Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
1160
Erbschaftsteuergesetz ist offensichtlich verfassungswidrig

Der Staat macht den Erbfall zum Risiko

Erblasser werden vom Staat im Stich gelassen. Das deutsche Erbschaftsteuerrecht ist nach Meinung des ehemaligen Verfassungsrichter Prof. Paul Kirchhof nicht verfassungskonform – Gestaltungen geschehen unter Vorbehalt. © PictureAlliance
Erst vor Kurzem hat die (alte) Bundesregierung das Erbschaftsteuerrecht geändert. Doch auch die Neuregelung ist klar verfassungswidrig. Das sagt der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht, Prof. Paul Kirchhof. Das bringt erhebliche Unsicherheit für Steuergestaltungen mit sich.

Erblasser müssen mit einer hohen Rechtsunsicherheit leben. Denn ihre Verfügungen sind latent rechtswidrig – und könnten im Nachhinein gekippt werden. Dieser Auffassung ist der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht, Prof. Paul Kirchhof. Kirchhof sprach gestern beim wirtschaftsethischen Frühstück der EKD in Berlin vor Unternehmern.
„Wenn heute jemand seinen Erbfall regeln will, dann weiß er nicht, welches Recht er anwenden soll", so Kirchhof. Cash-GmbH, Betriebsspaltung und Kaskadeneffekt seien von Karlsruhe 2014 als verfassungswidrig gerügt worden. Sie fänden sich aber in der Reparaturfassung des Erbschaftsteuerrechts wieder. Die Verfassungswidrigkeit sei offensichtlich – daher die Rückwirkung eines erwartbaren neuen Urteilsspruchs der Karlsruher Richter. Das dürfe man den Menschen nicht zumuten. „Sonst darf man sich nicht wundern, dass sich Menschen von diesem wunderbaren Staat abwenden".

Dieser Artikel ist Teil des FUCHS-Briefe Abonnements. Login für Abonnenten

Jetzt FUCHS-Briefe abonnieren und weiterlesen

  • für den Unternehmer
  • die Essenz aus Wirtschaft, Politik, Finanzen und Vermögensanlage
  • Beurteilung von Chancen und Risiken
  • klare Handlungsempfehlungen
12 Monate
(12 Monate lesen 10 Monate zahlen)
12 Monate
(monatlich kündbar)
30 Tage
(kostenlos, einmalig)
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Zürcher Kantonalbank Österreich AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Der „Fachhandel“ für Private Banking

Die Zürcher Kantonalbank hat die grüne Ampel verdient.
Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG hat sich auf den Bereich Private Banking spezialisiert und betreut Unternehmer, vermögende Privatkunden und Stiftungen. Die Tochterfirma der Zürcher Kantonalbank in Zürich ist für den Konzern das „Tor zu Europa". 94 Mitarbeiter kümmern sich in Salzburg und Wien um Anlagelösungen für die Kunden. Wir sind gespannt auf den Termin bei einer „echten" Privatbank und hoffen angesichts der hohen Spezialisierung auf Exzellenz im Vermögensmanagement.
  • Fuchs plus
  • Wiesbadener Volksbank eG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Die Katze im Sack oder: Kaufen auf gut Glück

Die Ampel der Wiesbadener Volksbank steht auf Rot.
Die Selbstdarstellung der Bank als „Qualitätsbank" steht in krassem Gegensatz zu unseren Erfahrungen mit der Beratung. Wir kommen im Verlauf eines ermüdenden Gesprächs aus dem Staunen und Wundern nicht heraus, was zugleich die einzige Auflockerung darstellt. Am schärfsten ist, dass man sein Geld ohne Anlagevorschlag – praktisch auf gut Glück – investieren soll. Au weia!
  • Fuchs plus
  • Bankhaus Neelmeyer AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Kölle trifft Hanse

Die Ampel des Bankhaus Neelmeyer steht auf Rot.
Dass wir als Kölner die Dienste einer Bremer Bank in Anspruch nehmen wollen, rührt die langjährigen Berater des Bankhauses Neelmeyer sichtlich. Auch sonst geben sie eine gute Figur ab. Wenn da nicht ein paar vermeidbare Schnitzer gewesen wären, hätten die Bremer deutlich weiter oben landen und die Qualifikationshürde nehmen können.
Neueste Artikel
  • Hauptstadt-Notiz vom 15.10.2018

Dumm gelaufen für Andrea Nahles

Da hat man schon kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Für SPD Parteichefin Andrea Nahles war der Wahlsonntag in Bayern ohnehin ein rabenschwarzer Tag. Abends stand sie dann vor der Kamera und lief nach der Frage der Reporterin nach eigenen Fehlern, die sie gemacht habe, einfach weg. Der Eindruck: verheerend. Der Grund: Wegen technischer Probleme wurde das Interview ein zweites Mal geführt. Es war klar, dass es zeitlich knapp würde. Nahles brach wort- und grußlos ab, als sie ein entsprechendes Zeichen zum Aufbruch bekam. Doch das alles bekamen die Zuschauer nicht mit. Dennoch: Als Polit-Profi hätte ihr das nicht passieren dürfen.
  • In aller Kürze

FUCHS-REPORT: Die neue Welt im Private Banking

80 Mal klopften auch in diesem Jahr wieder die Markttester der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ für Private Banking Dienstleistungen bei Anbietern in Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und Österreich an. Im Mittelpunkt stand natürlich die Geldanlage – diesmal etwas mehr als 1 Mio. Euro. Das Verlustrisiko gaben die Testkunden vor. Es lag zwischen 10% und 20% vom erreichten Vermögensgipfel bis zum -tal. Die Rendite, die sie vor diesem Hintergrund erbringen konnten, sollten die Banken selbst vorgeben. Wichtig war aber auch herauszufinden, wie „Die Neue Welt des Private Bankings" nach Inkrafttreten der Finanzmarktregulierungsrichtlinie MiFID II am 1. Januar 2018 aussieht. Was bringt sie dem Kunden? Wo wirkt sie positiv, wo negativ? Der gleichnamige FUCHS-Report erscheint am 19. November. Vorbestellungen in Kürze in unserem FUCHS-Shop unter fuchsbriefe.de.
  • Fuchs plus
  • Fuchs Depot

... und Action

Jetzt hat uns der DAX nach unten überholt. Weite Strecken des Jahres lagen wir aufgrund unserer Strategie, gefallene Engel und Value-Titel mit Risikopuffer zu kaufen, schlechter als der Index. Nun notiert er mit Minus 10% hinter uns, wobei unsere Performance nicht zufriedenstellend ist.
Zum Seitenanfang