Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
1018
Bundesrat auf Konfrontationskurs

Die Erbschaftsteuer-Reform zieht sich hin

Die Erbschaftsteuerneuregelung sollte vor den Landtagswahlen 2016 über die Bühne gehen. Doch jetzt bocken ausgerechnet die Länder.
Der Bundesrat geht beim Thema Erbschaftsteuerreform auf Konfrontation mit der CDU-Mittelstandsfraktion im Bundestag. Die Unions-Mittelstandspolitiker, ca. 200 Abgeordnete rechnen sich dem Lager zu, wollen weitere Erleichterungen insbesondere für größere Familienunternehmen. Einmal soll der Bewertungsfaktor – derzeit das 18,2-fache eines Jahresgewinns – abgesenkt werden. Zum anderen wünschen sie sich eine Reinvestitionsklausel. Die mehrheitlich SPD-geführten Länder verlangen dagegen eine Verschärfung der Verschonungsregel. Unter 20 Mio. Euro soll die Verschonung laut Gesetzentwurf regelmäßig ohne Bedürfnisprüfung vonstatten gehen. Hierin sieht der Bundesrat einen möglichen neuerlichen Verfassungsverstoß. Im Kern geht es den Ländern darum, Verhandlungsmasse gegen die Unionsforderungen aufzubauen. Hintergrund ist die Befürchtung der Bundesländer, nicht genug Geld einzunehmen. Die Verschonungsregelungen würden für niedrigere Einnahmen sorgen als bisher. Das BMF rechnet dagegen mit 200 Mio. Euro an jährlichen Mehreinnahmen durch die Reform. Das Ganze geht in ein Pokerspiel über. Werden die Unionsabgeordneten das Schäuble-Gesetz boykottieren, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden? Wollen die Länder Gefahr laufen, dass das Gesetz auf die lange Bank geschoben wird – im Frühjahr sind Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz? Das Verfassungsgericht hat eine Frist bis Sommer 2016 gesetzt. Die CDU könnte darauf setzen, dass es im Grün-Rot-regierten Baden-Württemberg am 13.3. zur Wachablösung kommt. Jüngste Meinungsumfragen lassen Schwarz-Gelb möglich erscheinen.

Fazit: Sie sollten auf Basis des alten Rechts handeln. Es ist finanziell vorteilhaft und Sie haben noch die volle Rechtssicherheit.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Reduzierte Arbeitszeit ist kein Urlaub

Arbeitszeitverkürzung statt Urlaub geht nicht

Urlaub ist in jeder Beziehung was Besonderes, das meinte das Bundesarbeitsgericht (BAG) schon vor sechzig Jahren. Die Richter formulierten schon damals: „Das Interesse des Arbeitgebers sind gesunde und arbeitsfreudige Arbeiter". Diese Ideen verfolgen die Gerichte unverdrossen bis zum heutigen Tag.
  • Fuchs plus
  • LGT Bank (Österreich) AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Fürstliche Beratung in Wien

Wer bei der elitären LGT – dem Family Office des Fürstenhauses von Liechtenstein – abgehobene Berater vermutet, die einen „kleinen" Studenten nicht ernst nehmen, der irrt sich. Wobei natürlich Studenten mit einem Vermögen von 1,5 Millionen Euro wahrscheinlich auch hier nicht die Norm sind. Tatsache ist, dass fachlich und menschlich beim Kontakt in Wien ziemlich viel richtig gelaufen ist.
  • Fuchs plus
  • Die Grünen bestimmen die politische Ausrichtung der Regierung

Der heimliche Mitregent

CO2-Steuer oder CO2-Bepreisung - was hilft besser bei der Reduktion ? © Picture Alliance
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer dreht gerne politische Pirouetten. So ganz weiß man nie, wo sie in der Drehung anhält. Bei der CO2-Steuer vollführt sie gerade eine 180-Grad-Meinungswende. Wider besseres Wissen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Aufwertung durch schwachen Euro

Interventionsgefahr beim Schweizer Franken

Der schwächelnde Euro wird zum Problem für den Schweizer Franken. Der Aufwertungsdruck wird die notenbank zum Handeln zwingen. Dazu kommt eine abkühlende Konjunktur.
  • Fuchs plus
  • Die großen Spekulanten haben sich eingedeckt

Silber stößt an einen Widerstand

Der Preis für das Edelmetall Silber ist bis knapp an die 16 Dollar-Marke geklettert. Hier muss der Preis jetzt einen Kurswiderstand überwinden, damit es weiter nach oben geht. Doch viele große Händler sind jetzt anders positioniert als vor einigen Wochen. Anleger sollten das beachten.
  • Fuchs plus
  • Der kurzfristige Aufwärtstrend ist noch intakt

Beim Kaffee konkurriert das Wetter mit der Technik

Die Kaffee-Ernte in Brasilien wird über die künftigen Preise entscheiden. Copyright: Pixabay
Beim Kaffee scheinen die Eindeckungskäufe spekulativ eingestellter Händler abgeschlossen. Sie trieben in den letzten Wochen den Kaffeepreis an. Doch nun zählen andere Faktoren.
Zum Seitenanfang