Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1434
Silber bleibt unterbewertet

Der lange Weg aus dem Tal

Während der Goldpreis steigt (siehe Artikel), kommt der Silberpreis einfach nicht aus seinem Tal. Das ist ungewöhnlich. Fundamental erscheint der Preis völlig unterbewertet.

Der „kleine Bruder" des Goldes hat sogar noch größeres Aufwärtspotential. Zwar kletterte auch der Silberpreis im Dezember kräftig und übersprang einen hartnäckigen Widerstand bei 14,70 USD je Feinunze. Dennoch ist Silber weiterhin vergleichsweise günstig bewertet. Noch im November war der Silberpreis unter die Marke von 14 USD je Feinunze abgetaucht und notierte so tief wie seit zwei Jahren nicht mehr. Inzwischen handelt das Edelmetall mit rund 15,60 USD je Feinunze knapp 12% höher als im November. Seit Jahresbeginn 2018 steht jedoch weiterhin ein Kursverlust von gut 8% zu Buche.

Trotz des jüngsten Preisanstiegs hat Silber seine Unterbewertung gegenüber Gold kaum abgebaut. Die Gold-Silber-Ratio notiert mit aktuell rund 83 weiterhin auf historisch hohem Niveau. Dieses Verhältnis gibt an, wie viele Unzen Silber zum Kauf einer Unze Gold benötigt werden. Das gilt als wichtige Kennzahl, um eine Über- oder Unterbewertung im Verhältnis zum anderen Edelmetall zu erkennen. Ein Gold-Silber-Ratio über 80 weist im historischen Kontext auf eine deutliche Unterbewertung von Silber im Vergleich zu Gold hin. Das langjährige Mittel liegt in etwa bei Werten um 50.

Aus charttechnischer Sicht ist dem Silberpreis mit dem Sprung über die Marke von 14,70 USD je Feinunze ein wichtiger Befreiungsschlag gelungen. In der zweiten Jahreshälfte 2018 wurden Aufwärtsbewegungen bei Silber auf diesem Niveau noch regelmäßig ausgebremst. Nun gelang sogar der Sprung über die 200-Tage-Linie (aktuell bei rund 15,15 USD). Auch wenn der Abwärtstrend noch nicht vollständig abgeschlossen ist: Der Bodenbildungsprozess bei Silber kommt in Gang. Auch die Saisonalität spricht in den kommenden Monaten für steigende Silberpreise (siehe www.seasonalcharts.com/classics_silber.html).

Fazit: Wer unserer Empfehlung gefolgt ist (FD vom 16.11.18, ISIN: DE 000 A0N 62F 2), sichert aufgelaufene Buchgewinne nun mit einem Stopp um 14,70 USD ab. Der frühere Widerstand sollte nun eine Unterstützung sein.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Chart der Woche vom 17.6.2021

Allianz im Klettermodus

Allianz im Klettermodus. Copyright Pixabay
Technisch orientierte Anleger bringen sich bei der Aktie der Allianz SE in Stellung. Der Kurs des Versicherungsriesen klettert zum Ende der Woche über einen wichtigen Widerstand und markiert ein neues Rekordhoch. Trendfolgende Anleger nutzen diesen Ausbruch.
  • Fuchs plus
  • Chinas Tor zur Welt ist geschlossen

Der Lockdown wirft Hongkong weit zurück

Der Lockdown wirft Hongkong weit zurück. Copyright: Pexels
Seit 1997 ist Hongkong kein britisches Protektorat mehr, sondern gehört wieder zu China. Peking hält sich aber nicht an die Vereinbarungen, dem "verwestlichten" Hongkong die versprochenen Freiheiten zu lassen. Das hat den Finanzplatz bereits empfindlich getroffen. Nun stellt sich ein neues Problem als noch größeres heraus.
  • Fuchs plus
  • Starkes Entrée und bereitwillige Auskünfte

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Bei Donner & Reuschel erlebt der Stiftungskunde viel Licht – und leider auch Schatten. Während der Anlagevorschlag weitestgehend ein Genuss ist, werden an anderer Stelle wertvolle Punkte durch schlechte Vorbereitung liegen gelassen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Gute Nachrichten für Nippons Exporteure

Fed belastet den Yen

Fed belastet den Yen. Copyright: Pixabay
Die Fed-Ankündigung hat den Yen am Mittwoch gehörig unter Druck gebracht. Ist das Währungspaar nun ausgereizt oder "kommt da noch was?" Zu einer anderen Währung hat der Yen hingegen Rückenwind.
  • Non-fungible Token revolutionieren den Kunstmarkt

Spotify wird vom Riesen zum Streaming-Giganten

Spotify wird Streaming-Gigant. Copyright: Pixabay
Streaming hat vor 15 Jahren den Niedergang der Musik Industrie gestoppt, jetzt kann Musik wie auch andere digitale Kunst per NFT digital direkt vom Künstler erworben und auch offline gehört werden. Mit seiner Reichweite ist Spotify der ideale Marktplatz für die exklusive Hörerlebnisse, Teilnahme an Online-Konzerten und den Erwerb von Musik per NFT.
  • Fuchs plus
  • Wann kommt der massive Vorstoß in die Finanzdienstleistungsbranche?

Finanzregulatoren nehmen BigTech fest in den Blick

Wann kommt der massive Vorstoß in die Finanzdienstleistungsbranche? Copyright: Pexels
Alle Welt wartet darauf, dass die großen IT- und Internetkonzerne ihr Wissen über Kunden nutzen, um in den Finanzdienstleistungsmarkt vorzudringen. Den Regulierern schwant nicht viel Gutes.
Zum Seitenanfang