Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
798
Swapzinsen sind keine Werbungskosten, manchmal aber doch

Swapzinsen und Werbungskosten

Gleich zwei unterschiedliche Entscheidungen zur Berücksichtigung von Swapzinsen als Werbungskosten haben die Finanzgerichte (FG) in Münster und Rheinland-Pfalz getroffen. Allerdings gab es feine Unterschiede in den Fallkonstellationen.

Zwei unterschiedliche Entscheidungen zur Berücksichtigung von Swapzinsen als Werbungskosten verwirren Anleger. Getroffen haben sie die Finanzgerichte (FG) in Münster und Rheinland-Pfalz. Allerdings gab es feine Unterschiede in den Fallkonstellationen.

  • Das FG Münster urteilte: Fällige Zinszahlungen, die durch Swap-Verträge entstanden sind, sind nicht als nachträgliche Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung anzuerkennen. Im konkreten Fall wurde das Mietobjekt verkauft und mit dem Geld das Immobiliendarlehen abgelöst.
  • Anders urteilte das FG Rheinland-Pfalz. Die gezahlten Ausgleichzahlungen für die vorzeitige Beendigung des Zinsswap-Vertrages waren, in diesem Fall, als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abzugsfähig. Wichtiger Unterschied: Die Immobilie blieb nach Beendigung des Zinsswap-Vertrages weiterhin vermietet und im Besitz des Steuerzahlers.

Fazit: Swapzinsen sind eigentlich keine Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung, wenn die Immobile verkauft wird; bleibt das Objekt dagegen weiterhin Eigentum des Steuerzahlers, ist es möglich die anfallenden Zinsen geltend zu machen.

Urteil: FG Münster vom 20.2.2019, Az.: 7 K 1746/16 F

Urteil: FG Rheinland-Pfalz vom 9.4.2019, Az.: 4 K 1734/17

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • So rechnet der Betrieb richtig

Wenn Urlaub zu Geld wird

Urlaub ist laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) zur Erholung da. Daher darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter diese Zeit eigentlich auch nicht in Geld umwandeln. Aber es gibt Ausnahmen: Wird das Arbeitsverhältnis beendet und es gibt noch ungenutzte Ansprüche, sind diese in Geld auszuzahlen. Nur: Wie berechnen sich die abgegoltenen Urlaubtage?
  • Fuchs plus
  • BMWi schüttet das Füllhorn aus

Neues Förderprogramm zur Digitalisierung

Ein neues Programm des BMWi fördert Digitalisierungsvorhaben. Die Palette reicht von Hardware, über Software bis hin zu Fortbildungen.
  • Im Fokus: Vegane Aktien

Alternative Ernährung bringt Gewinn

Immer mehr Menschen leben vegan. Copyright: Pexels
Vegane Lebensmittel erleben einen wahren Boom. Abgesehen von einigen Highflyern wie Beyond Meat profitieren aber noch einige mehr Unternehmen von dem Trend. Viele davon sind einer breiten Masse von Anlegern aber noch nicht bekannt. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Verträge voneinander abhängig gemacht

Zwei getrennt Mietverträge können eine Einheit bilden

Nur eine gemeinsame Kautionszahlung, die Komplettübergabe von acht Schlüsseln für das gesamte Wirtschaftsgebäude und eine verknüpfende Zusatzvereinbarung sorgen dafür, dass aus zwei abgeschlossenen Mietverträgen einer wird. Wie sieht es in diesem Fall aber bei einer Kündigung aus?
  • Fuchs plus
  • Unternehmen werden mit Kredit überschüttet

Geld im Überfluss

Die Unternehmen in der Eurozone sind im Kredit-Schlaraffenland unterwegs. Sie werden im Moment mit billigen Kreditangeboten überschüttet. Zudem geht auch noch die Inflation zurück. Das wirkt sich auf die Finanzierungskonditionen aus.
  • Fuchs plus
  • Größere Lithium-Vorkommen wiederentdeckt

Briten planen Batteriefabrik für Elektoautos

Für Elektroautos scheint es gegenwärtig ohne die Lithium-Ionen-Batterien nicht zu gehen. Ob das so bleibt ist völlig offen. Immerhin wird viel Geld in neue Batteriewerke und das notwendige Lithium gesteckt.
Zum Seitenanfang