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Die Familie für den Ernstfall abgesichert wissen

Vorsorgen für den Fall der Fälle

Niemand denkt gern darüber nach aber jeder kann urplötzlich aus dem Leben gerissen werden. Für die Hinterbliebenen kommen neben dem emotionalen Schock dann auch noch oft finanzielle Sorgen hinzu. Wer sich vorher absichert, wird immerhin nicht damit belastet.

Wer mitten im Leben steht, beschäftigt sich ungern mit dem Tod. Für einen jungen und gesunden Menschen liegt das Ende des Lebens so weit in der Zukunft, dass er verständlicherweise nicht daran denken möchte. Doch nicht immer meint das Schicksal es gut. Wenn der Hauptverdiener der Familie schon in jungem Alter verstirbt, dann hat er häufig nicht vorgesorgt.

Sven und Silke Söhnke, beide 35 Jahre alt, sind glücklich verheiratet und freuen sich über die Entwicklung ihrer zwei Kinder. Der Ehemann ist Freiberufler und hat mit Unterstützung seiner Frau erfolgreich eine Firma aufgebaut. Sein Einkommen liegt im Spitzensteuerbereich. Ein Vermögen, mit dem die Familie im Fall des Falles abgesichert wäre, gibt es allerdings nicht. Vielmehr haben die Eheleute ihr Geld in die Renovierung des von den Eltern übertragenen Einfamlienhauses gesteckt.

Die Söhnkes sind eng befreundet mit dem Ehepaar Felter. Vor einigen Wochen erhielten sie die schockierende Nachricht: Herr Felter ist bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Die Ehefrau hat ihren Mann, die beiden Kinder haben ihren Vater verloren. Zur Trauer kommen finanzielle Sorgen, denn es existiert nur eine kleine Lebensversicherung. Der Familie droht der soziale Abstieg. Der Schock veranlasst die Söhnkes, über die eigene Versorgung nachzudenken. Falls der Ernährer stirbt, sollen Frau und Kinder nicht in Armut stürzen. Sie sollen ihren Lebensstandard beibehalten können, ohne dass Silke arbeiten muss. Eine Versicherung soll für die Familie aufkommen – und zwar bis zum Tode der Ehefrau. Mit dieser Absicht wenden sich beide an ihre Finanzplanerin.

Vorsorge für den Todesfall ist teuer

Beim Abschluss einer Versicherung, die den Hinterbliebenen eine lebenslange Rente garantiert, sind viele Fragen zu beantworten. Die Frage nach der Höhe der Versorgung beantwortet Sven mit „monatlich 5.000 € für alle Lebenshaltungskosten". Da seine Frau 35 Jahre alt ist, verbleiben ihr noch 65 Jahre bis zum fiktiven Todesalter 100. Das liegt zwar weit über der statistischen Lebenserwartung. Doch eine 86-Jährige braucht Geld, auch wenn ihre Altersgenossen schon gestorben sind. Um das Versorgungsziel zu erreichen, muss die Versicherungssumme 2.800.000 € betragen. Das Ehepaar ist überrascht. Doch die Zahlen stimmen: Die Planerin rechnet mit 5% Rendite vor Steuern, das sind 3,68% nach Abgeltungsteuer und Soli. Die Inflation hat sie mit jährlich 2,5% kalkuliert. Ist Silke 100 Jahre alt, ist das Geld verbraucht.

Nun errechnet die Beraterin die Prämie der Risikolebensversicherung. Schließen die Eheleute sie bei einem günstigen Direktversicherer ab, müssen sie knapp 5.000 € pro Jahr bezahlen. Die Prämienzahlungen enden mit dem 65. Lebensjahr des Familienvaters. Mit einem so hohen Wert haben die Söhnkes nicht gerechnet.

Um die Prämie zu drücken, lassen die Söhnkes günstigere Varianten durchrechnen. Denkbar wäre die Verkürzung der Versicherungslaufzeit. Da ihr Haus renoviert ist, können sie nun mit der Vermögensplanung beginnen. In 20 oder 25 Jahren sollte dann soviel angespart sein, dass keine Versicherung mehr einspringen muss. Eine kürzere Versicherungslaufzeit macht sich in der Tat im Geldbeutel bemerkbar: Eine 20-jährige Versicherungslaufzeit reduziert die Prämie auf 2.650 € jährlich. Die Variante mit 25 Jahren Laufzeit kostet 3.550 €.

Der technisch einjährige Tarif

Die Finanzplanerin bringt noch eine weitgehend unbekannte Variante ins Spiel – den „technisch einjährigen" Tarif. Hier kalkuliert die Versicherungsgesellschaft den Vertrag für einen 35-Jährigen so, als würde er nur ein Jahr lang laufen. Gleichzeitig wird eine Verlängerungsoption vereinbart. Im nächsten Jahr wird die Prämie erneut für ein Jahr kalkuliert, jetzt aber für einen 36-Jährigen, danach für einen 37-Jährigen usw.. Das Verfahren reduziert die Prämien in den ersten Jahren massiv. 2.800.000 € Versicherungssumme kosten so im ersten Jahr nur 1.600 €. Dafür steigt die Prämie in den Folgejahren deutlich an. 2018 zahlen die Eheleute 2.600 €. Erst 2024 erreicht die Jahresprämie 5.000 € – den Wert, der nach der ersten Lösung von Anfang an zu zahlen gewesen wäre.

Für das Ehepaar Söhnke ist der „technisch einjährige" Tarif die beste Lösung, um für sich vorzusorgen. Leider sind solche Angebote nur auf Nachfragen von den Versicherungen zu erhalten. Zum Schluss gibt die Finanzplanerin noch einen wichtigen Hinweis: Die Versicherung sollte Frau Söhnke, nicht Herr Söhnke abschließen. Dann ist sie Versicherungsnehmerin, ihr Mann die versicherte Person. Im Todesfall fließt die Versicherungssumme ihr erbschaftsteuerfrei zu. Ansonsten würde der Fiskus auf die Versicherungsleistung zugreifen. Entscheidend ist bei dieser Lösung, dass die Frau die Prämien von ihrem Konto bezahlt. Sonst könnte es im Trauerfall noch Stress mit dem Finanzamt geben.

Fazit: Risikoversicherungen sind eine Sache fürs Leben. Entsprechend umsichtig sollten Sie vorgehen. Neben der geeigneten Variante sollten Sie auch bei der Auswahl der Versicherung besondere Sorgfalt walten lassen.

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