Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
6864
Zur Situation

Wohin bloß mit dem ganzen Geld?

Im Kanzleramt wird intensiv über den Klimaschutz beraten. In den Diskussionen des Klimakabinetts geht es vor allem um die richtige Bepreisung von Kohlendioxid und die CO2-Steuer. Die Erfindung einer neuen Steuer allein, wird aber nicht reichen. Die Diskussion wird vom falschen Ende her geführt.

Im Kanzleramt geht es dieser Tage heiß her. Das „Klimakabinett" tagt regelmäßig und sucht Wege, wie Deutschland seine Klimaziele 2030 doch noch erreichen kann. Das zentrale Ziel ist eine Reduktion des Treibhausgasausstoßes um 55% im Vergleich zu 1990.
Am 20. September soll der Klima-Plan stehen. Dann wird es einen Maßnahmenkatolog geben, wie Deutschland seine CO2-Ziele erreichen soll.

Ich befürchte allerdings, dass aus dem Rettungsplan eine profane Steuererhöhung wird. Richtiger Kern der Debatte ist zwar die Bepreisung des Kohlendioxidausstoßes. Allerdings ist allein die Einführung einer CO2-Steuer nicht zielführend.

Wie schon öfter wird die Politik an einem Zielkonflikt scheitern. Denn sie wird eine Steuer einführen, die große Effekte erzielen, aber niemandem – schon gar keinem eigenen Kernwähler – weh tun soll. Darum wird es auch bei der CO2-Steuer etliche Ausnahmen geben. Insbesondere die Sektoren Verkehr, Bau und Landwirtschaft dürften ausgenommen werden.

Das ahnen die Menschen und Wähler. Laut aktuellem ARD-Deutschlandtrend halten nur 35% aller Befragten die Einführung einer CO2-Steuer für sinnvoll. Dagegen halten 97% die Forschung für richtig. 92% plädieren für niedrigere Bahnpreise, 71% votieren für höhere Flugpreise – wohl wissend, dass ein Zuschlag von vielleicht 10 Euro pro Ticket zu kaum ins Gewicht fällt.

Das zeigt das Kernproblem: Geld allein macht nicht glücklich. Vielmehr sollte die Politik zuerst über konkrete zielführende Maßnahmen sprechen, mit denen der Klimaschutz erreicht werden kann. Danach müsste sie inhaltlich die Akzeptanz der Bevölkerung für diese Maßnahmen gewinnen. Denn nur 15% der Deutschen sind für Verbote, die große Mehrheit will Anreizsysteme. Erst dann sollte es ums Geld gehen.

Gelingt es der Politik, einen guten und fairen Maßnahmenmix zu entwickeln, wird auch die Akzeptanz hoch sein. Dann sind die Klimaziele 2030 vielleicht sogar noch erreichbar. Denn eine hohe Bereitschaft, Geld für den Klimaschutz zu bezahlen, gibt es bei den Deutschen ohnehin.

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Abweichende Verleihdauer ist zulässig

Tarifvertrag kann Zeitarbeit verlängern

Teamarbeit. © Robert Kneschke / stock.adobe.com
Die Zeitarbeit will kein Schmuddelkind auf dem deutschen Arbeitsmarkt mehr sein. Diesem Ziel sind die aktuell knapp 820.000 Leiharbeiter mit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) ein Stück näher gekommen.
  • Fuchs plus
  • Landverkäufe im Metaverse brechen ein

Grundsätzliches Interesse an virtueller Welt bleibt hoch

Virtual Reality. © gremlin / Getty Images / iStock
Die virtuelle Welt des Metaverse bleibt vorerst wenig greifbar. Die reale Nachfrage nach Land und Immobilien in dem virtuellen Universum bricht brutal ein. Dennoch bleibt das grundsätzliche Interesse an der virtuellen Welt hoch.
  • Fuchs plus
  • Euro-Geldhüter haben nur einen begrenzten Spielraum

EZB hilft drei Euro-Ländern

EZB bei Nacht. © RK MEDIA / stock.adobe.com
Es sind vor allem drei Länder in der Eurozone, die die Europäische Zentralbank daran hindern, beherzt gegen die Inflation vorzugehen. Europas Geldhüter werden daher eine unliebsame Entscheidung mit weitreichenden Auswirkungen treffen müssen.
Zum Seitenanfang