Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
981
Tilgung einer Darlehensschuld spielt keine Rolle

Krankenkasse kennt kein Pardon

Unternehmer können sich freiwillig krankenversichern. Wie hoch der Beitrag ist, hängt vom Einkommen ab. Grundlage ist der jährliche Steuerbescheid. Was ist aber, wenn der Verkauf von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft zusätzliches Geld in Kasse spült?

Verkauft ein Unternehmer seine Anteile an einem Betrieb, führen die Einnahmen zu höheren Ausgaben für die Krankenkasse. Die Versicherung berechnet den monatlichen Krankenkassenobolus des Unternehmers aus seinen jährlichen Einnahmen. Sie legt dabei die Angaben aus dem Einkommenssteuerbescheid zugrunde.

Selbst wenn das Geld sofort wieder abfließt, ist das irrelevant. Im konkreten Fall diente der Erlös zur sofortigen Tilgung eines Darlehens. Deshalb meinte der Unternehmer, diese Einkünfte müssten die Krankenkasse nicht interessieren. Dieser Auffassung folgte das Sozialgericht Stuttgart nicht. Es wies die Klage zurück. Die Einnahmen seien sehr wohl beim Beitrag zu berücksichtigen.

Fazit:

Die Einnahmen aus dem Verkauf von Anteilen an einem Unternehmen sind bei der Festsetzung des Krankenkassenbeitrags zu berücksichtigen.

Urteil:

SG Stuttgart vom 27.2.18, Az.: S2KR 3664/16

Meist gelesene Artikel
  • Das FUCHS Broker-Rating 2021 ist da!

Nur die Wenigsten überzeugen

Das FUCH Broker-Rating 2021 ist da! Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Im diesjährigen Broker-Rating wollten wir die Broker mit einem echten Traumkunden aus der Reserve locken. Mit der Aussicht auf eine lange Bindung und viele Trades, müssten sich die Häuser um uns reißen. Genutzt haben die Offerte die Wenigsten. Das Rating offenbart etwas Licht und sehr viel Schatten.
  • Fuchs plus
  • Basisregister und Wirtschaftsnummer kommen

Once Only für Register

Basisregister und Wirtschaftsnummer kommen. Copyright: Pixabay
Das Kabinett hat die Schaffung eines Basisregisters beschlossen. Das soll den bürokratischen Aufwand für Unternehmen reduzieren und die Verwaltung effizienter machen. Profiteur ist dabei vor allem eine Behörde.
  • Fuchs plus
  • Die Entscheidung fällt im 4. Quartal

Dollar stabil. Vorerst

Dollar stabil. Vorerst. Copyright: Pixabay
Das Virus macht Sommerpause. Und das Wohlgefühl steigt allenthalben mit den Temperaturen. Der aufgestaute Konsum bricht sich Bahn. Das sind gute Voraussetzungen für einen stabilen Dollar. Vorerst.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ladungsträger-Management

Nix paletti mit Paletten

Nix paletti mit Paletten. Copyright: Pixabay
Weniger Holz, höhere Nachfrage, lange Lieferzeiten: Paletten sind ein exklusives, teures Gut. Gibt es Alternativen?
  • Fuchs plus
  • Der stramme Marsch in die Staatswirtschaft

Die EU frustriert die Unternehmer

Die EU frustriert die Unternehmer. Copyright: Pixabay
Die EU frustriert mit einer unternehmensfeindlichen Politik. Einerseits werden ständig neue Regelungen eingeführt und alte strenger gefasst. Andererseits verfolgt die EU eine gesteuerte Wirtschaftspolitik, die hohe Kosten verursacht, aber wenig bringt.
  • Digitalisierung löst nicht das Bürokratieproblem

Entschlackungskur für Europa

Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber. @Foto: Verlag FUCHSBRIEFE
Europa bestimmt, verordnet, vereinheitlicht. Und eine Regierung misst sich oft an der Zahl der verabschiedeten Gesetze. So wächst der Berg an bürokratischen Vorschriften immer weiter. Diesen Mühlstein auf dem Weg in die Zukunft müssen wir schnellstens loswerden, findet Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber.
Zum Seitenanfang