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Welthandel

Abkommen USA-China zu Europas Lasten

Die Teileinigung im Handelsstreit zwischen USA und China wird den europäischen Handel negativ beeinflussen. Copyright: Picture Alliance
Das Phase 1-Abkommen zwischen den USA und China wird die Exporte aus Europa nach China drücken. Das zeigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) aus Kiel. Die größten Verschiebungen wird es im Energiesektor geben. Aber auch der Industriesektor ist betroffen, und damit die Exporte aus Europa nach China.
Das kürzlich abgeschlossene Phase1-Abkommen zwischen den USA und China wird den Handel Europas mit China beeinträchtigen. Die Exporte aus Europa werden sich vermutlich um knapp 11 Mrd. USD verringern. Das sind über 4% der Exporte der EU nach China (Gesamtwert 2018: 209,9 Mrd. Euro). Das zeigen Berechnungen des Institut für Weltwirtschaft, IfW Kiel. Ursache ist, dass in dem Abkommen eine Erhöhung der Einfuhren aus den USA um 95 Mrd. USD 2021 zum Vergleichsjahr 2017 vereinbart wurden.

Handelsverschiebungen im Energiebereich besonders groß

Besonders starke Handelsverschiebungen wird es im Energiesektor geben. Dort sollen sich die Importe Chinas aus den USA laut IfW mehr als Verdreifachen. Im Agrarsektor soll der Anteil der USA von 18% der Importe auf 25% steigen. Aber auch bei den Industrieprodukten sollen sich die Importe in diesem Jahr um 33 Mrd. USD und im nächsten um 45 Mrd. USD erhöhen. Das wird den Handel mit Europa entsprechend schrumpfen lassen.  

Exporte aus Europa nach China werden sinken

Stärkere Exportrückgänge aus Europa wird es in den Bereichen Flugzeuge (-3,7 Mrd. USD), Autos (-2,4 Mrd. USD), Maschinen (-1,4 Mrd. USD), Pharma und medizinische Geräte geben. In diesen Produktgruppen hat China wesentlich höhere Importe aus den USA zugesagt. Daher werden europäische Hersteller Marktanteile abgeben müssen. Besonders stark davon Betroffen sind Unternehmen in Deutschland und Frankreich.   

 

Fazit: Das USA-China-Abkommen verpasst Europas Wirtschaft einen weiteren Dämpfer. Die schon schwachen Aussichten trüben sich zusätzlich ein.

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