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Innovationsregionen mit guten Wachstumschancen

Viele Immobilien-Eigentümer denken über Verkauf nach

© Gerhard Seybert / Fotolia
Innovationen sind üblicherweise Sache der Großstädte. Aber in Deutschland gibt es auch kleinere Städte und ländliche Regionen, die sehr innovativ sind. Dort können sich Investitionen in Wohnimmobilien lohnen, denn die innovativen Unternehmen aus den Regionen ziehen überregional Mitarbeiter an.

Der Immobilienmarkt bleibt weitgehend unter Druck. Denn das Umfeld hat sich noch nicht wieder verbessert. Die Finanzierungskonditionen sind weiter hoch, wenn auch in den vergangenen Wochen leicht rückläufig. 10-jährige Zinsbindungen kosten derzeit durchschnittlich 3,70% (Vormonat 3,90%). Allerdings sind auch die Baupreise weiter kräftig gestiegen. Sie gingen um 8,8% nach oben. Auch die politische Unsicherheit ist mit der Verschiebung des Heizungsgesetzes noch nicht vom Tisch. Insgesamt hat sich die ""Erschwinglichkeit" von Immobilien somit weiter leicht verschlechtert.

Das untermauert der BIGNITE Immoindex, den FUCHSBRIEFE exklusiv nutzen können. Die in Echtzeit auf wichtigen Immobilienportalen abgefragten Indikatoren zeigen an, dass die Nachfrage nach Immobilien im Juni bundesweit stagniert hat. Das trifft auf alle von uns beobachteten Marktsegmente zu (Luxusimmobilien, Ferienhäuser, Zinshäuser usw.). 

Viele Eigentümer denken über Verkauf nach

Das Immobilien-Angebot ist im gleichen Zeitraum dagegen deutlich gestiegen. Vor allem bei klassischen Eigentumswohnungen sehen wir einen signifikanten Anstieg der Angebote. Der hat allerdings noch nicht zu größeren Preiszugeständnissen geführt. Die Verkäufer orientieren sich mit ihren Preisvorstellungen noch stark an den jüngst erreichten Verlaufshochs und wollen die neue Marktrealität seitens der Zinsen noch nicht akzeptieren. Das dürfte dazu führen, dass sich Verkäufer und Käufer oft nicht einig werden.

Auffällig ist auch, dass auf der Angebotsseite verstärkt nach Themen wie Spekulationsfristen und steuerlichen Fragen gesucht wird. Das deutet darauf hin, dass eine gewisse Zahl von Eigentümern aktiv über einen Verkauf ihrer Immobilien nachdenkt. Dahinter scheint die Ahnung zu stecken, dass der Preishöhepunkt überschritten ist und die Preise noch weiter fallen könnten. Darum beschäftigen sich potenzielle Verkäufer mit relevanten Steuerthemen. 

Südschwarzwald mit guten Aussichten

Attraktiv im aktuellen Marktumfeld sind Standorte, die ein Innovations-Potenzial haben. Denn Innovationen sind die Grundlage für zukünftiges Wirtschaftswachstum. Traditionell finden Innovationen in Großstädten statt. Dort sind die Universitäten und Forschungszentren, in denen neue Entwicklungen erdacht werden. Daraus entstehen Unternehmen, die häufig schneller wachsen als andere. 

In Deutschland gibt es einige sehr innovative kleinere Städte und ländliche Regionen, so das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Diese Standorte sind auch für Immobilienkäufer interessant. Besonders aussichtsreich sind die Kreise Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen. Hier liegen die Immobilienpreise laut Postbank Wohnatlas 2023 bei etwa 2.500 bis 3.000 Euro/ m². An zweiter Stelle der Kreise mit hohem Anteil innovativer Unternehmen liegen Karlsruhe (Stadt und Landkreis), Baden-Baden mit Preisen um 3.500 bis 4.500 Euro und Rastatt (3.000 bis 3.500 Euro/m2).

Gütersloh und Paderborn und die Bodenseeregion ist vorne mit dabei

Eine ähnlich hohe Rate an innovativen Unternehmen haben die Kreise Gütersloh, Paderborn (je zwischen 2.500 und 3.000 Euro/m2), der Hochsauerlandkreis und Soest (je zwischen 2.000 und 2.500 Euro/m2). Gleichauf liegen die Bodenseeregion. In Konstanz, Ravensburg liegen die Immobilienpreise bei je 3.500 bis 4.500 Euro/mim  Bodenseekreis und Lindau bei je 4.500 bis 10.000 Euro/m2 und in Sigmaringen bei 2.500 bis 3.000/m2.  
Fazit: Einige ländliche Regionen in Deutschland weisen durch ihre innovativen Gründungen besonders gute Zukunftschancen auf. Daher werden zunächst die Immobilienpreise nicht so stark sinken und früher, als anderswo wieder ansteigen.
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