Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2942
IT und Kommunikation brauchen indische Fachkräfte

Steigende Zuwanderung aus Indien

„Kinder statt Inder“ titulierte einst die CDU auf einem Wahlplakat. Sie erntete bereits damals Kritik dafür. Teil der deutschen Wirtschaft sind auf Zuwanderung aus Indien inzwischen angewiesen. Die Politik darf nun alte Fehler nicht wiederholen.

Immer mehr indische Facharbeiter drängen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Unternehmen – vor allem in den Sektoren IT und Kommunikation – finden hier ein nicht ausgeschöpftes Fachkräftepotenzial. Das belegt jüngst eine Erhebung des IW Köln.

Eine wachsende Community

Seit 2000 hat sich die Zahl der in Deutschland lebenden Inder mehr als vervierfacht. Nach jüngsten Erhebungen leben hier 143.725. Die Auswirkungen der Corona-Krise konnte das IW Köln noch nicht in die Studie aufnehmen. Die Autoren rechnen jedoch nicht mit einem Trendabbruch. 

Vor allem Firmen im Westen haben Zugriff auf das Potenzial. Beliebte Wohnorte für indische Zuwanderer sind laut IW Köln Universitätsstädte wie Erlangen (Anteil an Gesamtbevölkerung 1,9%), Frankfurt am Main (1%) und Heidelberg (0,76%). Im Hochtaunuskreis sind bereits 1,09% der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten indischstämmig, im Main-Taunus-Kreis liegt der Anteil bei 1,06%. 

Besser ausgebildet als andere Zuwanderer

Die Zahlen belegen, dass indische Zuwanderer im Durchschnitt „besser ausgerüstet“ sind, als andere Einwanderungsgruppen. 63,9% der indischen Zugewanderten haben einen akademischen Bildungsabschluss (Zuwanderer Gesamt 20,6%). Etwa ein Drittel der Inder zieht nach Deutschland, um einer sozialpflichtigen Beschäftigung nachzugehen. Ein weiteres Drittel kommt für die Aufnahme einer akademischen Ausbildung zu uns.

Etwa 21% der indischen Zuwanderer arbeiten in der IT und Kommunikation (Zuwanderer Gesamt 3,4%). Die IW Köln Studie unterstreicht, dass die Branche auf indische Fachkräfte unbedingt angewiesen ist. Als Schlussempfehlung empfehlen die Autoren daher die weitere Förderung der Zuwanderung indischer Facharbeiter.

Nicht zwei mal die selben Fehler machen

Die Politik muss nun aufpassen, dass sie Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholt. Eine hohe Arbeitsmotivation koppelt sich nicht zwangsläufig mit einer hohen Integrationsbereitschaft. Auch in der indischen Community gibt es Segregations-Erscheinungen. Das wird dann problematisch, wenn kommende Generationen in einem Land aufwachsen, mit dem sie sich nicht identifizieren können oder wollen. Die Folgen sehen wir heute an Brennpunktschulen, bei Clan-Kriminalität oder Sozialbetrug.

Fazit: Gerade indische Studenten sind für Unternehmen wertvolle Nachwuchsfachkräfte. Eine Werbeaktion an einer naturwissenschaftlich-technischen Uni wäre hier denkbar.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 6: Performance, Gewinner und Verlierer

Starke Fondsmanager in KW 6: Wer Projekt 8 nach vorn zieht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Woche 6 verliert das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) leicht, während mehrere Vermögensverwalter klare Gewinne erzielen und andere stark zurückfallen. Da in Projekt 8 keine Handelsaktivitäten stattfanden, spiegeln alle Veränderungen ausschließlich die Marktbewegungen wider. Die Analyse anhand der Daten von infront zeigt, wer überzeugt – und wer deutlich hinter dem Markt zurückbleibt.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Gewinner, Verlierer und Handelsstrategien

Performance-Projekt 7: ICFB und Value Experts setzen sich klar ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In KW 6 zeigen die Teilnehmer im Projekt 7 (Private Banking Depot) deutliche Leistungsunterschiede: Aktives Management schlägt das passive Benchmarkdepot klar. ICFB und Value Experts steigern ihre Vermögenswerte sichtbar, während die Neue Bank AG einen spürbaren Rückschlag erlebt. Intensive Handelsaktivität prägt die Woche und beeinflusst laut den Daten von infront kurzfristig Risiko und Rendite.
  • Fuchs plus
  • TOPS 2026 – Länderblick Liechtenstein

Kompakte Auswahl, kompromisslose Klasse: Private Banking in Liechtenstein

Erstellt mit Canva
Liechtenstein setzt Maßstäbe im Private Banking: Alle drei bewerteten Institute zählen zu den besten zehn im Gesamtranking des TOPS 2026-Tests. Exzellenz ist hier kein Zufall, sondern Standard – von Beratung über Anlagekonzepte bis zur Transparenz überzeugen die Anbieter mit durchgehend hoher Qualität. Wer auf Stabilität, Diskretion und erstklassige Strukturen Wert legt, trifft im Fürstentum eine kluge Wahl.
Zum Seitenanfang