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Zunehmend Probleme mit chinesischen Sublieferanten

Erhebliche Lieferschwierigkeiten

China-Beschaffung ist noch immer kein Selbstläufer. Sinkende Liefer- bzw. Versorgungssicherheit und Qualitätsprobleme machen Einkäufern verstärkt zu schaffen. Heißes Thema sind Gießereischließungen. Dauerbrenner: „Absendertäuschung".

Die sinkende Liefer- bzw. Versorgungssicherheit erschwert zunehmend die Arbeit mit Chinesen. Immer unsicherer werden Qualität und Liefertermine für Guss- und Schmiedeteile sowie Zeichnungsteile für den Anlagen- und Maschinenbau. Der Grund: staatlich forcierte Umweltschutzprogramme.

Viele Gießereien werden geschlossen. Andere müssen bei schlechten Luftwerten temporär dicht machen – ob wochen- oder monatelang, ist nicht vorhersehbar. Das bedeutet für Geschäftspartner: Lieferverträge mit konkreten Zusagen können plötzlich nicht mehr erfüllt werden.

Das ist nicht nur bei Just-in-time-Konzepten fatal. Manche Firmen mussten bereits Konkurs anmelden, weil Kunden abgesprungen sind!

Es ist mit wachsenden Qualitätsproblemen zu rechnen

Weitere Folge: Die Gießerei-Misere führt zu höheren Preisen. Denn Angebot und Fertigungskapazitäten verringern sich stark. Der Markt wandelt sich in einen starken Verkäufermarkt. Viele chinesische Lieferanten wollen (und können) wieder ordentlich Profit machen. Wegen der sehr hohen Auslastung sind viele in dieser Branche oft nur noch an Großaufträgen interessiert, die mindestens 5% der Gesamtkapazität ausmachen.

Rechnen Sie auch mit wachsenden Qualitätsproblemen. Denn chinesische Fertigungspartner werden verstärkt Subaufträge an kleine, unbekannte und meist nicht ISO-zertifizierte Sublieferanten vergeben. Einkäufer werden schon mal getäuscht: Zugeschickte Teile stammen nicht immer vom beauftragten Unternehmen. In diesen Fällen erreicht die Qualität nicht den spezifizierten Standard. Das kommt oft erst bei einer Qualitätskontrolle ans Licht.

Ziehen Sie Konsequenzen. Sie müssen fachkundig in die Fertigung gehen und im Vorfeld prüfen, ob gewünschte Teile tatsächlich in allen Fertigungsschritten dort auch hergestellt werden können. Wenn Sie das nicht mit Bordmitteln stemmen, dann beauftragen Sie einen externen Profi. Dienstleister inspizieren für Sie den Stand der Fertigung und beharren auf Einhaltung Ihrer Qualitätsvorschriften. Das ist am Ende billiger, als ad hoc teure Lieferausfälle managen zu müssen. Entwickeln Sie alternative Szenarien mit anderen Zulieferern und neuen Beschaffungsregionen.

Fazit: Richten Sie sich auf ein grundlegenderes Problem ein, das nicht in ein paar Monaten ausgestanden ist. Adressen von Dienstleistern zur Qualitätskontrolle können Sie unter dem Stichwort: »China-Guss« bei redaktion@fuchsbriefe.de abrufen.

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