Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1236
Digitalisierung macht Unternehmen anfällig für Technikspione

Unternehmen im Sicherheits-Dilemma

Durch Digitalisierung wird Datenklau Internetkriminalität ein immer größeres Thema © Picture Alliance
Die Digitalisierung gilt in der Unternehmenswelt als das nächste große Ding. Beinahe täglich trommeln Lobbyverbände dafür, damit der industrielle Mittelstand hier nicht den Anschluss verpasst. Doch damit begeben sich Firmen in ein unauflösbares Dilemma, das existenzgefährdend sein kann.

Mit fortschreitender Digitalisierung wird die deutsche Wirtschaft extrem verwundbar. Denn damit steigt die Gefahr von  Hackerangriffen enorm. Und sie wird dramatisch unterschätzt. Das gilt vor allem für den Mittelstand. Denn er kann sich die sehr teuren wirksamen Abwehrsysteme oft nicht leisten. 

Jeder Programmierfehler ist eine Tür für Spione. Sie wird im Zweifel genutzt. Extra eingebaute „Backdoors", Hintertüren, braucht es gar nicht. IT-Sicherheitsexperte Sandro Gaycken vermutet, dass es einige hunderttausend bis Millionen Programmierfehler in Standardsoftware gibt. „Daher ist das Aufdecken und Patchen von Lücken auch nur sehr eingeschränkt sinnvoll zur Erhöhung der Gesamtsicherheit", so Gaycken. Gaycken ist Sicherheitsberater der  Bundesregierung, des Militärs und zahlreicher DAX-Konzerne und Senior Researcher and Founding Director of the Digital Society Institute der Privathochschule ESMT Berlin.

Chinesen sind besonders aggressiv

Die Top-Leute unter den Sicherheitsexperten – ebenfalls Hacker – sind pro Land an einer bis wenigen Händen abzuzählen. In Deutschland gibt es acht dieser „Wizards" (Zauberer), die quasi wie eine Maschine denken. Die meisten sind bei den großen amerikanischen Datenriesen angestellt. Diese zahlen ihnen sechs- bis siebenstellige Gehälter plus Unternehmensanteile. 

Äußerst aggressiv gehen die Chinesen vor. Sie saugen alle Daten ab, derer sie mit vertretbarem Aufwand habhaft werden können. Sie haben ein Heer von Datenanalysten, die auch in der Lage sind, riesige Mengen von Informationen auszuwerten. Wollen sie sich bestimmte Technologien zu eigen machen, setzen sie komplexe und teure Hackerangriffe gezielt ein. Normalerweise holen sie sich auf diese Weise die besten Ideen der konkurrierenden marktführenden Firmen und bauen eine „Superlösung" innerhalb kürzester Zeit (1,5 Jahre). So sind sie etwa gegenüber der Halbleiterindustrie vorgegangen. 

Was kann ein Mittelständler tun?

Mittelständler können effektiv nicht sehr viel dagegen tun. Eine Möglichkeit: Lebenswichtige Technologien nicht ans Internet anbinden (isolieren). Die andere: unterm Radar der Chinesen fliegen. Auf die Digitalisierung zu verzichten, ist gewöhnlich keine Alternative. Denn das würde Geschäftsmöglichkeiten verbauen, die die Unternehmensentwicklung verhindern.

Fazit:

Die deutschen Firmen stecken hier in einem schweren Dilemma für das es keinen guten Ausweg gibt. Sie müssen das Risiko wohl oder übel nehmen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • BW-Bank, TOPS 2022, Beratungsgespräch und Vorauswahl

BW-Bank gibt passende Antworten auf viele Fragen

Wie schlägt sich die BW-Bank im Markttest TOPS 2022? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
"Die Finanzwelt hat eine turbulente Zeit hinter sich – von den Kursschwankungen am Aktienmarkt im Frühjahr 2020 bis hin zum frischen Wind durch Digitalisierung und nachhaltige Geldanlagen. Wie geht es 2021 weiter?“ Diese Frage, die der Kunde auf der Website der BW-Bank liest, treibt ihn selbst um. Wie soll er sein Vermögen ohne Verluste durch weitere Turbulenzen bringen? Expertise für institutionelle Anleger hat die Bank als führender Stiftungsmanager. Doch hilft ihm das auch als Privatkunde?
  • Fuchs plus
  • Ein Korb voll nachhaltiger Titel in einem ETF

57 Energiewende-Aktien in einem Produkt

Ein Korb voll nachhaltiger Titel in einem ETF. Copyright: Picture Alliance
Nicht jeder Anleger setzt bei seiner Vermögensanlage auf Einzeltitel. Wer das Thema "Energiewende" aber dennoch in seinem Portfolio bespielen will, greift am besten zu einem ETF. Wir haben das passende Produkt!
  • Fuchs plus
  • Maisernte hat begonnen

Ernte-Probleme schieben den Mais-Preis an

Maisernte hat begonnen. Copyright: Pixabay
Angebot und Nachfrage suchen beim Mais gerade ein neues Preisgleichgewicht. Einerseits gibt es neue Ernteprognosen der USDA. Auf der anderen Seite hat die Ernte gerade begonnen und nimmt Fahrt auf. In wenigen Wochen wird sich zeigen, wie gut die Ernte wirklich war.
Neueste Artikel
  • Inflation und Nachhaltigkeit - Vom Gezeitenwechsel profitieren

Am 15. Oktober erscheinen die Anlagechancen 2022

Am 15. Oktober erscheinen die Anlagechancen 2022. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Zwei große Trends werden das Anlagejahr 2022 prägen: die anziehende Inflation und der Anlagetrend Nachhaltigkeit. Beide Impulsgeber verändern die Märkte grundlegend und langfristig. Die FUCHS-Anlagechancen 2022 betrachten beide Themen kombiniert.
  • Fuchs plus
  • Ballard puzzled sich systematisch ein Partnernetz zusammen

Immer neue Kooperationen bei Ballard Power

Immer neue Kooperationen bei Ballard Power. Copyright: Picture Alliance
Ballard geht kontinuierlich seinen Weg und baut sein Netzwerk an Partnerschaften aus. Insbesondere seine gute Stellung in China ist vielversprechend - zumal der Markt für Wasserstoff-Fahrzeuge dort besonders dynamische Wachstumsperspektiven hat.
  • Fuchs plus
  • Weichai wächst bei Wasserstoff

Überzeugendes Wachstum

Weichai wächst bei Wasserstoff. Copyright: Weichai Power
Obwohl es in China konjunkturell gerade "ruckelt", entwickelt sich Weichai weiter sehr gut. Das Unternehmen aus dem Reich der Mitte hat gerade sehr gute Zahlen abgeliefert. Insbesondere die Wasserstoff-Aktivitäten ziehen weiter kräftig an.
Zum Seitenanfang