Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1252
Luftschläge der USA gegen iranische Atomeinrichtungen immer wahrscheinlicher

Die Kriegsgefahr in Nahost steigt

Es ist wie vor dem Mauerbau: Niemand hat die Absicht einen Krieg zu beginnen. Dennoch häufen sich die Nachrichten, die auf einen Militärschlag der Amerikaner hindeuten. Fuchsbriefe skizzieren die politischen und ökonomischen Folgen.

Immer offener wird auch von erfahrenen und naturgemäß zurückhaltenden Diplomaten von Krieg zwischen USA und Iran gesprochen. Die Situation gleiche der vor dem Mauerbau: „Niemand hat die Absicht, in eine heiße militärische Auseinandersetzung einzutreten". Die Situation steht auf der Kippe. Die Amerikaner sind eindeutig die Provokateure.
Die US-Regierung den Abzug aller nicht dringend benötigten amerikanischen Beamten aus dem Irak angeordnet.
Iran hat mit dem Teilausstieg aus dem internationalen Atomabkommen begonnen.

Anhaltspunkte für eine militärische Auseinandersetzung

Die Bundeswehr hat den Ausbildungsbetrieb für die Streitkräfte im Irak wegen der zunehmenden regionalen Spannungen ausgesetzt.
Gestern (Mittwoch) wurden die Verteidigungspolitiker des Bundestages informiert. Die Regierung schätzt den Konflikt mittlerweile als „brandgefährlich" ein. Außenminister Heiko Maas spricht von einer „ausgesprochen ernsten" Lage.

Kein Bündnisfall – USA isoliert

Dennoch: Die NATO-Mitglieder wären nicht involviert. Es würde sich nicht um einen Bündnisfall handeln. Auf eine Koalition der Willigen wie gegen den Irak kann die US-Administration diesmal nicht setzen. Weder auf die Briten, noch auf Polen. Nur auf Israel, das selbst auf einen Militärschlag drängt (und selber über Atomwaffen verfügt, aber nie den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat). Trump geht damit vor dem US-Wahljahr 2020 ein großes Rsiiko ein. Er wollte sich eigentlich aus den Konfliktherden (Afghanistan, Irak) herausziehen. Voraussichtlich werden es die USA bei Luftschlägen belassen. Bodentruppen wird Trump nicht schicken.
Was sind die Risiken?
• Vollständige Instabilität der Region (Irak, Iran, Syrien, Palästina).
• Massenwanderungsbewegungen nach Europa
• Weitere Destabilisierung der EU
• Emporschnellende Ölpreise
• Börsenabsturz
• Erneuter Konjunkturknick mit hohem Rezessionsrisiko

Europa kann sich politisch aufwerten

Nun die „positive" Seite der Medaille: Für Europa sehen Diplomaten in der Irankrise eine große Chance. Sie müssen nun das rote Telefon der Amerikaner übernehmen, die die Leitung nach Teheran gekappt haben. Einmal stehen die Europäer historisch in der Region in der Verantwortung. Sie haben die arabische Halbinsel im 1. Weltkrieg zum Kriegsschauplatz gemacht und sind alles andere als zimperlich vorgegangen. Die Amerikaner waren stets nur Zaungast und Protektor der Israelis (und des saudischen Öls).

Moskau im Glück

Lachender Dritter ist Moskau. Wladimir Putin muss sich kaum noch anstrengen, einen Keil in die westliche Allianz zu treiben. Die USA isolieren sich selbst. Die Europäer sind chronisch uneins in außenpolitischen Fragen. Leichter kann es der Kreml also nicht haben. Somit verliert auch die Sanktionspolitik wegen der unrechtmäßigen Annexion der Krim an Nachdruck.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unsere folgenden Artikel:

https://www.fuchsbriefe.de/finanzen-wirtschaft/energie-rohstoffe/der-%C3%B6lpreis-im-politischen-fahrwasser
https://www.fuchsbriefe.de/finanzen-wirtschaft/energie-rohstoffe/erneuerbare-energien-ver%C3%A4ndern-das-weltweite-machtgef%C3%BCge

Fazit

Für Europas Außenpolitik ist dies die Chance zur Formation. Sogar zur Einbindung der Briten. Es ist ihr Lackmustest. Wird er nicht bestanden, hat Europa seinen Anspruch verspielt und liefert das Wasser auf die Mühlen der Renationalisierer.

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Erwarteter Investitionsanstieg bleibt aus

Unternehmen treten auf die Bremse

Sinkende Kurse. © peshkov / stock.adobe.com
Die Ausrüstungsinvestitionen der deutschen Industrie bleiben auch nach zwei Corona-Jahren, die zu einem erheblichen Investitionsstaugeführt haben, schwach. Wirtschaftsforscher erwarteten für dieses Jahr einen erheblichen Anstieg der Investitionen. Der wird nun durch den Russland-Ukraine-Krieg und den extrem gestiegenen Energiekosten zunichte gemacht.
  • Fuchs plus
  • Nachfrage bricht ein

Kräftiger Abschwung bei Baufinanzierungen

Symbolbild Baufinanzierung. © Gerhard Seybert / Fotolia
Der Immobilienmarkt ist an einem "Totpunkt" angekommen. Die hohen Preise im Verbund mit deutlich gestiegenen Zinsen drücken die Nachfrage kräftig. Das zeigt sich auch am Finanzierungsmarkt. Es ist aber ein Trugschluss, deswegen mit bald wieder günstigeren Konditionen zu rechnen.
  • Fuchs plus
  • EU-Whistleblower-Richtlinie im Lieferkettengesetz

Ombudsanwalt in China suchen

Lupe liegt auf einem Tisch. © [M] toeytoey2530 / Getty Images / iStock
Haben deutsche Unternehmen für europäische Niederlassungen elektronische Hinweisgebersysteme installiert, müssen sie nun auch Tochterunternehmen und Zulieferer in China (nach chinesischen Gesetzen) in dieses System integrieren. Das ist so nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) geregelt. FUCHSBRIEFE sagen Ihnen, wie Sie in China verfahren sollten.
Zum Seitenanfang