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Renaissance einer Stilepoche

Art déco gefragt

Anfang des vorigen Jahrhunderts Ausdruck der Moderne, jetzt wieder gefragt: Die Investition in Art déco lohnt, doch beim Kauf ist Vorsicht angebracht.
Die Stilepoche Art déco (1920 bis 1940) wird von Käufern wieder stärker nachgefragt. Dieser Stil bezog sich auf Einrichtungsgegenstände, Mode, Autos sowie Architektur. Sie wurde in Paris und New York ungemein erfolgreich. Es wurden aber auch etliche Zeichnungen, Plakate oder Gemälde im Stil des Art déco angefertigt. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich auch wieder die Skulpturen der Stilrichtung. Wer in dieses Segment als Sammler einsteigen möchte, findet dafür recht gute Möglichkeiten. So gibt es auf Auktionen oder im spezialisierten Handel etwa bernsteinfarbige Karaffen mit sechs Trinkgläsern für ca. 200 Euro. Eine Tischlampe von Schneider Paris (1925) ist für ca. 500 Euro zu haben. Es sind sogar ganze Zimmereinrichtungen im Angebot. Der Sammelanfänger dieses Stils muss aber aufpassen, dass er keine Jugendstil-Stücke erwirbt. Diese sind in ihrer Form verschlungener als die geometrisch geformten Objekte des Art déco. Designernamen wie Eileen Gray oder Jean-Michel Frank bzw. Jacques-Émile Ruhlmann sind eine solide Bank.

Fazit: Die Stilrichtung des Art déco stößt bei einer wachsenden Zahl von Kunstsammlern und Liebhabern wieder auf Interesse. Da dem Art déco ein eindeutiges, zugrundeliegendes Stilmerkmal oder eine stilbildende Anschauung fehlt, sollten sich Interessenten ein wenig mit der Recherche befassen. Schnelle Preissteigerungen sind aber nicht zu erwarten, da die Stilrichtung gerade erst neu entdeckt wird.

Hinweis: Einen guten Überblick bietet das Berliner Bröhan-Museum. Dort werden Möbel, Porzellan, Glas und Keramik des Art déco gezeigt.

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