Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1791
Wahlkampf wirft Schatten voraus

Haushaltspolitik: Steuererhöhungen in Sicht

Der Steuersenkungs-Wahlkampf 2017: eine Mogelpackung. Die Entlastungen werden sich in Grenzen halten.
Die im Bundestagswahlkampf versprochenen Steuersenkungen sind nicht mal die halbe Wahrheit. Denn den erhofften Senkungen bei der Einkommensteuer, der Gehalts- und Lohnsteuer stehen massive Anhebungen bspw. bei Kapitalerträgen gegenüber. Der Mittelstandsbauch wird etwas geglättet. Da Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dafür nur 15 Mrd. Euro Spielraum sieht, handelt es sich bei einem Bruttoeinkommen von 4.000 Euro nur um 20 bis 30 Euro pro Monat. Die gesetzlich vorgeschriebene Anhebung des Grundfreibetrags bringt noch nicht einmal 10 Euro. Die Abschaffung der Abgeltungsteuer spült dem Finanzminister etwa 5 Mrd. Euro p. a. in die Kasse. Sie ist nach der Einführung des automatischen Informationsaustauschs fest eingeplant. Der betroffene Personenkreis – vor allem Aktien- und Fondsbesitzer – dürfte mehr draufzahlen müssen, als die Entlastung bei den laufenden Einkommen bringt. Und diese dürfen noch froh sein, wenn die intensiv diskutierte und von Links vehement geforderte Vermögenssteuer ausbleibt. Der Solidaritätsbeitrag wird über 2019 hinaus erhoben. Die angedachte Abschaffung wird nicht erfolgen. Das bringt dem Bund rund 15 Mrd. Euro an Einnahmen und dem Bürger entsprechend weniger Entlastung. Nach 2020 – falls nicht sofort nach der Bundestagswahl – steht eine Erhöhung der Mehrwertsteuer an. Der ermäßigte Satz von 7% wird entweder abgeschafft oder auf 10% angehoben. Statt 19% sind dann 20% als normaler Satz fällig. Die dadurch in die Kassen fließenden 10 Mrd. Euro p. a. braucht das BMF vermutlich allein für die Folgen einer Zinserhöhung, die zusätzlichen Kosten für Hartz IV (Flüchtlinge) oder die Mütterrente bei zunehmender Zahl von Rentnerinnen.

Fazit: Der Steuersenkungswahlkampf 2017 ist eine Mogelpackung. Am Ende lauern höhere Steuern für Besserverdienende.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Verbesserung der ESG-Bilanz wirkt sich positiv aus

Factoring mit Nachhaltigkeits-Bonus

Grüner Sand läuft durch eine Sanduhr. © William_Potter / Getty images / iStock
Das Thema Factoring spielt bei immer mehr Unternehmen eine Rolle. Gerade in unsicheren Zeiten ist es ein guter Schutz gegen Zahlungsausfälle. Auch hier kommt nun das Thema Nachhaltigkeit an. Gut umgesetzt, kann das die Kosten des Verfahrens mildern.
  • Deutschland muss einfacher werden

Wie der Fachkräftemangel zum Segen werden kann

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber
In Deutschland herrscht Personalnot. Zudem ist das Land überreguliert. Beides gehört zusammen. Wir und unsere Politiker werden dazu umdenken müssen. Je rascher desto besser, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. Dann kann aus dem Fluch des Fachkräftemangels ein Segen für das Land werden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Konditionen: Es geht auch günstig

Weite Bandbreite bei den Gebühren der Vermögensverwalter

(c) Verlag Fuchsbriefe, Bildmaterial envato elements
Wer etwas kauft, schaut auf den Preis. Das ist auch bei einer Vermögensverwaltung nicht anders, zumal die Kosten regelmäßig anfallen und unmittelbar die Nettorendite des Kunden beeinflussen. Gerade in einer Zeit extrem hoher Inflationsraten ist das von Bedeutung.
  • Im Fokus: KI-Aktien

ChatGPT läutet nächste Runde der KI-Revolution ein

Symbolbild Künstliche Intelligenz. © Andrey Suslov / Getty Images / iStock
Der auf Künstlicher Intelligenz basierende Chatbot ChatGPT ist derzeit in aller Munde. Die Fähigkeiten der KI sind erstaunlich und entwickeln sich rasant weiter. Anleger fragen sich darum, mit welchen Aktien sie vom Megatrend Künstliche Intelligenz am besten profitieren.
  • Fuchs plus
  • MiFID-Vorgaben in der Praxis kaum einhaltbar

Krisen-Kommunikation im Private Banking

(c) Verlag Fuchsbriefe, Bildmaterial envato elements
In der jüngsten Vergangenheit häuften sich extreme Marktereignisse. Seien es Lehmann-Pleite, Brexit, Trump-Wahl, Corona-Crash oder der Ausbruch des Ukraine-Krieges – unverhofft kommt oft und zuletzt sogar immer öfter. Die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz wollte wissen: Wie schnell und in welcher Form informieren die Banken und Vermögensverwalter ihre Kundschaft?
Zum Seitenanfang