Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1049
Tilgung einer Darlehensschuld spielt keine Rolle

Krankenkasse kennt kein Pardon

Unternehmer können sich freiwillig krankenversichern. Wie hoch der Beitrag ist, hängt vom Einkommen ab. Grundlage ist der jährliche Steuerbescheid. Was ist aber, wenn der Verkauf von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft zusätzliches Geld in Kasse spült?

Verkauft ein Unternehmer seine Anteile an einem Betrieb, führen die Einnahmen zu höheren Ausgaben für die Krankenkasse. Die Versicherung berechnet den monatlichen Krankenkassenobolus des Unternehmers aus seinen jährlichen Einnahmen. Sie legt dabei die Angaben aus dem Einkommenssteuerbescheid zugrunde.

Selbst wenn das Geld sofort wieder abfließt, ist das irrelevant. Im konkreten Fall diente der Erlös zur sofortigen Tilgung eines Darlehens. Deshalb meinte der Unternehmer, diese Einkünfte müssten die Krankenkasse nicht interessieren. Dieser Auffassung folgte das Sozialgericht Stuttgart nicht. Es wies die Klage zurück. Die Einnahmen seien sehr wohl beim Beitrag zu berücksichtigen.

Fazit:

Die Einnahmen aus dem Verkauf von Anteilen an einem Unternehmen sind bei der Festsetzung des Krankenkassenbeitrags zu berücksichtigen.

Urteil:

SG Stuttgart vom 27.2.18, Az.: S2KR 3664/16

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Gericht erweitert Pflichtinformationen

Massenentlassungen: Aus Soll wird Muss

Eine Büroangestellte packt ihre Sachen in eine Kiste. Symbol für Kündigung. Copyright: Pexels
Die Wirksamkeit einer ordentlichen Kündigung kann von der Vollständigkeit der Massenentlassungsanzeige (notwendig bei fünf Entlassungen in einem Monat) gegenüber dem Arbeitsamt abhängen. Ein Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts (LAG) sorgt jetzt für Irritationen bei dem eingespielten Verfahren.
  • Fuchs plus
  • „Ich habe keine Ahnung und mich hat auch niemand gefragt“

Probleme bei der Umsetzung nachhaltiger Anlagestrategien

Pflanzen formen ein Fragezeichen auf einer einsamen Insel. Copyright: Pixabay
Nachhaltigkeit in der Geldanlage ist ein großer Trend. Viele Anleger wollen auf den Zug aufspringen, stoßen dabei aber auf hohe Hürden. Das sind zum Teil ganz banale Gründe. Vor allem in der Finanzberatung ist noch erheblich Luft nach oben.
  • Fuchs plus
  • Software-Einführung im Unternehmen

Gesamtbetriebsrat oder örtlicher BR: Wer darf mitbestimmen?

Computer mit geöffneten Programm. Copyright: Pexels
Arbeitgeber kommen bei der Software-Einführung schneller zu Ergebnisse, wenn sie den Einsatz nur dem Gesamtbetriebsrat verhandeln müssen. Dagegen wehrt sich der örtliche Betriebsrat. Aber hatte er damit Erfolg?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wirtschaftsverbände nicht auf einer Linie

Abkehr von der Schuldenbremse

Die großen Wirtschaftsverbände waren lange Verfechter von Haushaltskonsolidierung und Schuldenbremse. Aber in den vergangenen drei Jahren haben sie ihre wirtschaftspolitische Haltung merklich verändert.
  • Fuchs plus
  • Austausch einer Heizungsanlage

Neue Heizung ist nicht immer eine Modernisierung

Ein Heizkörper. Copyright: Pixabay
Modernisierungen bei Immobilien gehen fast immer mit Miterhöhungen einher. Das dies aber nicht immer der Fall ist, darauf macht das Landgericht (LG) Bonn bei einer neu eingebauten Heizung aufmerksam. Denn so manche Maßnahme ist nur eine Instandhaltung.
  • Fuchs plus
  • Mieter dürfen nicht uneingeschränkt umbauen

Anspruch auf Ladesäulen eingeschränkt

Schematische Darstellung E-Auto mit Ladesäule. Copyright: Pixabay
Seit Dezember 2020 haben Mieter einen Anspruch auf bauliche Veränderungen zur Einrichtung von Ladesäulen für E-Autos. Vermieter müssen Eingriffe in die bauliche Substanz ihres Mietobjektes dulden. Der Rechtsanspruch ist aber keineswegs grenzenlos, so das Amtsgericht (AG) München.
Zum Seitenanfang