Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
958
Lageranstieg fällt niedriger aus als bisher gedacht

Kaffeepreis stabilisiert sich

Man musste gar keinen Kaffee trinken, um als Investor beim Preis für die Bohne zuletzt hohen Blutdruck zu kriegen. Doch langsam kann man wieder Geschmack am Kaffee finden. Dafür sind eine technische und eine fundamentale Entwicklung verantwortlich.

Der Kaffeepreis scheint sich wieder zu stabilisieren. Vorangegangen war ein deutlicher Abverkauf im Juli und August. Anfang Juli handelte Kaffee noch bei mehr als 115 US-Cent je Pfund.

Anfang August rutschte der richtungsweisende Kaffee-Terminkontrakt an der New Yorker Rohstoffbörse NYMEX ab. Er machte erst am langfristig bedeutenden Unterstützungsniveau um 95 US-Cent je Pfund Halt. Von diesem Kursbereich konnte sich der Kaffeepreis in den letzten Tagen wieder deutlicher absetzen.

Der Real stabilisiert den Kaffee-Preis

Unter Kaffee-Händlern wird hauptsächlich der wieder etwas stärker notierende Brasilianische Real als Grund für die jüngsten Stabilisierungsansätze genannt. Der Preis für Robusta-Kaffee sank in der vergangenen Woche mit rund 1.250 USD / t auf den niedrigsten Stand seit mehr als neun Jahren.

Das tiefe Preisniveau ist vor allem der anhaltend guten Versorgungslage geschuldet. In der demnächst auslaufenden Erntesaison 2018/19 dürfte die Produktion den weltweiten Verbrauch zum zweiten Mal in Folge übersteigen.

Die Lagerbestände sind geringer als angenommen

Letzte Woche hat die Internationale Kaffeeorganisation ICO ihre Prognose angehoben. Den weltweiten Überschuss 2018/19 taxt sie jetzt um gut ein Viertel auf rund 5 Mio. t höher. Jedoch hat die ICO zugleich die Schätzungen für 2017/18 halbiert. Folglich wird der Lageranstieg bei der Ernteperioden um rund eine Mio. t niedriger angegeben als bisher kommuniziert.

Kurzfristig drückt somit die Aufwärtsrevision der aktuellen Saison die Preise. Mittel- und langfristig dürfte sich die nach unten revidierte Gesamtprognose jedoch durchsetzen.

Fazit: Aus technischer Sicht hat der Kaffeepreis den wichtigen Unterstützungsbereich um 95 US-Cent je Pfund verteidigen können. Hier bieten sich erneut Einstiegsmöglichkeiten an.

Empfehlung: Ein laufzeitloses und ungehebeltes Kaffee-ETC finden Sie unter der ISIN: DE 000 A0K RJT 2.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Aufnahmeverfahren der "Klimaschutz-Unternehmen" startet in die nächste Runde

Ein attraktives Öko-Netzwerk

Networking ist wichtig, gerade im B2B-Geschäft. Für Unternehmen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz gibt es dafür eine interessante Initiative mit hochkarätigen Schirmherren.
  • Fuchs plus
  • Industriemetall im Höhenflug

Bei Platin stockt das Angebot

Platin wird für seine katalytischen Eigenschaften geschätzt. Es beschleunigt chemische Reaktionen und hilft, die Ausbeute zu steigern, beispielsweise bei der Herstellung von Salpetersäure, einem wichtigen Ausgangsmaterial für die Herstellung von Düngemitteln. Kein Wunder, dass ein Angebotsrückgang Folgen hat. Industrie wie Anleger sollten das beachten.
  • Fuchs plus
  • Kosten für den Steuerzahler wie in der Subprime-Krise

US-Studentenkredite werden zum Milliardengrab

Ein (weitgehend) kostenfreies Studium – abgesehen von den Lebenshaltungskosten – wie in Deutschland gibt es nur in wenigen Ländern weltweit. In den USA ist das nicht der Fall. Dort müssen Studenten eine Anleihe auf ihren künftiges Beruf und Einkommen aufnehmen. Der Staat unterstützt zwar Studentenkredite mit einem Programm. Doch die Kosten dafür scheinen aus dem Ruder zu laufen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • China im Flow

Der Aufschwung geht ungebremst weiter

Die Zahlen aus China bleiben gut. Der Aufschwung geht weiter. Allerdings bleiben Transparenz und Zuverlässigkeit der lokalen Ratings und Einschätzungen dürftig. Daher gilt es, bei den Anlagen Vorsicht walten zu lassen.
  • Fuchs plus
  • Output verringert

Eisenerz: Förderung fällt, Preis steigt?

Am Rohstoffmarkt herrscht Sorge, dass Eisenerz knapp wird. Ohnehin verschlingt China enorme Mengen des Rohstoffs. Kein Wunder, dass der Preis kräftig anzog: Im Mittel des Jahres 2020 lag der Erzpreis bei rund 100 Dollar. Das ist der höchste Stand seit 2013. Wie geht es 2021 weiter?
  • Fuchs plus
  • EUR | USD | JPY

Veritable Dollar-Schwäche

Der Dollar erleidet einen Schwächeanfall. Copyright: Picture Alliance
Die US-Währung erleidet einen veritablen Schwächeanfall. Der Euro hat eine wichtige technische Hürde überwunden und wird kurzfristig weiter nach oben stürmen. Ein Durchmarsch wird das aber sicher nicht.
Zum Seitenanfang