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Finanzverwaltung hat riesigen Berg unbearbeiteter Einsprüche

Zwei Drittel der Einsprüche gegen Finanzamt erfolgreich

Finanzamt. © Tobias Arhelger / stock.adobe.com
Wer meint, dass ein Einspruch gegen das Finanzamt eher geringe Erfolgschancen hätte, irrt gewaltig. Das zeigt die Einspruchsstatistik der Finanzämter 2022. FUCHSBRIEFE stellen Ihnen die wichtigsten Erkenntnisse daraus vor und erklären, warum die Statistik für das Jahr 2023 deutlich anders aussehen wird.
Trauen Sie sich gegen Verwaltungsakte des Finanzamtes Einspruch einzulegen! Denn in 64% der Fällen wird den Beschwerenden recht gegeben. Das geht aus der Einspruchsstatistik der Finanzämter 2022 hervor, die das Bundesfinanzministerium kürzlich veröffentlichte. Gegenüber dem Vorjahr ist das sogar eine kleine Verbesserung um 0,6% (FB vom 07.11.2022).

Die Klagen gegen die Finanzämter liegen auf einem niedrigen Niveau. Nur bei 1,6% der erledigten Einsprüche kam es im Anschluss zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Auch das ist in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. 2022 wurden insgesamt 51.254 Klagen gegen die Finanzämter erhoben.

Grundsteuer löst Einspruchs-Lawine aus

Ebenfalls geht aus der Statistik hervor, dass der Berg unbearbeiteter Einsprüche gewaltig ist. Per 31.12.2022 waren es gut 2,3 Mio. Vorgänge, mit denen sich die Finanzämter noch zu beschäftigen hatten. Das sind 11,9% weniger als im Vorjahr. 

Die Einspruchswelle, die die Grundsteuer in diesem Jahr hervorgerufen hat, wird den Rückgang aber zu einer kurzweiligen Erscheinung machen. Inzwischen ist von 3 Mio. Einsprüchen gegen die Grundsteuerbescheide die Rede. Da die Bearbeitungszeit der Finanzämter sehr lang ist, haben nun der Bund der Steuerzahler und der Eigentümerverband Haus & Grund Untätigkeitsklagen gegen vier Finanzämter erhoben. Sie könnten der Auftakt für eine größere Klagewelle sein.

Fazit: Während es zwischen den Statistiken für 2021 und 2022 nur wenige Unterschiede gibt, dürfte die 2023er-Statistik durch die Einsprüche gegen die Grundsteuerbescheide gänzlich anders aussehen. Die Bearbeitungszeit dürfte länger werden. Die Statistik zeigt aber auch: Einsprüche lohnen sich in zwei Dritteln der Fälle.
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