Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1602
Anglizismen bitte vermeiden

Jogginghosen auf Deutsch auszeichnen

Online-Händler müssen beim Verkauf von Erzeugnissen penibel die Auszeichnungspflichten beachten. Hintergrund dafür sind die Vorschriften des Kennzeichnungsgesetzes, das klare Regeln setzt.

Online-Händler müssen beim Verkauf von Erzeugnissen penibel die Auszeichnungspflichten beachten. Hintergrund dafür sind die Vorschriften des Kennzeichnungsgesetzes, das klare Regeln setzt. Die Beschreibung von Jogginghosen war der Stein des Anstoßes für ein gerichtliches Abmahnungsverfahren.

Der Unternehmer bot Hosen auf Amazon an. Die Materialzusammensetzung war auf der Verpackung und den Etiketten in den Jogginghosen mit „52% Cotton, 40% Polyester, 8% Acrylic" deklariert.

Bezeichnung Acrylic geht nicht

Ein konkurrierender Bekleidungshersteller sah einen Gesetzesverstoß. Die Bezeichnungen „Cotton" und „Acrylic" seien keine zulässigen Kennzeichnungen. Die Fasern seien in deutscher Sprache auszuzeichnen. Danach wären die Stoffe der Jogginghosen mit „Baumwolle" statt „Cotton" und „Modacryl" oder „Polyacryl" statt „Acrylic" zu benennen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte teilweise diese Kritik. Der Begriff Acrylic sei zu beanstanden, die Bezeichnung Cotton nicht. Die für die Abmahnung anfallenden Kosten sind in vollem Umfang vom Beklagten zu zahlen, so die Richter. Auch wenn sich die Klage nur in einem Gesichtspunkt als begründet erwiesen hätte.

Fazit:

Die gesetzlichen Kennzeichnungspflichten sind genau zu beachten, Anglizismen sind zu vermeiden: die Amtssprache ist Deutsch.

Urteil: vom 31.10.2018, Az.: I ZR 73/17

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Arbeitsämter setzen auf digitalen Durchblick im Förderdschungel

Fördermöglichkeiten der Arbeitsagentur prüfen

Viele Unternehmen kennen die Fördermöglichkeiten der Arbeitsagentur noch nicht. Jetzt können sie mit einem Online-Tool schnell prüfen, ob und was förderfähig ist.
  • Fuchs plus
  • Verteidigungsindustrie: Chancen für KMU durch resilientere Lieferketten

Verteidigungsindustrie braucht Zulieferer

Die europäische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sucht dringend nach resilienteren Lieferketten und bietet Chancen für kleine Mittelständler. Trotz vorhandener Finanzmittel fehlt es bisher an Lieferanten. FUCHSBRIEFE zeigen Ihnen, wo Sie an Aufträge kommen könnten.
  • Serie: Ära der KI-Agenten (1)

KI: Auf dem Weg in die Agenten-Ära

Unternehmen stehen vor einem technologischen Umbruch: Künstliche Intelligenz und Agentensysteme leiten eine neue Ära ein, die vergleichbar mit der Einführung des Internets ist. Der Fokus verschiebt sich von der User Experience hin zur Agentic Experience, wo autonome Systeme agieren. Unternehmen müssen sich nun auf Business to Agent (B2A) ausrichten. FUCHSBRIEFE machen Unternehmen mit einer neuen Serie entscheidungsfähig.
Zum Seitenanfang