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Kunst-Angebot wächst und wird verwässert

Dachbodenfund oder echter Kunst-Schatz?

Gegenstände aus einem Dachbodenfund. © BrAt_PiKaChU / Getty Images / iStock
TV-Sendungen wie "Bares für Rares" machen den Kunstmarkt populär, aber sie beflügeln ihn nicht unbedingt. Denn nicht jeder "Dachbodenfund" ist wirklich ein Schatz. Dennoch werden immer mehr solcher "Schätzchen" angeboten. Die Kunsthäuser reagieren mit einer zunehmenden Fokussierung und gezielten Kundenansprachen. FUCHSBRIEFE erklären, was diese Marktentwicklung für Sammler und Verkäufer bedeutet.
Angesichts des ins schier Unüberschaubare wachsenden Angebots differenziert der Kunstmarkt immer feiner zwischen den Qualitäten. Auktionshäuser und Kunsthandel tragen der Marktdifferenzierung vor allem hinsichtlich der Angebots- und Präsentationsform Rechnung. 

Kunstmarkt differenziert immer feiner zwischen Werken und Formaten

Bei den Durchführungsformen von Veranstaltungen wird fein zwischen Messe, Preview, Evening Sale, Collectors Dinner und Standardauktion unterschieden. Exklusive Formate (Empfänge, Vorabbesichtigungen, Expertentage, Diskussionsrunden, Sonderführungen zu Ausstellungen) sind beliebt, um sehr zahlungskräftige Kundschaft anzusprechen.

Bei Versteigerungen differieren die Formate zwischen reinen Online-Auktionen, Präsenz- oder Hybridauktion, Roadshows und Private-Sale. Dabei geht es darum, die Aufwands- und Ertragsrelationen genau zu justieren. Ziel ist es mit einer überschaubaren Anzahl Spitzenobjekten möglichst hohe Umsätze zu machen. Diese Strategie funktioniert recht gut. National und international gilt die Faustregel: 10% bis 15% der Objekte liefern gut 80% bis 90% des Umsatzes. 

Das richtige Auktionshaus finden

Für Sammler ist wichtig, die richtigen Auktionshäuser zu besuchen. Denn neben den Marktführern mit hochpreisigen Angeboten gibt es ein breitaufgestelltes Spektrum wohlsortierter mittlerer und kleinerer Auktionshäuser. Das Profil und die Reputation eines Auktionshauses haben eine direkte Auswirkung auf die Chance einen Käufer für ein Objekt zu finden und auch noch einen adäquaten Preis zu erzielen. Darum ist Kenntnis über den Markt auch wichtig, wenn Sammler einen Schatz verkaufen wollen. 

Sammler, die verkaufen wollen, sollten sich im Vorfeld beim auserwählten Auktionshaus nach deren Annahmekriterien erkundigen. Oftmals entsprechen die Angebote hinsichtlich der Objektart, der Beschaffenheit, der Preisvorstellung nicht dem Profil eines Auktionshauses. Mittlerweile erbitten die meisten Auktionshäuser für eine erste Einschätzung einige Objektfotos und eine Objektbeschreibung per Mail vom Einlieferer. 

Realistische Preisvorstellungen entwickeln

Gehen Sie mit realistischen Preisvorstellungen an ihr Objekt heran. Ein Blick auf die Internetseiten und Auktionskataloge der Auktionshäuser verschafft einen ersten Einblick in die Preiswelt. Für viele Sammler eine bittere Erkenntnis: Die überwiegende Mehrheit künstlerischer Objekte ist durchschnittlicher Natur und repräsentieren normalen Auktionsalltag. Hinter Begriffen wie Varia-Auktionen, Fundgrube, Clearing-Auktionen bieten einige Auktionshäuser erstaunlich gut sortierte Angebote aus vielen Segmenten an. Gern gesehen im Auktionsgeschäft ist die Übernahme kompletter Sammlungsbestände zu Spezial- bzw. Sonderauktionen.

Kommende Sonderauktionen (Auswahl)

 

Hollywood, Florida, USA- Auktionshaus LION AND UNICORN

The Collection of Marie-Claude Lalique

10. September 2023

 

Ahlden, Kunstauktionshaus Schloss Ahlden

Historische Puppensammlung Dobbelmann

15. September 2023

 

Bozen/Italien, Bozner Kunstauktion

Benefizauktion Kunstsammlung Südtiroler Volksbank Kunst aus Tirol und Varia

6. Oktober 2023

 
Fazit: Die Popularität des Kunstmarktes wird größer. Das ist nicht immer gut für die Qualität der Ware. Darum differenzieren die Kunsthäuser bei Galerien und Aktionen immer feiner. Für Käufer und Verkäufer wird es daher wichtiger, das richtige Haus für Käufe oder auch Verkäufe zu finden. Die Suche danach ist meist gut investierte Zeit.
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