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PPAs boomen

Vervierfachung der Strom-Direktabnahmeverträge

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Die Zahl der Strom-Direktabnahmeverträge (PPA) von Betreibern von Wind- und Solarparks hat sich im vorigen Jahr vervierfacht. Der Markt, der lange bei Werten um 1 GW im Jahr dümpelte, kommt damit in Schwung. Für Großunternehmen wird es in wenigen Jahren wohl zum Standard bei der Energiebeschaffung gehören, KMU werden folgen.

Der Markt für Direktabnahmeverträge von Wind- oder Solarparks (PPA) kommt in Schwung. Die Zahl der PPA-Verträge hat sich in Deutschland 2023 gegenüber dem Vorjahr vervierfacht. 2022 wurden Verträge über Parks mit einer Kapazität von 0,9 GW abgeschlossen. 2023 waren es 3,6 GW. PPA-Verträge wurden vor allem mit Solarparks geschlossen, die größer als 20 MW sind. Eine hohe Nachfrage gibt es auch bei Offshore-Windkraft. Immer häufiger werden auch Verträge über kleinere Volumen mit alten Windparks geschlossen, die aus der EEG-Förderung fallen.

Größte Abnehmer sind Cloudanbieter

Der größter Abnehmer war die IT-Branche. Auf sie entfielen 29% aller PPA-Verträge. Vor allem große Betreiber von Cloudservices wie Amazon AWS oder Microsoft Azure wollen ihren Kunden klimaneutrale Services anbieten. Weitere Großabnehmer sind die Rohstoff-Industrie mit 14% und Telekom mit 9%. 

Außerdem haben Stromversorger die Zahl ihrer Abnahmeverträge fast verdoppelt. Auch erste Verträge für die Produktion von Wasserstoff wurden im vorigen Jahr abgeschlossen (insgesamt etwas mehr als 400 MW). Die Abnahmepreise liegen inzwischen wieder etwas unter dem Mittel der Zuschlagspreise für die EEG-Förderung.

Fazit: Unternehmen können sich mit solchen PPA günstige Strompreise für nachhaltig erzeugten Strom sichern. Große Unternehmen schreiten voran, KMU werden folgen.
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