Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
6280
Wasserstoff auch subventioniert meist noch zu teuer

Wann grüner Wasserstoff wettbewerbsfähig sein wird

Wann grüner Wasserstoff wettbewerbsfähig sein wird. Copyright: Pexels
"Grüner" Wasserstoff, der aktuell mit erneuerbarem Strom aus Wasser erzeugt wird, kostet ein Vielfaches von "blauem" Wasserstoff, der mit Erdgas erzeugt wird. Um die hohen Kosten auszugleichen, wäre ein extrem niedriger Strompreis nötig. Wann wird grüner Wasserstoff Preise erreichen, die unter dem unter des "blauen" liegen?

Die Wasserstoffproduktion mit erneuerbaren Energien in Deutschland wird noch über viele Jahre nur in Ausnahmefällen profitabel sein. Derzeit kostet Wasserstoff aus Erdgas etwa 4 ct/kWh. Mit Strom aus Wind- und Solarkraftwerken erzeugter Wasserstoff kostet zwischen zehn und 20 ct/kWh. Das zeigt eine neue Studie von Agora Energiewende.

Aktuell müsste Strom etwa 2 Ct/kWh kosten, damit Gewinne möglich sind

Aktuell müsste der Strom etwa 2 ct/kWh kosten, damit erneuerbarer Wasserstoff mit dem aus Erdgas konkurrenzfähig wäre. Das ist in Deutschland derzeit nicht erreichbar. Große Solarparks in Deutschland kommen derzeit auf Stromgestehungskosten von etwas über 3 ct/kWh, die billigste Windkraft liegt bei 4ct/kWh. Die Börsenstrompreise erreichen aktuell im Tagestief etwa 7ct/kWh.

Zwei Kosten-Komponenten

Die Kosten des Wasserstoffs bestehen aus zwei Komponenten:

  1. den Kapitalkosten für die Investition in die Anlage und
  2. den Stromkosten, die für den Betrieb der Anlage nötig sind.

Etwa ab 2030 werden die Anlagen mit Gewinn betrieben werden können. Erst dann sind die Kosten ausreichend gesunken und die Anlagen erreichen die nötige Effizienz. Wasserstoff aus Gas wird dann durch den gestiegenen CO2-Preis etwa 7ct/kWh kosten, der aus erneuerbaren etwa 6 ct/kWh.

Nur wenige Analgen können derzeit Gewinne erzielen

Schon zuvor können bestimmte Anlagen operative Gewinne erzielen. Das von Enertrag in Schwarzheide geplante Referenzkraftwerk Lausitz soll 2024 fertiggestellt werden. Die Anlagenkosten von 50 Mio. Euro werden mit 30 Mio. vom BMWi subventioniert. Enertrag-eigene Solar- und Windanlagen werden für die Wasserstofferzeugung genutzt. Dadurch können Stromkapazitäten bei niedrigen Preisen vom Markt genommen werden. Der Wasserstoff wird in einem Kraftwerk als Regelenergie und in Dunkelflauten im Winter rückverstromt werden. Weil dafür hohe Preise erzielt werden, können Wasserstoff-Anlage und Kraftwerk zusammen nach aktuellen Plänen in wenigen Jahren Gewinne erzielen. 

Fazit: Noch lohnt sich die Herstellung von Wasserstoff aus erneuerbarer Energie in Deutschland nur in Ausnahmefällen. Erst 2030 kann der aus Erdgas hergestellte Wasserstoffpreis unterboten werden.

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Editorial

Trauer um Sven Jösting

FUCHSBRIEFE trauern um Sven Jösting. Unser Wasserstoff-Experte und Aktien-Analyst ist unerwartet verstorben.
  • Fuchs plus
  • PPAs boomen

Vervierfachung der Strom-Direktabnahmeverträge

Urban Area © urbans78 / stock.adobe.com
Die Zahl der Strom-Direktabnahmeverträge (PPA) von Betreibern von Wind- und Solarparks hat sich im vorigen Jahr vervierfacht. Der Markt, der lange bei Werten um 1 GW im Jahr dümpelte, kommt damit in Schwung. Für Großunternehmen wird es in wenigen Jahren wohl zum Standard bei der Energiebeschaffung gehören, KMU werden folgen.
  • Fuchs plus
  • Anlagechancen im Inselreich Philippinen

Zinssenkungen werden Peso-Turbo

Hafen von Manila © Joseph Oropel / stock.adobe.com
Die Philippinen sind ein riesiger Markt, in Depots deutsche Anleger aber kaum vertreten. Dabei bieten eine gute Peso-Perspektive und attraktiv bewertete Unternehmen Anleger einige Chancen.
Zum Seitenanfang