Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
5814
Zur Situation

Wohin bloß mit dem ganzen Geld?

Im Kanzleramt wird intensiv über den Klimaschutz beraten. In den Diskussionen des Klimakabinetts geht es vor allem um die richtige Bepreisung von Kohlendioxid und die CO2-Steuer. Die Erfindung einer neuen Steuer allein, wird aber nicht reichen. Die Diskussion wird vom falschen Ende her geführt.

Im Kanzleramt geht es dieser Tage heiß her. Das „Klimakabinett" tagt regelmäßig und sucht Wege, wie Deutschland seine Klimaziele 2030 doch noch erreichen kann. Das zentrale Ziel ist eine Reduktion des Treibhausgasausstoßes um 55% im Vergleich zu 1990.
Am 20. September soll der Klima-Plan stehen. Dann wird es einen Maßnahmenkatolog geben, wie Deutschland seine CO2-Ziele erreichen soll.

Ich befürchte allerdings, dass aus dem Rettungsplan eine profane Steuererhöhung wird. Richtiger Kern der Debatte ist zwar die Bepreisung des Kohlendioxidausstoßes. Allerdings ist allein die Einführung einer CO2-Steuer nicht zielführend.

Wie schon öfter wird die Politik an einem Zielkonflikt scheitern. Denn sie wird eine Steuer einführen, die große Effekte erzielen, aber niemandem – schon gar keinem eigenen Kernwähler – weh tun soll. Darum wird es auch bei der CO2-Steuer etliche Ausnahmen geben. Insbesondere die Sektoren Verkehr, Bau und Landwirtschaft dürften ausgenommen werden.

Das ahnen die Menschen und Wähler. Laut aktuellem ARD-Deutschlandtrend halten nur 35% aller Befragten die Einführung einer CO2-Steuer für sinnvoll. Dagegen halten 97% die Forschung für richtig. 92% plädieren für niedrigere Bahnpreise, 71% votieren für höhere Flugpreise – wohl wissend, dass ein Zuschlag von vielleicht 10 Euro pro Ticket zu kaum ins Gewicht fällt.

Das zeigt das Kernproblem: Geld allein macht nicht glücklich. Vielmehr sollte die Politik zuerst über konkrete zielführende Maßnahmen sprechen, mit denen der Klimaschutz erreicht werden kann. Danach müsste sie inhaltlich die Akzeptanz der Bevölkerung für diese Maßnahmen gewinnen. Denn nur 15% der Deutschen sind für Verbote, die große Mehrheit will Anreizsysteme. Erst dann sollte es ums Geld gehen.

Gelingt es der Politik, einen guten und fairen Maßnahmenmix zu entwickeln, wird auch die Akzeptanz hoch sein. Dann sind die Klimaziele 2030 vielleicht sogar noch erreichbar. Denn eine hohe Bereitschaft, Geld für den Klimaschutz zu bezahlen, gibt es bei den Deutschen ohnehin.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Proteste im EZB-Direktorium werden lauter

Selbst geschaffene Stabilitätsrisiken im Euroland

Kritisiert offen die Politik der EZB: François Villeroy de Gallhau Copyright: Picture Alliance
Immer deutlicher wird: Die EZB fährt in der Geldpolitik einen zunehmend riskanten Kurs. Die Geldstabilität ist gefährdet. Dafür sprechen Äußerungen aus dem „inner circle".
  • Fuchs plus
  • Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Eine knappe Entscheidung

Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG kann in der Beratung knapp überzeugen.
Hauck und Aufhäuser gehört schon alleine auf Grund der über zweihundertjährigen, wechselvollen Geschichte der Bank zu den renommierten deutschen Adressen, wenn es um Geldanlage geht. Wird die Bank ihrer Geschichte und den daraus erwachsenden Erwartungen gerecht?
  • Fuchs plus
  • Quirin Privatbank AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Anlage als Erntemaschine

Vor allem auf der Empathie-Seite erleben wir bei der Quirin Privatbank eine überaus zufrieden stellende Beratung.
Volle Punktzahl für Empathie und Freundlichkeit: So könnte das Fazit der Beratung durch die Quirin Privatbank lauten. Doch neben Wohlfühlen bewerten wir auch die Fachlichkeit. Kann Quirin auch da überzeugen?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Bank mit Willkommens-Kultur

Beratung kann Spaß machen und sehr lehrreich sein. Diese Erfahrung macht der Testkunde in diesem Jahr bei der Frankfurter Bankgesellschaft in Zürich.
Beratung kann Spaß machen und sehr lehrreich sein. Diese Erfahrung macht der Testkunde in diesem Jahr bei der Frankfurter Bankgesellschaft in Zürich. Die Berater geben ihm das Gefühl willkommen zu sein und zeigen echtes Interesse. Ein Beratungserlebnis, das diesmal eine Spur persönlicher ausfällt.
  • Fuchs plus
  • Gewinnverzicht in der Elternzeit sichert Elterngeld

Neue Gestaltungsmöglichkeiten beim Elterngeld für Selbstständige

Für Selbständige wurde die Elternzeit-Regelung modifiziert. Copyright: Pixabay
Gut zu wissen: Gesellschafter können sich fürs Elterngeld arm machen und am Ende des Tages rechnet sich das doch. Diesen interessanten Weg hat das Bundessozialgericht (BSG) jetzt aufgemacht.
  • Vermögensverwalter | TOPS 2020

Mensch versus Maschine

Diesmal im Zentrum des TOPs 2020 Reports der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ steht die spannende Frage: Wer macht das Rennen - Vermögensberater oder Robo-Advisor?
Zum Seitenanfang