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Betriebliche Veranlassung fehlt

Arztbesuch nicht versichert

Arztbesuche während der Arbeitszeit unterliegen nicht der Versicherungsschutz der Gesetzlichen Unfallversicherung. Als Wegeunfall gelten sie erst ab einer Verweildauer beim Arzt von mindestens zwei Stunden, entschied das Sozialgericht Dortmund.

Beschäftigte genießen bei einem Arztbesuch in der Arbeitszeit keinen Schutz der Gesetzlichen Unfallversicherung. Denn Arztbesuche sind dem persönlichen Lebensbereich des Versicherten zuzurechnen, entschied das Sozialgericht Dortmund (Urteil vom 28. 2. 2018, Az. S 36 U 131/17).

In dem Fall fuhr ein Arbeitnehmer während der Arbeitszeit vom Betrieb aus für eine knappe Stunde zum Arzt. Auf dem Rückweg zum Betrieb verunglückte er und wurde verletzt. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung als gesetzlich versichterten Unfall laut Gericht zu Recht ab. Dabei sei es unerheblich, dass der Arztbesuch auch der Erhaltung oder Wiederherstellung der Arbeitskraft und damit betrieblichen Belangen diene.

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