Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1723
Wettbewerbsrecht

Klagewelle wird GWB-Novelle begleiten

Die 10. GWB-Novelle soll marktbeherrschende Digitalkonzerne stärker regulieren. Das ist grundsätzlich sinnvoll, um eine Ausgreifen der Konzerne auf immer mehr digitale Teilmärkte zu verhindern. Das Gesetz ist aber nicht ausgereift. Es fehlt eine grundlegende Definition.

Nach der Einführung der 10. GWB-Novelle ist mit langwierigen Gerichtsprozessen zu rechnen. Die Novelle soll die großen, marktbeherrschenden Digitalkonzerne Amazon, Facebook, Apple und Google stärker regulieren. Nun liegt der Referentenentwurf für das Gesetz vor. Die Maßnahmen sind ebenso weitreichend wie das Gesetz lückenhaft ist. 

Kartellamt soll in Zukunft Unternehmen identifizieren, die Märkte beherrschen und diese stärker regulieren

Das Bundeskartellamt soll in Zukunft feststellen, welche Unternehmen eine „überragende marktübergreifende Bedeutung“ haben. Diesen Unternehmen kann es dann bestimmte Verhaltensweisen untersagen; etwa die Begünstigung eigener Services oder die Unvereinbarkeit mit fremder Software. So taucht bei Google, wenn Nutzer nach einem Ort suchen, immer Google Maps als erster Treffer auf. Konkurrenten wie Here WeGo werden dagegen nicht beachtet. Künftig sind die Digtalkonzerne außerdem verpflichtet, ihre gesammelten Nutzerdaten anderen Unternehmen gegen Zahlung einer Gebühr zugänglich zu machen. Das werden die Konzerne nicht ohne Gegenwehr akzeptieren. Denn diese Daten stellen einen wesentlichen Vermögenswert der Digitalkonzerne dar.

Gesetz ist unausgereift

Das Problem: Die für das Gesetz grundlegende „überragende marktübergreifende Bedeutung“ wird in dem Entwurf nicht klar definiert. Die Digitalkonzerne werden somit leicht gegen eine Beobachtung klagen können. Die rechtssichere Definition wird daher erst in jahrelangen Prozessen erfolgen.

Fazit: Die Regulierung der Digitalkonzerne, die in immer mehr digitalen Teilmärkten beherrschende Marktanteile haben, ist sinnvoll. Die Gesetze sollten dann aber auch so gestaltet werden, dass sie direkt anwendbar sind, statt erst nach Gerichtsurteilen präzise definiert zu werden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bayerische Vermögen GmbH in der Ausschreibung

Die Bayerische Vermögen lässt zu viele Fragen offen

Thumb Stiftungsvermögen 2024. © Collage: verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envator elements
Die Bayerische Vermögen gibt sich selbstbewusst. „Gibt es eine Formel für erfolgreiche Geldanlage?" Nicht alle Daten seien einfach abzurufen und müssten erst einmal ins rechte Verhältnis zueinander gesetzt werden. "Diesen Mehrwert bietet unsere Premium-Vermögensverwaltung und kann daher für jeden Privatanleger geeignet sein.“ Nun ist die Stiftung Fliege kein Privatanleger und hat besondere Anfordrungen. Wir sind also gespannt, was der Vorschlag zu bieten hat.
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Siemens Energy

Starke Zahlen und Rekord-Aufträge

Siemens Energy ist auf gutem Wege. Das zeigen die jüngsten Zahlen an. Viele Unternehmensteile machen gute Umsätze und stattliche Gewinne. Das schlägt sich auch an der Börse nieder.
  • Fuchs plus
  • Plug Power

Kostensenkungsprogramm und Wasserstoff-Verkauf

Plug Power hat sich verhoben. Die Zahl der Projekte und Investitionen war zu hoch. Nun tritt das Unternehmen an verschiedenen Stellen auf die Kostenbremse. Gut ist in dem Umfeld, dass Plug mit der Produktion und dem Verkauf von Wasserstoff für seine Partner begonnen hat.
  • Fuchs plus
  • Editorial

BMW fährt auf Wasserstoff ab

BMW und Airbus verstärken ihre Bemühungen, Antriebslösungen mit Wasserstoff zu entwickeln. Der Autobauer aus Bayern setzt jetzt voll auf Wasserstoff, hat mit dem iX5 einen Pkw am Start, sieht dafür aber die aussichtsreichsten Märkte nicht in Deutschland oder Europa. Dennoch ist die Marschroute klar.
Zum Seitenanfang