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Wenn der Hund seinen Job verfehlt

Arbeitgeber darf Hund am Arbeitsplatz verbieten

Golden Retriever © deine_liebe / stock.adobe.com
Ein Büro-Hund kann viele Vorteile haben. Wenn alles klappt, dann sinkt der Stresslevel der Belegschaft und die Mitarbeiter rücken näher zusammen. Aber nicht immer funktioniert das Zusammenspiel am Arbeitsplatz und Arbeitgeber müssen eingreifen. Aber dürfen sie auch einen medizinisch notwendigen Begleithund verbieten?

Arbeitgeber dürfen Beschäftigten verbieten, ihren Hund mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Dies gilt auch für den Begleithund einer Arbeitnehmerin mit einer posttraumatischer Belastungsstörung. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz entschieden. 

Ausschlaggebend für das Verbot war, dass andere Mitarbeiter sich vor dem Tier fürchteten. Hintergrund: Nicht jeder Hund kann Assistenzhund werden. Er muss charakterlich dafür geeignet sein. Hunde die knurren, bellen und die Belegschaft verängstigen, haben als medizinische Assistenzhunde "ihren Job verfehlt". Ein solcher "sozial-inkompatibler" Hund kann darum vom Arbeitsplatz verbannt werden. Es gebe „keine gesetzliche Regelung, die die Mitnahme eines Hundes an ihren Arbeitsplatz gestatten müsste“, so die Begründung. Das Verbot ist vom Direktionsrecht des Arbeitgebers gedeckt. 

Fazit: Arbeitgeber können die Mitnahme eines Hundes an den Arbeitsplatz nach billigem Ermessen entscheiden. Das gilt sogar für medizinisch notwendige Assistenzhunde.

Urteil: LAG Rheinland-Pfalz vom 8.9.2022, Az.: 2 Sa 490/2

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