Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
775
Arbeitszimmer

Selbständigkeit reicht

In Sachen Absetzbarkeit eines häuslichen Arbeitszimmers zeigen sich die Richter neuerdings großzügig.
Beim Arbeitszimmer zeigen sich die Richter neuerdings großzügig. Sie erkannten jetzt einem Arbeitnehmer für dessen selbständige Tätigkeit als Schriftsteller die Höchstgrenze steuerlicher Absetzbarkeit von 1.250 Euro p.a. zu. Und dies, obwohl er als Arbeitnehmer einen voll genutzten Arbeitsplatz im Betrieb hatte (BFH, Urteil vom 25. April 2017, Az. VIII R 52/13). Damit wird die Intention des Gesetzgebers weiter eingeschränkt. Ihm zufolge sollte das ausschließlich beruflich genutzte häusliche Arbeitszimmer Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung sein. Nur dann darf der Steuerzahler die vollen Aufwendungen von der Steuer absetzen. Das war die fiskalische Antwort auf die unzähligen Arbeitszimmer, die namentlich die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes wie Lehrer (und Richter!) steuerlich zu nutzen vorgaben.

Gemischte Nutzung schadet nicht

Der Höchstbetrag von 1.250 Euro gilt laut BFH nun auch für gemischt genutzte Zimmer. In dem Fall arbeitete ein Arbeitnehmer zwar überwiegend im Betrieb, aber auch als Angestellter zuhause. Und eben obendrein als selbständiger Schriftsteller. Letzteres reicht aus, um die 1.250 Euro absetzbar zu machen.

Fazit: Holen Sie sich als angestellter Geschäftsführer eine Steuernummer für eine selbständige Tätigkeit und Sie sind beim Steuerabzug dabei.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • China-Flugverkehr

Schon bald wieder China-Flüge

Schon sehr bald dürfte es wieder möglich sein nach China zu fliegen. Die chinesische Regierung bemüht sich intensiv darum. Und greift zu unorthodoxen Maßnahmen.
  • Fuchs plus
  • Die hohen Kosten der Energiewende

Fehlinvestitionen ins europäische Gasnetz

Die Länder der EU planen zu hohe Investitionen ins Gasnetz. Sie sind in einer Zwickmühle. Kurzfristig müssen die europäischen Gaslieferanten ersetzt werden. In den nächsten Jahrzehnten wird die Nachfrage nach Erdgas aber stark zurückgehen.
  • Fuchs plus
  • Es ist nicht alles rabenschwarz

Da geht noch was

Einen Wirtschaftseinbruch von bis zu 20,6 Prozentpunkte. Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich massiv verschlechtert. Der vorläufige ifo Geschäftsklimaindex ist im März auf 87,7 Punkte eingebrochen – der stärkste Rückgang seit 1991 und der niedrigste Wert seit August 2009. Dennoch gibt es immer wieder Gründe, den Kopf nicht hängen zu lassen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kryptowährungen als öffentliches Gut

Die soziale Seite der Digitalwährungen

Freie Kryptowährungen wie Bitcoin & Co. sind objektiv betrachtet eher ein öffentliches Gut als das Geld des Staates, das in Wirklichkeit das exklusive Geld der Banken und Eliten ist.
  • Fuchs plus
  • Auf Jahre hinweg Einwohnerwachstum

Erfurt mit ordentlichen Renditen

Erfurt als attraktiver Immobilienstandort Bildquelle: Pixabay
Erfurt hat sich in den jüngsten Jahren wirtschaftlich gut entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ist gering. Elektronikindustrie, Logistik und Dienstleister bieten inzwischen viele gut bezahlte Arbeitsplätze. Die Stadt wächst. Dennoch sind die Immobilien-Preise noch im Rahmen. Die Renditen liegen über jenen der großen Städte.
  • Fuchs plus
  • Irreführende Online-Werbung ist rechtswidrig

Keine Werbung mit Selbstverständlichkeiten

“Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen”, diese Regel (Bestellerprinzip) gilt im Immobiliengeschäft für die Maklerprovision seit Juni 2015. Üblicherweise übernimmt der Vermieter von Wohnraum seit dieser Zeit die Maklercourtage. Aber was passiert, wenn eine Onlineplattform so tut, als sei das etwas Besonderes und damit dann auch noch wirbt?
Zum Seitenanfang