Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1146
Widersprüchliche Signale aus den Produzentenländern

Kakao, die bittere Versuchung

Vom Kakao-Markt kommen derzeit widersprüchliche Signale. Copyright: Pixabay
Er ist der Grundstoff für die zarteste Versuchung: Kakao. Doch ein Investment könnte derzeit bitter sein. Die Signale, die aus den Produzentenländern kommen, sind sehr widersprüchlich. Wie geht man damit um?

Wer in Kakao investieren will, hat es derzeit nicht leicht. Vom Markt kommen sehr widersprüchliche Signale. Seit Mitte August ist der Kakaopreis deutlich angestiegen. Lag der Preis für eine Tonne Kakao vor rund sechs Wochen noch knapp unterhalb von 2.200 USD, handelt der richtungsweisende Terminkontrakt auf den Schokoladenrohstoff an der New Yorker Warenterminbörse inzwischen gut 12% höher bei 2.470 USD / t. Mit dem jüngsten Kursanstieg gerät das Jahreshoch bei rund 2.600 USD / t wieder in Schlagdistanz.

Aus fundamentaler Sicht kommen gemischte Nachrichten bezüglich der weiteren möglichen Preisentwicklung. So wird die Haupternte von Kakao in der Elfenbeinküste, die offiziell von Oktober bis März läuft, inzwischen ähnlich hoch wie die des Vorjahres erwartet. Wegen der guten Witterung in den letzten Wochen ist die in einer Umfrage angegebene durchschnittliche Schätzung der Haupternte 2019/20 von 1,58 Mio. Tonnen im Juni auf jetzt 1,7 Mio. Tonnen gestiegen (Vorjahr: 1,66 Mio. Tonnen). Gemeinsam mit der seit April laufenden Zwischenernte soll die Kakaoproduktion an der Elfenbeinküste laut Internationaler Kakaoorganisation ICCO mit 2,2 Mio. Tonnen einen neuen Rekord aufstellen. Dies wäre fast die Hälfte der Weltproduktion.

Doch im zweitgrößten Produzentenland Ghana belasten Pflanzenkrankheiten die Produktion massiv. Daher hat die ICCO zu Monatsbeginn ihre Schätzung für den Überschuss am globalen Kakaomarkt für diese Saison auf 18.000 Tonnen halbiert. Dies und sinkende Lagerbestände in New York haben den Kakaopreis zuletzt deutlich steigen lassen.

Fazit: Aus technischer Sicht befindet sich um 2.500 USD je Tonne ein erster Widerstand für den Kakaopreis. Erst darüber ist der Weg bis zum Jahreshoch frei.

Empfehlung: Wer unserer Empfehlung im August (siehe FD vom 2.8.) gefolgt ist, realisiert nun Teilgewinne und lässt eine Restposition mit einem Stopp um 2.400 USD je Tonne weiter laufen. Das Kakao-ETC finden Sie unter der ISIN: DE 000 ETC 059 7.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Corona-Maßnahmen werfen Sonderverwaltungszone immer weiter zurück

Hongkong erneut in einer Rezession

Hafen von Hongkong. (c) XtravaganT - Fotolia
Zum zweiten Mal binnen drei Jahren ist die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong in die Rezession abgerutscht. Schuld daran sind vor allem die unverändert scharfen Corona-Maßnahmen.
  • Fuchs plus
  • Analyse nach FUCHS-Bewertungskriterien

Platin vom Asteroiden

Asteroid fliegt an Erde vorbei. © adventtr / Getty Images / iStock
Auf der Erde werden manche Rohstoffe knapp. Doch im Weltraum ist das Potenzial schier unbegrenzt. Erste Abenteurer machen sich daher auf den Weg. Und mutige Anleger können sich per Token beteiligen.
  • Fuchs plus
  • Peso scheint sich allmählich zu fangen

Kolumbien bietet Anlegern interessante Möglichkeiten

Satellitenbild Südamerika. © Harvepino / Getty Images / iStock
Anleger auf der Suche nach Emerging Market Titeln, nehmen Kolumbien in den Blick. In dem lateinamerikanischen Land scheint sich die wirtschaftliche Lage zu bessern. Mutige Anleger positionieren sich jetzt am Beginn des Aufwärtstrends.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit in der Beratung – Rating 2022/23 - FUCHS|RICHTER-Score 67,5 - Status: Lehrling

Steiermärkische Sparkasse: Gemeinwohlverpflichtung ist noch kein nachhaltiges Private Banking

Die Steiermärkische Sparkasse erreicht den Rang eines Lehrlings im nachhaltigen Private Banking. © Verlag FUCHSBRIEFE, FUCHS | RICHTER Prüfinstanz
Sparkassen sind schon immer auch dem Gemeinwohl verpflichtet – das gilt in Deutschland wie in Österreich. Folglich haben sie einen natürlichen Hang zu Nachhaltigkeit. Doch was auf Unternehmensebene gilt, muss im Private Banking oft erst noch Fuß fassen. So auch bei der Steiermärkischen Sparkasse.
  • Fuchs plus
  • Bald weniger Säumniszuschlag?

Fiskus hat zu fett abkassiert

Bundesfinanzhof. © Marc Müller / dpa / picture alliance
Wer seine Steuernachforderungen nicht bezahlt, muss Strafzinsen (Säumniszuschläge) zahlen. Das Bundesverfassungsgericht hat jedoch im vorigen Jahr Zweifel an der Höhe von Säumniszuschlägen geäußert. Dennoch bleibt die endgültige Entscheidung zur Verfassungsmäßigkeit abzuwarten.
  • Im Fokus: Heimtier-Aktien

Renditen erzielen durch Haustier-Boom

Eine Katze frisst aus einem Napf. © Impact Photography / stock.adobe.com
In vielen Familien sind Hund, Katze, Schildkröte und Co. feste Mitglieder, die verwöhnt und behütet werden. Die Bereitschaft für die felligen, fedrigen und schuppigen Mitbewohner tief ins Portemonnaie zu greifen, wächst dabei. Es gibt eine ganze Reihe von Aktien, die davon profitieren.
Zum Seitenanfang