Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1302
Neues zum Steuermodernisierungsgesetz

Der Steuerzahler wird gläserner

Die Modernisierung der Steuerverwaltung bekommt mehr Drive. Noch ist die totale EDV-Verarbeitung aber Zukunftsmusik.
Das Steuermodernisierungsgesetz ist ein weiterer Schritt hin zum gläsernen Steuerzahler. Einige Neuerungen, die sich das Haus von Wolfgang Schäuble (CDU) ausgedacht hat und die 2017 in Kraft treten sollen, haben es diesbezüglich in sich.
  • Nicht allein das örtliche Finanzamt darf künftig eine Steuererklärung bearbeiten. Es kann weitere Ämter um Mithilfe bitten.

  • Die Steuerfahndung kann elektronisch aufbereitete Unterlagen bundesweit abrufen und über Bundesländergrenzen hinaus von sich aus tätig werden.

  • Bei der Bearbeitung von Steuererklärungen soll die Wirtschaftlichkeit beachtet werden, heißt: Wo mehr zu holen ist, wird zügiger gearbeitet. Weniger „rentable“ Steuerbescheide dauern länger.

  • Der Anteil der rein edv-technisch bearbeiteten Steuererklärungen soll deutlich steigen. Die bisherige Prüfung des Finanzamtes, wie ein Steuerzahler besser gestellt werden könnte, entfällt.

  • Steuerklärungen müssen künftig erst am 28. Februar des Folgejahres eingereicht werden.

  • Der Fiskus kann vor Ablauf der Frist Steuererklärungen verlangen, wenn er dies für zweckmäßig hält – bspw. weil ein Selbständiger deutlich mehr Umsatz gemacht hat, als bei der Einkommensteuervorauszahlung veranschlagt worden war.

  • Wer nicht rechtzeitig seine Erklärung abgibt, bekommt ein Verspätungsgeld aufgebrummt, das bis zu 50 Euro je Monat betragen kann.

Diesem Modernisierungsschritt gehen bereits etliche voraus. Darunter die einheitliche Steuernummer. Noch können normale Steuerzahler (Arbeitnehmer) bspw. ihre Steuererklärung auch auf Papier abgeben. Selbständige und Unternehmen sind dagegen schon seit 2011 zur elektronischen Abgabe (ELSTER) verpflichtet. Wann dies alle machen müssen, ist noch unklar. Aber es ist das Ziel des Fiskus. Vorerst aufgeschoben ist der Versuch, alle Länder auf eine einheitliche Software zu verpflichten. Aus dem Bundesfinanzministerium heißt es dazu, dass nun erst einmal die aus dem Ausland eingehenden Meldungen im Zuge des Automatischen Informationsaustauschs ab 2017 und die Erfahrungen damit berücksichtigt werden müssten. Mit der Neuordnung des Länderfinanzausgleichs ab 2020 dürfte dies aber in Gang kommen.

Fazit: Die Erfassung steuerlich relevanter Daten wird verfeinert. Unternehmen und Private müssen sich perspektivisch auf eine weitgehende Vernetzung und Datennutzung aller Behörden einstellen.

Meist gelesene Artikel
  • Geldtipp-Podcast #7

Immobilien im Privatvermögen

Das Logo zum Geldtipp-Podcast. © Springernature
Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs. Stefanie Burgmaier, das Pferdchen und verantwortlich für das Wissensportal springerprofessional.de, und Ralf Vielhaber, der Fuchs und Herausgeber der Fuchsbriefe, sprechen über wichtige Themen rund ums Geld. Diesmal im Fokus: Immobilien im Privatvermögen.
  • Fuchs plus
  • Beurkundung leichter gemacht

Erste Online-Gründung einer GmbH

Person in einer Firma an einem Laptop. © South_agency / Getty Images / iStock
Der Gründer saß in Berlin, der Notar in München: Damit wurde der Start des ersten notariellen Online-Verfahrens in Deutschland markiert.
  • Fuchs plus
  • Interessante Spekulation für antizyklische Anleger

Kaum ein Investor hat Nigeria auf dem Radar

Serengeti in Afrika. © Simon Dannhauer / stock.adobe.com
Auf der Suche nach Diversifikationsmöglichkeiten und Renditechancen durchkämmen Anleger die weltweiten Märkte. Nur selten werden sie dabei in Afrika fündig. Das mag seine Gründe haben, doch sind die Potenziale auf dem "Chancen-Kontinent" auch nicht zu verachten. FUCHS-Devisen haben sich näher in Nigeria umgesehen.
Neueste Artikel
  • Enthaftung stärker im Blick als das Wertesystem des Kunden

Beratungs-Leitfäden zum Thema Nachhaltigkeit: Was taugen Sie für Private Banker?

Geht die US-Börsenaufsicht SEC mit dem Holzhammer gegen Greenwashing vor? © Foto: envato elements
Erste Handreichungen, die Beratern das Leben bei der Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen ihrer Kunden erleichtern sollen, sind hilfreich, aber nicht hinreichend. Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz hat die Leitfäden unter die Lupe genommen und mit ihren eigenen Praxiserfahrungen aus den Berater-Tests abgeglichen.
  • Fuchs plus
  • Der Zustand der Pflanzen verschlechtert sich

Zwei Gründe für steigende Maispreise

Ein Maisfeld. © Fuse/ Thinkstock
Im Mai mussten an den Rohstoffbörsen noch Rekordpreise für Mais gezahlt werden. Inzwischen sind die Preise bereits ein ganzes Stück zurückgekommen. Doch zwei Faktoren sprechen dafür, dass bald wieder mit einem Anlauf nach oben zu rechnen ist.
  • Fuchs plus
  • Energiepreise belasten Produktion

Angebotsverknappung bei Zink nimmt zu

Zink. © photos.com PLUS
Als Korrosionsschutz, Blechteile oder Legierung findet Zink in der Industrie weitreichende Verwendungsmöglichkeiten. Wie die zukünftigen Preisaussichten des Industriemetalls sind, beleuchtet der nachfolgende Beitrag.
Zum Seitenanfang