Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
717
Widersprüchliche Signale aus den Produzentenländern

Kakao, die bittere Versuchung

Vom Kakao-Markt kommen derzeit widersprüchliche Signale. Copyright: Pixabay
Er ist der Grundstoff für die zarteste Versuchung: Kakao. Doch ein Investment könnte derzeit bitter sein. Die Signale, die aus den Produzentenländern kommen, sind sehr widersprüchlich. Wie geht man damit um?

Wer in Kakao investieren will, hat es derzeit nicht leicht. Vom Markt kommen sehr widersprüchliche Signale. Seit Mitte August ist der Kakaopreis deutlich angestiegen. Lag der Preis für eine Tonne Kakao vor rund sechs Wochen noch knapp unterhalb von 2.200 USD, handelt der richtungsweisende Terminkontrakt auf den Schokoladenrohstoff an der New Yorker Warenterminbörse inzwischen gut 12% höher bei 2.470 USD / t. Mit dem jüngsten Kursanstieg gerät das Jahreshoch bei rund 2.600 USD / t wieder in Schlagdistanz.

Aus fundamentaler Sicht kommen gemischte Nachrichten bezüglich der weiteren möglichen Preisentwicklung. So wird die Haupternte von Kakao in der Elfenbeinküste, die offiziell von Oktober bis März läuft, inzwischen ähnlich hoch wie die des Vorjahres erwartet. Wegen der guten Witterung in den letzten Wochen ist die in einer Umfrage angegebene durchschnittliche Schätzung der Haupternte 2019/20 von 1,58 Mio. Tonnen im Juni auf jetzt 1,7 Mio. Tonnen gestiegen (Vorjahr: 1,66 Mio. Tonnen). Gemeinsam mit der seit April laufenden Zwischenernte soll die Kakaoproduktion an der Elfenbeinküste laut Internationaler Kakaoorganisation ICCO mit 2,2 Mio. Tonnen einen neuen Rekord aufstellen. Dies wäre fast die Hälfte der Weltproduktion.

Doch im zweitgrößten Produzentenland Ghana belasten Pflanzenkrankheiten die Produktion massiv. Daher hat die ICCO zu Monatsbeginn ihre Schätzung für den Überschuss am globalen Kakaomarkt für diese Saison auf 18.000 Tonnen halbiert. Dies und sinkende Lagerbestände in New York haben den Kakaopreis zuletzt deutlich steigen lassen.

Fazit: Aus technischer Sicht befindet sich um 2.500 USD je Tonne ein erster Widerstand für den Kakaopreis. Erst darüber ist der Weg bis zum Jahreshoch frei.

Empfehlung: Wer unserer Empfehlung im August (siehe FD vom 2.8.) gefolgt ist, realisiert nun Teilgewinne und lässt eine Restposition mit einem Stopp um 2.400 USD je Tonne weiter laufen. Das Kakao-ETC finden Sie unter der ISIN: DE 000 ETC 059 7.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Integrität von Menschen leicht angreifbar

Gefährliche Gesichtserkennungs-App

Gesichtserkennungssoftware wird nicht nur von Behörden und Geheimdiensten gerne benutzt. Sie hat auch privat einen hohen Spaßfaktor. Insbesondere, wenn sich den erkannten Personen anderen Gesichter überstülpen lassen. Doch dann hört der Spaß auch schnell auf. Eine Software aus China landete selbst in Peking beinahe auf dem Verbotsindex.
  • Asiatische Staaten schließen sich zum weltweit größten Binnenmarkt zusammen

Ein neuer Maßstab für den Freihandel entsteht

Europa steigt ab zu einer Regionalmacht. Copyright: Pixabay
RCEP – hinter dieser nichtssagenden Abkürzung steckt ein gewaltiges Vorhaben. In Asien entsteht unter diesem Kürzel der größte Binnenmarkt der Welt. Am Montag wollen die 16 beteiligten Staaten die Verhandlungen beenden. Das ist gut für den Welthandel. Aber auch für Europa und den Euro?
  • Fuchs plus
  • Geldpolitik | Finanzmärkte

Zinsen beginnen zu steigen

Die Zinsen für Untenehmenskredite und Hypotheken haben ihren Tiefpunkt offenbar erreicht. Über alle Laufzeiten klettern die Kreditkonditionen nach oben. Das könnte der Anfang einer längeren Bewegung sein.

 

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Uneinbringliche Forderung gegen eigene GmbH – BFH -Urteil

Steuern sparen mit Forderungsverzicht

Der Bundesfinanzhof kommt Unternehmern entgegen, die ihrer finanziell schwer angeschlagenen GmbH ein Darlehen gewährt haben. Dabei wendet sich das oberste Steuergericht gegen die Auffassung der Finanzverwaltung. Unternehmer müssen aber einige Punkte beachten, um in den Genuss der Abschreibung zu kommen.
  • Fuchs plus
  • Gute-Laune-Nachrichten vom 18. November 2019

Sonnenstrahlen im sonst trüben Umfeld

In den großen Wirtschaftsnationen bessert sich die Lage allmählich. Mehr Menschen arbeiten und kaufen Autos – und die Notenbank in China unterstützt mit einem Zinsschritt.
  • Fuchs plus
  • Von Fachkraft bis Schlüsselverlust

Die Top 3 Blockchain-Risiken für KMU

Eine Blockchain ist für KMU wegweisend. Blöd, wenn man den Zugangsschlüssel verliert. Copyright: Pixabay
Eine eigene Blockchain einzurichten, macht für jedes kleine oder mittlere Unternehmen Sinn. Schon um diese Technologie und was man mit ihr machen kann, zu verstehen. Doch auch hier gibt es Risiken, die man unbedingt kennen und ausräumen sollte.
Zum Seitenanfang