Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1266
Sozialgericht verneint Anspruch auf Versicherungsschutz

Betrieblich organisierter Skiausflug ist nicht versichert

Arbeitsunfälle passieren täglich. Jährlich zählt die gesetzliche Unfallversicherung mehr als 800.000 Arbeits- und Wegeunfälle. Aber: Nicht bei allen betrieblichen Aktivitäten haftet die Berufsgenossenschaft.

Bei einer betrieblich organisierten Skifreizeit haben die Teilnehmer keinen Versicherungsschutz! Das hat das Sozialgericht Karlsruhe entschieden. Die Berufsgenossenschaft übernimmt keine Schäden.

Verletzte hatte sich in einem solchen Fall ein Industriemechaniker. Die Kosten für die Fahrt (1.370 Euro) übernahm der Arbeitgeber. Die Teilnehmer zahlten einen Eigenbeitrag von 50 Euro. Zudem mussten sie einen Tag Gleitzeit oder Urlaub nehmen. Der Arbeitnehmer stürzte und verletzte sich die rechte Schulter und das Kniegelenk. Die zuständige Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung des Unfalls als Arbeitsunfall ab.

Zwar gilt der Versicherungsschutz für die Teilnahme am „Betriebssport". Doch dafür ist es notwendig, dass dieser „regelmäßig" stattfindet. Unterste Grenze hierfür sei ein monatliches Training. Der Skiausflug fällt in die Kategorie „Freizeit-Aktivität". Auch die „Förderung der Betriebsverbundenheit" ließ das Gericht nicht durchgehen.

Fazit: Die Teilnahme an einer vom Betrieb organisierten Skireise ist keine arbeitsvertraglich geschuldete Pflicht, kein regelmäßiger Betriebssport und dient nicht der Betriebsbindung. Deshalb besteht kein Unfallschutz durch die Berufsgenossenschaft.

Urteil vom 14.5.2019, Az.: S 1 U 412/19

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Rezessionsängste drücken den Preis

Ist die Party der Öl-Förderer vorbei?

Symbolbild Öl-Förderung. © Petrovich12 / stock.adobe.com
Ein Gespenst geht um in der Weltwirtschaft - das Gespenst der Rezession. Immer wenn dieses leicht abgewandelte Zitat von Karl Marx gilt, ist der Ölpreis der Leidtragende. Aber wer genau hinsieht merkt schnell, dass nicht so heiß gegessen wie gekocht wird.
  • Fuchs plus
  • FUCHS-Depot vom 23.06.2022

Abkühlung in doppelter Hinsicht

Abwärtstrend an den Börsen. © SusanneB / iStock
Die Börsen geben nach und auch das FUCHS-Depot entzieht sich dem allgemeinen Trend nicht. Infolgedessen verlässt ein Titel das Depot. Den Gewinn reinvestieren wir prompt in ein spanisches "Abkühlungs-Unternehmen".
  • Fuchs plus
  • FUCHS-Depot vom 30.06.2022

Lufthansa kaufen am Jahrestief

Flugzeuge der Lufthansa. © Daniel Kubirski / picture alliance
Der DAX rutscht weiter zum Jahrestief. Seit dem Jahresanfang hat der Index 20% an Wert verloren. Unser FUCHS-Depot liegt zwar auch im Minus, aber nur mit 5,6%. Das frühzeitige Aufbauen von Cash gibt uns jetzt die Möglichkeit zum Kaufen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Zwischen Boom und Greenwashing

Nachhaltige Geldanlagen bleiben für Anleger schwer zu fassen

Immer mehr Anleger wollen ihr Geld nachhaltig investieren. Das Segment boomt zweifelsohne. Gleichzeitig führen aber auch immer neue Skandale zu Rissen im "grünen Bild". Für Anleger ergibt sich daraus ein zweigeteiltes Bild.
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geld-Podcast, Teil 5

Warum Finanzplanung so wichtig ist

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs. Stefanie Burgmaier, das Pferdchen und verantwortlich für das Wissensportal springerprofessional.de, und Ralf Vielhaber, der Fuchs und Herausgeber der Fuchsbriefe, sprechen über wichtige Themen rund ums Geld, diesmal: Warum Finanzplanung so wichtig ist.
  • Fuchs plus
  • Banken-Prognosen für den Devisenmarkt

Viele Unsicherheiten, wenig Gemeinsamkeiten

Geldscheine diverser Währungen. © Markus Mainka / Fotolia
In den volkswirtschaftlichen Abteilungen der Banken gehen die Einschätzungen zur Zins- und Devisenentwicklung weit auseinander. Das große Fragezeichen ist, wie gut sich die US-Konjunktur wird halten können.
Zum Seitenanfang