionäre. Aber sie bringen zunächst nur eine halbe Million zur Anlage mit. Ihr persönlicher Hintergrund ist sehr unterschiedlich. Gemein ist ihnen jedoch, dass sie für ein jüngeres Familienmitglied in der nächsten Generation mal Sohn oder Tochter, mal Nichte oder Neffe die Zukunft finanziell absichern wollen. Hier geht es zur ausführlichen Schilderung des Testfalls.

Das Beratungserlebnis

Es gibt offenbar nur einen Berater bei Julius Bär in Zürich, der als Gesprächspartner für uns und unser Anliegen infrage kommt. Er ist noch im Urlaub als wir anrufen und so werden wir vertröstet. Das Gespräch mit dem Kollegen dauert etwa zehn Minuten und dreht sich nur um grundlegende Informationen. Er spricht dann die weitere Terminierung mit „unserem“ Berater ab. Wir senden per Mail eine Bestätigung und erhalten eine Antwortmail mit einer Skizze, wie wir in Zürich zur Bank finden. Wie es bei wichtigen Terminen manchmal so ist: Trotz bester Vorbereitung kommt es zu einer Verspätung. Unser Flug verzögert sich. Somit „landen“ auch wir mit zeitlicher Verzögerung im Domizil der Bank Bär. Dennoch werden wir sehr nett empfangen und in einen angenehm klimatisierten, eleganten Beratungsraum geführt. Dort haben bereits zwei Berater Platz genommen und warten auf uns. Wir sind ein wenig überrascht, denn wir hatten nur mit einem Gegenüber gerechnet. Sie schaffen dennoch auf Anhieb eine ausnehmend freundliche, angenehme Atmosphäre. Es ist schon später Nachmittag, aber beide Herren geben uns das Gefühl, jede Menge Zeit für uns zu haben. Wie wir später erfahren, betreut ein Berater rund 40 bis 60 Kunden im Private Banking – ein angemessener Schlüssel. Die Berater stellen sich kurz vor. Dann stecken wir noch einmal ausführlich unsere Anlageziele fest. Die Tatsache, dass wir mit den 500.000 Euro zunächst nur etwa 10% unseres Vermögens in die Hände der Bank Julius Bär legen wollen, wird akzeptiert. Um die eine Million Euro als Zielgröße zu erreichen, wollen wir monatlich maximal 5.000 Euro zuzahlen, teilen wir den Beratern mit. Ausführlich diskutieren wir unseren Kenntnis- und Erfahrungsstand, was Anlagen im Wertpapierbereich betrifft. Dieser ist gering. Bisher haben wir nur in Immobilien und Bankeinlagen investiert. Entsprechend unsicher sind wir, was etwas riskantere Anlageformen betrifft. Wir geben zu Protokoll, dass wir ab einem Verlust von sieben bis acht Prozent unruhig werden und eine sofortige Kontaktaufnahme vonseiten der Bank erwarten. Mit einem Verlust von mehr als 15% können wir nicht umgehen, entlocken uns die Berater, nachdem sie uns noch einmal konkret anhand eines einfachen Beispiels vor Augen geführt haben, was dies bedeutet. Wir präferieren keine Anlageform, wollen aber keine allzu komplexen Konstrukte. Hedgefonds sollen möglichst außen vor bleiben. Innerhalb des Bankkonzerns werden in der Schweiz eigene Investmentprodukte hergestellt (Zertifikate, Portfoliofonds). Die Bank Julius Bär stellt jedoch keine eigenen Produkte her und verfolgt einen "Best-in-class"-Ansatz. Mit der Abspaltung des Asset Management Geschäfts (GAM Holding AG) im Oktober 2009 hat Julius Bär sich umfassend der offenen Produktarchitektur verschrieben. Auch die Fonds der GAM Holding AG (welche teilweise noch den JB Brand weiterhin führen) würden demselben Auswahl- und Empfehlungsprozess unterworfen wie sonstige Drittfonds, verspricht das Haus. Zum Ende der Laufzeit, so unser Wunsch, soll das Verlustrisiko weitgehend abgebaut sein. Die Berater stellen sich sehr gut auf unser geringes Vorwissen ein, hören genau zu und fragen in einer Art und Weise nach, die wir als angemessen – nicht bohrend, aber auch nicht flach – empfinden. Sie entwickeln erste Ideen, die uns ansprechen. So verweisen sie zum Beispiel auf die Möglichkeit, Vermögensanteile vorab zu verschenken. Es geht im Weiteren auch um das gesamte Familienvermögen, das wir aber – wie schon gesagt – nicht einbeziehen wollen, um ein Testament und insgesamt um die Familienverhältnisse. Dabei agieren die Berater gründlich und systematisch, aber zugleich diskret und versuchen die konzentrierte Situation immer wieder aufzulockern. Wir fühlen uns mit unserem Anliegen verstanden und dabei unterstützt. Die Gebühren bringen wir nicht zur Sprache. Im Anlagevorschlag wird jedoch ein Satz von unter einem Prozent angegeben, was wir für Schweizer Verhältnisse für günstig halten. Grundsätzlich legt sich die Bank bei den Standradkonditionen nur innerhalb einer Bandbreite von 0,75% bis 1,4% fest. Die Spannweite bezieht sich auf ein All-in-Angebot mit Auskehrung aller Provisionen, die die Bank von dritter Seite erhält. Die konkrete Preisfestlegung ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig wie z.B. der gewünschten Reportinghäufigkeit, der Art der Kundenbeziehung, der gewünschten Restriktionen, usw. Im weiteren Verlauf des Gesprächs kommen noch wichtige steuerliche Anmerkungen. Wird der Betrag von 1 Mio. in acht Jahren verschenkt, kämen wir damit deutlich über den heute geltenden Freibetrag von 400.000 Euro für den Sohn. Würden wir bereits heute die Schenkung vornehmen, könnte die Steuerzahlung unter Umständen vermieden werden. Wir verlören allerdings die Kontrolle über das Geld. Alternativ denken sie über den Einsatz einer ausländischen fondsgebundenen Lebensversicherung nach. Diese wäre insbesondere in unserem Todesfall von Vorteil, denn so würde der eingezahlte Betrag nicht in die allgemeine Erbmasse fallen und unter den Erben aufgeteilt werden. Hier sollten wir jedoch ein Testament machen, um die direkte Zuweisung im Erbfall zu gewährleisten. Nachteil: Mit der Versicherung sind zusätzliche Kosten verbunden, verschweigen die Berater nicht. Wir fühlen uns in guten Händen.

Die Nachbetreuung

Auch nach unserem Gespräch und der Übersendung des Anlagevorschlages sind die Berater vor allem eins: zuverlässig. Die Telefonate, die sie ankündigen, kommen prompt an. Termine werden korrekt eingehalten. Besonders angenehm fällt uns auf, dass selbst dann die Anrufe zuverlässig ankommen, wenn wir uns im Ausland aufhalten. Die Mails, die uns die Berater zusenden, belegen, dass beide sicher gehen wollen, dass wir alles verstanden haben und per Post alles bei uns angekommen ist. Auch nachdem wir abgesagt haben, bleiben die Berater freundlich und verständnisvoll. Wie vereinbart erhalten wir pünktlich per Expresssendung unseren persönlichen Anlagevorschlag in zweifacher Ausführung sowie eine Gesprächszusammenfassung und Präsentationsunterlagen von unserem Gespräch in der Bank. Wir finden, dass der Anlagevorschlag sehr übersichtlich gestaltet und auch für uns als Laien gut verständlich ist. Darüber hinaus freuen wir uns, dass uns noch ein Alternativvorschlag zugesandt wird.

Fazit: Als Laien in Bezug auf die Wertpapier-Anlage treffen wir bei Julius Bär in Zürich mit unserem Anliegen auf einfühlsame, erfahrene und kompetente Berater, die den insgesamt hervorragenden Eindruck, den das Haus hinterlässt, unterstreichen. „Solid. Passioniert. Engagiert. Der Excellence verpflichtet.“ Ja, so könnte Bär „unsere Privatbank“ werden. Wenn der Anlagevorschlag uns ebenso überzeugt. Die Qualifizierungsampel steht auf Sattgrün.

Hinweis: Die erreichte Gesamtpunktezahl sowie den Vergleich mit rund 100 weiteren Anbietern lesen Sie im November im FUCHS-Report „TOPs 2016“.

Fakten:

(Angaben des Hauses, Stand: 31.12.2014)

Bank Julius Bär & Co. AG
Bahnhofstr. 36, CH - 8010 Zürich
www.juliusbaer.com

Gesellschafter:

Gesellschafter mit mehr als 3% Anteil sind:
  • MFS Investment Management 9,98%
  • Harris Associates L.P. 5,33%
  • Wellington Management Company LLP 5,03%
  • Thornburg Investment Management 4,99%
  • Davis Selected Advisers L.P. 4,97%
  • BlackRock, Inc. 4,97%
  • Bank of America Corporation 3,76%
  • Veritas Asset Management LLP 3,16%
  • Norges Bank 3,01%

Zentrale Geschäftsfelder: Ganzheitliche Vermögensberatung, Vermögensverwaltung

Alleinstellungsmerkmal / Versprechen an den Kunden:

„Julius Bär ist die führende Private-Banking-Gruppe der Schweiz. Wir vereinen ein umfassendes Dienstleistungsangebot, hohe Beratungskompetenz, eine vollständig offene Produktplattform. Unsere breite internationale Präsenz sowie das geschätzte schweizerische Qualitätserbe machen uns zu einem einzigartigen Private-Banking-Erlebnis für anspruchsvolle Kunden aus aller Welt.“

verwaltete Kundenvermögen: 241 Mrd. Euro

Kundenzahl: k. A.

Dienstleistungsangebot:

  • (ganzheitliche) Vermögensberatung
  • Vermögens-/wertpapierverwaltung (Depotmanagement) mit eigener Strategie
  • Offshore-Vermögensverwaltung
  • Stiftungsmanagement/Stiftungsservices
  • Family Office
  • Custody Services
  • Nachfolgeplanung
  • Cross Border-Vermögensberatung

Produkte in der Vermögensverwaltung:

  • Aktien, Renten, Immobilien offene Immobilienfonds), Hedgefonds, Zertifikate, ETF
  • Weitere: u. a. Rohstoffe und Edelmetalle (als Zertifikate oder Fonds), Private Equity

Hauseigene Produkte: Innerhalb des Konzernes werden in der Schweiz eigene Investmentprodukte hergestellt (Zertifkate, Portfoliofonds). Die Bank Julius Bär stellt keine eigenen Produkte her.

Research:

Fremdresearch:
  • Offizielle Statistiken, Zentralbanken und staatliche Institutionen
  • Daten- und Informationsservices: Datastream, Bloomberg, Reuters, IBES,
  • MSCI, Bond Radar, Lipper Fund, Thomson One, MacroPacific, Fund
  • Information Tool (ifunds), Morningstar, Eureka Hedge
  • Research-Institutionen (KOF, FERI, BCA, GaveKal, Moody's )
  • Andere Banken und Broker
  • Diverse Medien
Eigenresearch:
  • Volkswirtschaftliche Analysen und Strategie-Research
  • Rohstoff-Research
  • Fixed Income-Research
  • Aktien-Research
  • Fund Research (Long-only & Hedge Funds)

Standardkonditionen: bei einer ausgewogenen Risikostruktur und einem Anlagevolumen von

  • 1,1 Mio. Euro: 0,75 % zzgl. MwSt.
  • 3,1 Mio. Euro: 0,7 % zzgl. MwSt.
  • 5,1 Mio. Euro: 0,65 % zzgl. MwSt.
„all in“ unter Auskehrung aller Provisionen.

Hinweis: Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.

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