Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1363
Verzinsliche Darlehen an Private steuerlich berücksichtigt

Verluste aus Privatdarlehen anerkannt

Verluste aus verzinslichen Privatdarlehen können bei der Besteuerung berücksichtigt werden. Ausgenommen sind aber Darlehen an Private, die unverzinslich gewährt werden.

Verluste aus privat gewährten Darlehen können Sie steuerlich geltend machen. Die Voraussetzung dafür ist, dass diese Darlehen marktüblich verzinst werden und zur Erzielung von Einkünften aus Kapitalvermögen gewährt wurden, stellte der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 24. Oktober 2017 (Az. VIII R 13/15) fest.

Das Urteil gilt für private Darlehen seit Einführung der Abgeltungssteuer 2009. Geltend machen können Sie diese aber erst, wenn der Verlust definitiv feststeht. Diesen Verlust dürfen Sie nur mit anderen Kapitaleinkünften verrechnen.

Insolvenzverfahren reicht nicht

Der bloße Ausfall von Zinszahlungen reicht für die Geltendmachung nicht aus. Auch das Einleiten eines Insolvenzverfahrens des Schuldners genügt laut BFH nicht. Erst wenn endgültig feststeht, dass es keinerlei Zahlungen mehr geben wird, können Sie den Verlust geltend machen. Unverzinst gegebene Darlehen sind steuerlich überhaupt nicht zu berücksichtigen.

Das verlängert das Verfahren. Denn nach Auflage des BFH muss das Finanzgericht nochmals prüfen, in welchem Jahr genau die endgültige Zahlungsunfähigkeit feststand.

Fazit: Zu Marktkonditionen gewährte verzinsliche Privatdarlehen sind kommerziellen gleich gestellt.

Meist gelesene Artikel
  • Trusted Wealth Manager 2024 – Vertrauenswürdige Vermögensverwalter

Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland verdienen Vertrauen

Trusted Wealth Manager 2024. © Verlag FUCHSBRIEFE
Wer ist als Vermögensmanager vertrauenswürdig? Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wertet wie im immer zum Jahresbeginn ihr laufendes Monitoring «Trusted Wealth Manager» aus. Und da gibt es 2024 viel Positives zu berichten!
  • Fuchs plus
  • EU plant neue Russland-Sanktionen

Weiterleitungsklauseln sind ein Risiko für Exporteure

Die EU plant nach dem Tod von Alexey Nawalny offenbar neue Sanktionen gegen Russland - dabei sind viele Unternehmen noch nicht einmal auf die Folgen der Sanktionen des vorigen Pakets vorbereitet. Am 18. Dezember hatte die EU ihr 12 Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Diese Strafmaßnahmen wurden nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit verabschiedet und halten viele negative Überraschungen bereit - sogar für Unternehmen, die gar nicht direkte Geschäfte mit Russland machen.
  • Fuchs plus
  • Immoblien-Besteuerung in der 10-Jahresfrist

Fallstricke und Feinheiten bei der Eigennutzung

Mit Immobilien lassen sich erheblich Steuern sparen - wenn die Eigentümer alles richtig machen. Drei Urteile des Bundesfinanzhofes (BFH) zeigen aber, dass es viele spitze Stolpersteine gibt, die schnell einen Unterschieb über etliche Tausend Euro machen können. FUCHSBRIEFE geben Ihnen Orientierung und zeigen, worauf Sie im Detail achten müssen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wilder Bullen-Run am Krypto-Markt

Bitcoin auf dem Weg zum Allzeithoch

Die Kryptowährungen erleben einen wilden Bullen-Run. Allein am Mittwoch schoss der Bitcoin-Kurs (BTC) um über 9% nach oben. Die Kryptowährung ist mit Höchstgeschwindigkeit zum Allzeithoch bei 67.000 US-Dollar unterwegs. FUCHS-Devisen Krypto-Analyst Jannis Grunewald prognostiziert die weitere Entwicklung.
  • Fuchs plus
  • Hot Stock: SynBiotic SE

Cannabis-Aktie mit Kursexplosion

Die Cannabis-Legalisierung hat die Kurse von Hanf-Aktien in Wallung gebracht. Eine dieser Aktien ist SynBiotic. Der Kurs der Aktie sprang um satte 75% an, nachdem das Gesetz beschlossen wurde. Kurz darauf sackte die Notierung wieder in sich zusammen. Ist das nun eine gute Kaufgelegenheit?
  • Fuchs plus
  • Kreditversicherer Atradius warnt

Zahlungsmoral in der Lebensmittelbranche sinkt

In der Lebensmittelbranche sinkt die Zahlungsmoral. Die Zahl der Unternehmen, die verspätet oder gar nicht mehr zahlen, steigt in diversen Segmenten der Branche signifikant an. Darauf hat der international tätige Kreditversicherer Atradius hingewiesen.
Zum Seitenanfang