Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1647
Außenhandel | Russland

Business as usual

Exporte nach Russland werden weiter staatlich verbürgt. Nicht einmal der Preis dafür wird trotz des höheren Risikos angehoben.
Von den Wirtschaftssanktionen bleiben die Bürgschaften des Bundes für Investitionen in Ausfuhren nach Russland unberührt. Obwohl in Russland zwischenzeitlich vom Föderationsrat sogar Enteignungen ausländischer Unternehmen und das Einfrieren ausländischer Konten geprüft wurden, blieb die Bonität des Landes beim staatlichen deutschen Ausfuhrbürgen Hermes davon unberührt. Über eine Neueinstufung des Russland-Risikos (derzeit Stufe 3 von 7) wird die  OECD turnusgemäß erst Anfang 2015 beraten, sagt uns das Bundeswirtschaftsministerium. Der Bund bürgte Ende 2013 für Russland-Investitionen in Höhe von 8,1 Mrd. Euro. Im 1. Halbjahr 2014 kamen Bürgschaften für Waren im Wert von 1,1 Mrd. Euro hinzu. Damit lag Russland trotz eines Rückgangs um 200 Mio. Euro hinter der Türkei auf Rang 2 der Bürgschafts-Liste. Von Bürgschaften ausgenommen sind nur von den Sanktionen erfasste Lieferungen.

Fazit: Die Bundesregierung setzt im Russlandgeschäft insgesamt weiterhin auf Business as usual. Eine Dramatisierung der Situation ist deshalb nicht angebracht.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • OLG-Entscheidung: Unverbindliche E-Mail-Anfragen führen nicht zu Buchungsverträgen

Dienstreise: Anfrage ist noch kein Vertrag

Eine Zimmeranfrage per E-Mail stellt noch keinen verbindlichen Beherbergungsvertrag dar. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt/M entschieden.
  • CDU in der selbstgewählten politischen Isolation

Gefesselt auf der Brandmauer

Die CDU steckt in der strategischen Sackgasse fest. Trotz Wahlerfolg in Baden-Württemberg fehlt der Union ein politisches Druckmittel, da sie jede Zusammenarbeit mit der AfD ausschließt. Diesen selbstmörderischen Kurs wird die Union mit Merz nicht mehr lange aushalten, meint FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Stefan Ziermann.
  • Fuchs plus
  • Rohstoff-Sicherung: Wettbewerbsverzerrung in Europa

Lithium-Wettlauf in Europa

Die Europäische Union fördert die Produktion kritischer Rohstoffe, um unabhängiger von Importen zu werden. Im Erzgebirge könnte schon 2030 der Abbau von Lithium anlaufen. Doch die Länder in Europa gehen strategisch sehr unterschiedlich vor. Das führt zu einem stark verzerrten Wettbewerb um die Rohstoff-Sicherung in Europa.
Zum Seitenanfang